Wochenendliches Hüslebasteln
Das Wochenende war ziemlich ruhig. Eigentlich wollte ich für Samstag einen Beratungstermin bei Hanlo vereinbaren, allerdings habe ich hier keinerlei Antwort erhalten. Werde es demnächst vielleicht noch telefonisch versuchen. Über den Wandaufbau weiß ich eigentlich so gut wir gar nichts. Die Grundrisse sind ganz brauchbar, wobei die Häuser generell im Erdgeschoß ein Gästezimmer haben. Aber ich gehe mal davon aus, dass man auch eigene Entwürfe bauen lassen kann. Wie auch immer. Ich nutzte das Wochenende hauptsächlich dazu, die jüngsten Grundrissideen genauer auszuarbeiten. Die Erkenntnis, dass so eine Außenansicht doch auch eine große Rolle spielt brachte mich dazu, ein anderes Planungstool zu verwenden. SweetHome3D war soweit klar mein Favorit. Andere ähnliche Tools wie Google Sketchup und diverse Online-Planer haben zwar auch Potenzial, aber letztlich hat mich das Freeware-Tool von unabhängigen Entwicklern klar am meisten überzeugt. Es fehlen halt leider einige wichtige Planungsfeatures. So gibt es keine Treppenplanung, keine Berechnungen zu Wandflächen und vor allem keine Stockwerke. Für Wohnungen also optimal, für Häuser nur bedingt. Aus diesem Grund habe ich mal den bvh 3D Wunschhaus Architekt getestet. Ein wirklich furchtbares Pseudo-Profi-Tool, das von Nutzerfreundlichkeit einfach Null Plan hat. Es braucht mal eine Weile, bis man die einzelnen in Plugins geordneten Funktionen versteht und anwenden kann, aber selbst nach einer gewissen Einarbeitungsphase ist das Handling einfach furchtbar. Etliche sehr angenehme Features von SweetHome3D sind hier einfach nicht vorhanden: Snappen von Möbeln an Wände inklusive automatischer Rotation, Transformations-Handles à la Photoshop für alle Objekte, einfaches Ändern von Wänden durch Ziehen der Wandenden und so weiter. Allerdings bietet der 3D Designer deutlich mehr Features und eine deutlich professionellere Objektbibliothek mit verschiedensten standardisierten Maßen und vor allem das Management von Stockwerken samt Dächern und Co. Somit kann man sich das Haus auch angenehm von Außen betrachten und sogar den Sonnenverlauf in verschiedenen Orten, auch Feldkirch, beobachten. Schöne Dinge, aber ich muss hier definitiv noch weiter suchen oder mal eine aktuellere Version testen.
Jedenfalls habe ich mal herum gebastelt und mich insbesondere an quadratischen Entwürfen orientiert. Eigentlich ist das ein ziemlich angenehmer Ansatz, da man problemlos die verschiedenen Bereiche miteinander tauschen kann. So wäre es kein Problem, den Eingang vom Norden in den Osten zu transferieren, ohne sonst alles umstellen zu müssen. Ich habe hier leider nicht viel Plan, was denn geschickter wäre. Der Norden wirkt im Prinzip geschützter, der Osten ist halt zur Stadtgutstraße hin, was auch Vorteile haben kann. Ein weiterer Diskussionspunkt ist die Positionierung der Küche. Im Prinzip ist klar, dass sie in den Osten soll, natürlich nur mit entsprechend ausgerichtetem Fenster, damit am Morgen auch wirklich die Sonne rein kann. Auf der anderen Seite hätte ein dort positionierter Wohnbereich auch seinen Reiz, weil man dann von der Couch aus den weiten Blick in den Westen hat. Eine weitere Unsicherheit ist die Größe des Vorraums bzw. Position des Kellerabgangs. Im Wohnbereich oder doch lieber im Gang? Letzteres würde dazu führen, dass wir im Wohn/Ess-Zimmer eine etwa 4 Meter lange Wand haben. Das würde dann den Eindruck eines großen weiten Raumes eher zerstören, allerdings wäre so die Positionierung der Lautsprecher deutlich unproblematischer. Die Positionierung des Kamins an der Außenwand hätte den Vorteil, dass er von überall aus gesehen wird, bezüglich Wärmeentwicklung wäre das aber eher suboptimal. Selbst die Positionierung von gerade mal drei Elementen im WC ist gar nicht mal so trivial
Im oberen Stock gibt es natürlich genauso einige offene Punkte. Dass das Bad in den Nordosten muss, ist klar, aber alles andere ist etwas happig. Das größte Zimmer entsteht wohl definitiv im Südwesten, was natürlich für ein Kinderzimmer optimal wäre. Allerdings ist dann das Schlafzimmer im Südosten nur knapp 17 statt 21 Quadratmeter groß. Die Idee mit dem Schrankraum müsste somit verworfen werden. Weiterhin die größte offene Frage ist aber das Lüftungs- bzw. Heizungssystem. Im Zenker-Gespräch kam nämlich die neue Idee auf, ein Gerät einzusetzen, das im Sommer aktiv kühlt und die Abwärme gleich für das Warmwasser nutzt. Das klingt eigentlich nicht schlecht. Bei Zenker würde die Solaranlage doch immerhin 6500 Euro kosten. Rein vom egoistischen Standpunkt ausgesehen wäre natürlich die Kühlsache klar die komfortablere und vermutlich auch kostengünstigere Lösung, aber vom Stromverbrauch her gefällt mir dieses Konzept auch nicht so wirklich. Mal sehen.
Im Übrigen habe ich nun am Samstag Abend Uncharted 2 fertig gespielt. Ich habe zu dem Spiel eh schon einen recht ausführlichen Beitrag samt Kritik geschrieben, daher gehe ich hier nicht besonders drauf ein. Der Endkampf war jedenfalls noch eine solide Herausforderung muss ich sagen. Anschließend hab ich noch den Onlinemodus getestet, der viel Potenzial zu haben scheint. Gerade die Coop-Aufgaben sind echt cool. Hier kann man sich zu dritt durch verschiedene Kampagnen kämpfen, sich gegenseitig heilen, gemeinsam Türen öffnen und Geiseln befreien, usw. usw. Sehr cool. Heute Abend waren wir übrigens noch im Schützenhaus futtern. Es war der letzte Abend im Rahmen der ungarischen Woche. Übermäßig viel war ja nicht los, aber die Musiker haben sich ordentlich Mühe gegeben und ordentliches Ambiente versprüht. Das Essen war gewohnt lecker, obgleich ich als Vegi dort meistens auf eine Sonder-Beilagen-Vorspeisen-Kombo angewiesen bin
Bis 23:00 Uhr hatten wir jedenfalls einen netten Abend zu siebt und die anstehenden spanischen und mexikanischen Wochen sollte man definitiv ins Auge fassen.
Vor Jahr und Tag..
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- Datum: 31. Januar 2010
- Kategorie: Hausbau
- Wortanzahl: 856 Wörter