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Kabarett

30. November 2006, 82 Mal gelesen.
 

Tagsüber blieb ich irgendwie ständig an Lehre-Dingen hängen, echt dramatisch. Konnte dabei nicht mal die kommissionelle Prüfung vorbereiten, die ich am Montag abnehmen muss – kam einfach immer was dazwischen. Abends hatte ich dann eine Gruppe der TLV zur Besprechung. Mann, was hab ich für einen Schaß gelabert. War völlig klar, dass die Studenten kein Wort verstehen, wovon ich rede. Ist aber auch wirklich schwierig. Ich mein, tja, das mit den Expressions ist nicht so einfach, wenn man’s noch nicht selbst ausprobiert hat. Wenn man mal ein bisserl experimentiert hat, kann man glaub ich schon schnell zu einem Ergebnis kommen und auch begreifen, worum’s genau geht. Falls ich wieder eine ähnliche Lehrveranstaltung anbiete, werde ich wohl echt noch 1 oder zwei Einheiten gemeinsam Expressions schreiben. Ganz einfache Dinge, aber viel mehr braucht’s ja nicht. Das bloße Vorzeigen von existierenden Szenen und kurze Durchgehen der darin enthaltenen Expressions bleibt natürlich nicht hängen. Man muss das einfach selbst tun und womöglich ist trotz einiger Hinweise und Ideen von mir gerade der Anfang zu dramatisch. Naja, in diesem Semester werden jedenfalls schon einige interessante Dinge entstehen und auch einiges an Code und Ideen generiert. Da ist es dann auch viel einfacher für die Zukunft, wirklich zu zeigen, was am Ende des Semesters herauskommen kann und soll. Und man kann auch wirklich an Expression-Beispielen arbeiten, die von Studenten kommen und darauf näher eingehen. Wie auch immer – die zwei Mädels mussten sich eine ganze Stunde von mir voll-labern lassen und letztlich wären diese Dinge innerhalb weniger Zeilen definiert. Tjo..

Um kurz vor sieben erwischte ich noch den Schnellzug. Daheim krallte ich mir noch schnell ein paar Käsebrote. Hab den ganzen Tag keinen Bissen gegessen und so hätte ich durchaus noch mehr futtern können. Doch dazu war keine Zeit, da ich mit Dad, Angy und Bone im Tisner Pfarrsaal traf. Ja, ungewöhnliche Location, aber nachdem der Saal eigentlich direkt neben uns ist, war das schon vernünftig, sich das Ding mal anzusehen. Ne, also wir ham ja auch nicht den Saal bekuckt, sondern gingen eben wie aus der Überschrift zu erkennen ist, auf ein Kabarett. Wolfgang Linder gab sein Stück “Firstfeier” zum Besten und ich muss sagen, die 13 Euro ham sich definitiv gelohnt. War echt ein sehr cooles Stück. Teilweise schwierig, alle Gags mitzubekommen. Zum einen redete er recht schnell, zum anderen im Hardcore-Dialekt und halt eben am laufenden Band ;) Das Stück war jedenfalls gespickt mit lustiges Highlights und feinen schauspielerischen Nuancen. Er hat insgesamt knapp 10 Charaktere gespielt, die dann halt so ihren Senf zum Thema gaben. Der Hausbau war natürlich nur das Grundgerüst, um das sich dann die Monologe drehten, von dem er aber natürlich immer wieder mal abwich. Aber eigentlich recht selten und wenn, dann sehr gekonnt. Ich mag das ja prinzipiell nicht so gern, wenn bei einem Kabarett von hier nach da gesprungen wird und die eigentliche Geschichte wirklich nur eine so derart dünne Fassade ist, dass sie eigentlich jede Minute reißt. War aber eben hier nicht der Fall und nach der Pause wurde die Aufführung sogar noch besser. Teilweise echt zum Brüllen, die Sprüche des Grufti-Sohnes oder des Baumeisters. Empfehlenswert! Gegen 22:00 war’s dann aus. Daheim las ich noch ein wenig in meinem MEL-Buch und pennte dann recht bald ein.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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