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WordPress: Installation

30. Januar 2008, 200 Mal gelesen.
 
Dieser Beitrag ist der 2. von 12 in der Serie Blogging
 

Wordpresslogo.pngDas war ja heftig: Um 19:00 stehen wir gemeinsam vor der verschlossenen Tür im Bildungscenter. Eigentlich wäre heute der letzte Kursabend gewesen, doch man wollte uns scheinbar nicht in den PC-Raum lassen. Interessanterweise war gerade heute das Gebäude wie ausgestorben. Ich huschte überall herum, keine Sau hier! Im Keller konnte ich noch ne Putzfrau finden, die aber leider nur für den unteren Stock Schlüssel hatte und uns auch nicht weiterhelfen konnte. Im anderen Gebäude platzte ich mal dezent in einen Englischkurs, um zu fragen, ob die Leiterin einen Schlüssel habe. Recht absurd, aber probieren muss man’s ja, das bin ich den Teilnehmern wohl schuldig. Naja, genutzt hat’s natürlich nichts und wir mussten zu dem Konsens kommen, dass wir den Kurs um eine Woche verschieben. Übel mal dezent ne Stunde versaut. Ich bin schon runter in die Stadt zu Fuß und musste nun auch mangels günstigem Bus auch wieder rauf laufen. Naja, aber dann war ich wenigstens für den Abend frei gestellt und ich konnte mich ganz massiv auf meine neue Blogplattform stürzen. Blogger soll vorerst noch als Sicherheit bestehen bleiben, im Laufe der nächsten Wochen werd ich meinen Blog dort aber definitiv löschen. Jedenfalls kümmerte ich mich zuerst mal um die Installation des WordPress-Pakets. Mein Webmaster-Cousin hat wieder mal blitzschnell reagiert und mir sofort eine passende Datenbank bereit gestellt (Er bereuht es inzwischen wohl ;) ). Auch die Files der neuesten 2.3.2 Version waren schon auf dem Server, sodass ich nicht mehr viel machen musste. Einstellen der Datenbank-Infos im config-File und schon ist man im Dashboard, wo man die restlichen Einstellungen erledigen kann. Ein kleines Problem stellte sich dann aber gleich mal fett in den Vordergrund: das Baseverzeichnis des Blogs. Dieses war standardmäßig auf /wordpress gestellt, ich wollte es aber in /blog umtaufen. Und das war nicht mal so einfach. Wichtig ist hierbei jedenfalls, die Umbenennung erst dann zu vollziehen, wenn man die Einstellungen im entsprechenden Admin-Menü gemacht hat. Benennt man den Ordner schon vorher um, kommt man zwar in den Loginbereich, im entscheidenden Moment verlinkt WordPress aber auf ein File im urpsrünglichen Verzeichnis, das es nicht mehr gibt. Nachdem ich aber die Reihenfolge beachtet hatte, lief alles wie am Schnürchen. Ich kuckte mich natürlich mal in den Menübäumen um und stellte fest, dass es hier eine ganz ordentliche Anzahl an Optionen und Features gibt. Leuchtende Augen bekam ich beim Blick auf das Plugin-Menü. Wow, hier scheint es ja eine Vielzahl an optionalen Diensten zu geben, die einem das Bloggerleben leichter und interessanter gestalten könnten. Tja, um es vorweg zu nehmen: eben diese Erweiterungen fraßen natürlich wieder mal Zeit ohne Ende. Ich und die lieben Plugins – es ist eine Katastrophe. Ich erinnere mich an die Zeiten, als ich effektiv auf Winamp als Mediaplayer umgestiegen bin. Nachdem ich entdeckt hatte, dass in den Supportforen rege über Zusatzfunktionen geplaudert wird, war ich sofort süchtig nach den kleinen Extras, die die Welt nicht braucht. Oder halt eben doch – naja, wie man’s nimmt. Und das Ganze nimmt dann den klassischen Lawinenverlauf: man beginnt klein mit ein oder zwei Plugins, die man gezielt sucht, weil man diese oder jede Funktion unbedingt haben möchte. Und auf der Suche trifft man dann auf etliche andere Erweiterungen, die cool klingen. Wenn man sich dann auch noch mit dem Thema Skinning beschäftigt, kennt das Fass sowieso keinen Boden mehr. Ich hatte damals bei Winamp schon die Ambition, erhältliche Themes zu optimieren und auf meine Bedürfnisse anzupassen. Natürlich keinen Plan von der Materie, aber mal rumprobieren. Meistens funktionierte es dann auch nach etlichen Nächten so wie ich es wollte, um dann Wochen später zu sehen, dass es eh schon eine neue offizielle Version gibt.

Diesen “Fehler” wollte ich diesmal nicht begehen und so fixierte ich von Beginn an meinen Look. Nachdem ich ja grad erst zu Beginn des Jahres die recht nette Fluidsolution-Skin auf Blogspot installiert hatte, lag es natürlich nahe, das gleiche Theme auf WordPress aufzufahren. Also gleich mal auf die entsprechende Website gehuscht und das ofizielle Theme heruntergeladen. Aber hallo, was für eine geniale Webseite für Themes: man kann im Theme Viewer den kompletten Content sofort im gewünschten Look betrachten. Bombastisch. Mal sehen, wie lange mir das Fluidsolution noch gefällt, es ist schon sehr schlicht und so. Was mir besonders daran gefällt ist eigentlich die straighte Herangehensweise und die gut funktionierende Anpassung an die Browsergröße. Natürlich war es zuerst mal nötig, all die Änderungen, die ich auf Blogger schon gemacht hab, neu zu implementieren. Insbesondere ging’s hier um das Stylesheet und die Farben der Schrift. Das original Pink und Hellblau empfand ich dann doch zu aufdringlich und hässlich, die neuen Farbnuancen passen schon deutlich besser und haben durchaus eine edle Optik. Viel weiter hab ich mich dann mit dem Theme auch nicht beschäftigt – ein paar kleine Anpassungen in der Breite der Spalten, des Headers und Logos waren soweit das Höchste der Gefühle. Zugegebenermaßen liebäugle ich natürlich auch mit anderen Looks wie beispielsweise K2 oder auch eher abgefahrenen Themen. Aber zuerst konzentriere ich mich auf das Innendrin und dann erst um das Drumherum. Ich lernte jedenfalls bald mal das Konzept hinter dem Theme kennen: links möglichst groß der Content, rechts dann zuerst das Logo und eine Liste der permanenten Seiten und weiter rechts die sogenannte Sidebar, die Widgets unterstützt. So kann man verschiedenste Inhalte im Widgeteditor auf die Leiste ziehen – sehr komfortable Sache zur Anordnung der Inhalte, die dort gezeigt werden sollen. Natürlich möchte man zu Beginn gleich alles ausprobieren und ist von einigen Features echt begeistert. Letztlich muss man sich aber schon fragen, welche Informationen für den User wirklich notwendig sind und welche nicht. Was kann ich zB besser als Hauptinhalt darstellen und was sollte der Besucher wirklich immer gleich rechts im Blick haben. Viele angebotene Widgets sind einfach nur Spielerei und effektiv sinnlos. Ich möchte unbedingt den Fehler vermeiden, den ich damals bei Moodle gemacht hatte. Wie man auf so einem typischen Startscreen wie diesem hier von der zhaw sehen kann (Link rein zufällig gewählt, um eben eine “typische Moodle-Situation zu zeigen), hat Moodle standardmäßig einfach viel zu viele Features aktiv. Die machen als Betreuer natürlich Spaß, da man ja möglichst viele verschieden Methoden der Kommunikation nutzen möchte, die Anwender schreckt die Vielfalt an Infos aber natürlich massiv zurück. Die Studs damals waren völlig überfordert mit dem zugekleisterten Interface und erst als ich die ganzen Blöcke komplett herausgenommen habe, wurde das Tool so halbwegs akzeptiert. Ähnlich ist es nun also mit WordPress-Widgets und auch hier gibt es ein paar tolle Beispiele, die meiner Meinung nach einfach extrem stressen. Einfach mal ein bisschen surfen und sich wundern, wie extrem man die Seiten zukleistern kann mit allerhand überflüssiger Information. Sowas gilt es also strikt zu vermeiden und doch möchte man natürlich ein möglichst vielfältiges Leseerlebnis schaffen ;) Eine Gratwanderung quasi wie so überall. Letztlich sollte das Ganze aber nicht mehr werden als es ist: ein Blog-Tagebuch. Fertig.

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