Wordpress Onkel Andys Tagebuch|Filme |Spiele|Fotos
Aktuelle Beiträge ausblenden
 

Klick. Klick.

28. Mai 2009, 117 Mal gelesen.
 

Ich hatte sie hier ja schon öfters erwähnt – immerhin widmete ich ihr die meisten meiner nächtlichen Stunden in den letzten Tagen: meine Philips TSU9400 Fernbedienung. Welch schönes Männerspielzeug ;) Ich hatte eine Universalfernbedienung ja schon beinahe so lange im Auge wie einen Projektor und jetzt endlich mal zugeschlagen. Das Teil kostet hier in Österreich ein echtes Vermögen, daher ließ ich es mir letztens von Luc aus den USA mitbringen. Anfang Jahr wollte ich den besonders guten Dollarkurs ausnutzen, daher hatte ich damals gleich per ebay bestellt und mich dann doch für einen persönlichen Transport nach Europa entschieden, um Zoll- und Umsatzsteuergefahren bei Postversand zu vermeiden. Während der Wartezeit auf Lucs Besuch im Ländle wurde das Gerät gnadenlos noch deutlich billiger, genauso wie das nun im Umtausch befindliche Böxchen, das ich für die Steuerung der PS3 brauche. Ziemlich ärgerliche Sache also, aber na gut. Was soll’s. Ich vergleiche zukünftig meinen Einkaufspreis einfach nur noch mit dem österreichischen Preis und habe somit wohl noch ein paar Jahrzehnte ein dickes Grinsen im Gesicht ;) Nun gut – warum eigentlich die Philips Pronto? Das Stichwort ist ProntoScript. Die auf Javascript basierende Programmiersprache bietet viele nette Spielereien, auf die ich irgendwie nicht verzichten wollte. Ähnlich wie bei Projektor und Leinwand wollte ich Nägel mit Köpfen machen und keine großen Kompromisse eingehen. Ob man’s denn braucht sei mal dahin gestellt…

FernbedienungVom Äußeren her entspricht das Gerät so ziemlich genau dem was ich mir so vorgestellt habe. Vielleicht hätte das Display noch eine Spur kleiner ausfallen können, denn obwohl die Fernbedienung im Gegensatz zum größeren Bruder TSU9600 für den einhändigen Gebrauch ausgelegt ist, ist dieser gar nicht so einfach durchzuziehen. Ich erwische mich selbst immer wieder mit dem Zeigefinger der anderen Hand auf den Touchscreen tippen, weil es angenehmer ist als mit dem Daumen irgendwo herum zu tapsen. Das liegt aber natürlich auch am Layout der Bedienelemente. Hatte ich bis vor kurzem noch die relevanten Icons im oberen Bereich des Displays, habe ich diese nun nach unten verschoben und somit klappt die einhändige Bedienung auch besser. Anyhow, wenn ich es mir aussuchen hätte können, hätte ich ein noch kleineres Modell gewählt, das dann auch noch besser in der Hand liegt. Auf der anderen Seite muss man die Remote zumindest am Sitzplatz nicht mal wirklich in die Hand nehmen, sondern kann sie auch einfach auf ihrer Docking Station liegen lassen. Das macht den Einsatz dann durchaus komfortabler. Im Übrigen wird empfohlen, das Gerät immer wieder in die Station zum Aufladen zurück zu legen.

Ich beschäftige mich nun doch schon seit zwei Wochen mit dem Ding und der dazu gehörigen Software und bin mit meinem Setup immer noch nicht fertig. Hatten mich die Möglichkeiten anfangs noch ziemlich überfordert, kenne ich nach dem Lesen des Handbuches und va. Developer’s Guide sowie vielen Stunden des Experimentierens doch schon halbwegs aus. Ich kann mit der Software problemlos umgehen und Dank Remote Central eigene Skripte erstellen. So kann ich problemlos das Label von Buttons austauschen, Symbole updaten, etc. Inzwischen kann ich also alle meine Geräte komplett mit dem neuen Teil steuern. Einige Komponenten waren bereits in der Philips Datenbank vorhanden, den Rest habe ich einfach selbst angelernt. Das Lernen von IR Codes ist dabei denkbar simpel. Schön ist natürlich, wenn Geräte so genannte Discrete Codes für sämtliche Funktionen bereithalten. Wenn also beispielsweise Ein-/Ausschalten nicht auf dem gleichen Knopf liegt, vermeidet man unerwünschte Ergebnisse insbesondere bei Makros. Ein Trick bei fehlenden diskreten Infrarotcodes ist, die jeweilige Funktion mithilfe einer anderen Taste anzusteuern. So lassen sich Fernseher meist auch mit dem direkten Anwählen eines Fernsehsenders einschalten. Der Powerknopf würde dann also nur dem Ausschalten dienen. Als dezente Hintergrundbeleuchtung habe ich mir so eine kleine LED-Leiste gekauft, die an einem Infrarot-Stecker hängt. So kann ich auch mit meiner Fernbedienung das Licht ein- und ausschalten. Es gäbe hier auch eine große Auswahl an Funksteckdosen, allerdings basieren die leider alle auf einer anderen Frequenz als die Pronto. Man kann nicht alles haben.

Probleme bereitete meine neue Schaltzentrale bei der Kommunikation mit meinem Netzwerk. Ich habe mir von Barry Gordon das Tool SlimPronto zur Ansteuerung eines Squeezecenters gekauft. Damit ist es möglich, via W-LAN das Abspielen von Musik zu steuern und – das ist der Clou der Sache – direkt Informationen wie Laufzeit, Albumcover, etc. auf der Fernbedienung anzeigen zu lassen. Eine ziemlich geniale Sache also, die an und für sich auch perfekt funktioniert. Allerdings musste ich zur Herstellung der Verbindung die Verschlüsselung bei meinem Accesspoint komplett deaktivieren. Selbst mit der eigentlich kompatiblen WEP-Sicherheit konnte die Software nicht mit meinem Medien-PC kommunizieren. Erst nach viel Rumprobieren und einigen Hilfestellungen von Forenusern auf Remote Central konnte ich das Problem lösen: ich musste die Verschlüsselung auf HEX64 stellen, wobei hier tendenziell nur Zahlen zum Einsatz kommen können. Nun funktioniert also alles auch mit Verschlüsselung. Neben der coolen Squeezecenter-Sache gäbe es auch ein paar witzige kostenlose Scripts zum Download. Beispielsweise kann man sich so auf der Fernbedienung auch den Wetterbericht ansehen. Tja, wer’s braucht ;) Derzeit ist mein Setup natürlich noch etwas mopsig, da ständig der PC rennen muss, um Musik zu streamen oder ins Internet zu kommen. Das wird sich aber sehr bald ändern. In einem Monat wird der DSL-Anschluss von aon installiert und dann hab ich endlich grenzenloses Breitbandinternet. Die doofe HSDPA-Sache ist mir eh schon ewig auf den Keks gegangen. Da derzeit die Erstherstellung bei aon gratis ist, musste ich nun einfach zuschlagen. Außerdem kommt mir die Sache dann sogar billiger als die aktuelle T-Mobile-Scheiße. Yeah. Was ich dann noch brauche ist ein vernünftiger Medienserver. Hier bin ich noch viel am Recherchieren. Das eigentliche Dilemma: über ein NAS-Laufwerk mit installierter Twonky-Software könnte ich sämtliche Medien über die PS3 abspielen. Allerdings kann ich dann nichts über meine Fernbedienung steuern. Das ginge nur mit Squeezecenter, das sich zwar auch auf NAS-Platten installieren ließe, dann aber nicht mehr mit der Playstation funktioniert. Hier gilt es also noch die optimale Lösung zu finden.

Vor Jahr und Tag..

 
 

Kommentiere