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Wochenendprogramm in Trondheim

28. Februar 2010, 67 Mal gelesen.
 

SlidingAm Samstag schloss ich mich einer 15köpfigen Studententruppe an und fuhr mit ihnen per Tram zum großen Sliding Event. Kindheitserinnerungsalarm! Ich bin definitiv schon einige Jahr(zehnte) nicht mehr mit einem Müllsack den Hügel runter gerutscht ;) Dabei muss ich sagen, hat die Sache wirklich Spaß gemacht. Ich bin ja zugegebenermaßen kein großer Rodelfan, aber mal dezent ohne Hilfsutensilien einen kleinen, wenn auch halbwegs steilen Hügel hinunter zu düsen ist ganz witzig. Natürlich ist der Spaß schnell vorbei, da man ohnehin nicht viel öfters als 2, 3 Mal hinauf laufen möchte, und sei der Weg noch so kurz. Ob wir mit unseren Müllsackhosen einen neuen Modetrend ins Leben rufen konnten, wage ich zu bezweifeln, aber für unser eigenes Amusement war das Outfit auf jeden Fall gut genug. Beim Runtersliden muss man halt ein bisschen auf den Rücken aufpassen, da man natürlich jede kleine Unebenheit volle Kanne am ganzen Körper zu spüren bekommt. Nach zwei soliden Downhill-Aktionen kamen wir dann auch schon zum gemütlichen Teil, dem Grillen. Natürlich war ich wieder mal der einzige Vegi in der Runde, aber ich habe schon mit dem Kauf von Marshmallows vorgesorgt gehabt. Die Teile gehen einem zwar recht bald auf den Keks, aber gegen den größten Hunger wirken sie Wunder. So nach etwa zwei Stunden ging es dann mit der nächsten Straßen- bzw. Bergbahn zurück in die Stadt. Dort nervte ich noch zwei Studs von uns, indem ich sie beim Einkauf bei den kleinen Marktständen mit Film- und Fotokamera “bedrohte”. Anschließend spazierte ich noch ein bisschen durch die Stadt und hinauf zum Castle, um einige Impressionen auf Film festzuhalten. Ich verbrachte dann den Rest des Nachmittags mit dem Schneiden der Filmaufnahmen vom Vormittag. Um halb sieben ging ich dann mit Joris, Joseph, Ross und Karl-Heinz was Feines essen. Beim Italiener gab es zumindest ein, zwei vegetarische Gerichte jenseits des Pizzaofens. Dass die von mir georderten Tortellini dann aussahen wie ne Pizza kann schon als kleine Verhöhnung des Vegetariertums gesehen werden, aber geschmacklich war dann Gott sei Dank doch eine klare Unterscheidung möglich *g* Nach dem Essen gönnten wir uns noch eine ordentliche Partie Bowling im nahe gelegenen Bowlingsentre oder so ähnlich. Leider steckten uns die Iren ziemlich übel in die Tüte. In der ersten Runde glänzte der eine, während der andere noch offensichtliche Probleme hatte und in der zweite Runde war es dann beinahe umgekehrt. Ich durfte jeweils den zweiten Platz belegen. Mit ein bisschen mehr Glück wäre schon mehr drin gewesen, aber was soll’s. Manchmal war es jedenfalls unverständlich, warum bei mir immer genau ein Pin übrig blieb, egal wohin und mit welchem Tempo ich die Murmel rollte. Ts, ts. Ich habe die ganze Sliding-Aktion übrigens brav auf Film festgehalten und ein kleines Movie erstellt, das es sowohl auf Youtube, als auch natürlich direkt hier zu bewundern gibt.

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BowlingDen Sonntag ließ ich ziemlich ruhig angehen. Zuerst hieß es mal Ausschlafen, ach, welch Wohltat. Insbesondere, weil ich in der Nacht davor doch noch länger am Schnitt des kleinen Sliding-Videos gesessen bin. Nach dem ausgedehnten Frühstück riss ich einen ebenso ausgedehnten Spaziergang durch die Stadt an. Ich wollte das perfekte Wetter dazu nutzen, doch nochmals ein paar schöne Videoaufnahmen in den Kasten zu bringen. Zuerst schlenderte ich zum Hauptgebäude der Uni hinauf, danach peilte ich den Fernsehturm. Etwa nach einer Stunde war ich am Ziel und fuhr mit dem Lift hinauf ins Restaurant. Natürlich hat sich auch hier wieder mal der Pizza-Egon bereit gemacht ;) Gegessen habe ich nichts, stattdessen habe ich ein paar ganz nette Aufnahmen gemacht. Schließlich zog ich wieder retour zum Hotel. Nach einem gemütlichen Nachmittagsausklang ging ich mit KW wieder ins Kino. Nachdem die kleineren Säle in Sachen Bild- und Tonqualität sogar gegen mein Heimkino abgestunken haben, zeigten die Norweger diesmal in Saal 1, dass sie durchaus auch was von Kinoerlebnis verstehen. Der Saal war ziemlich groß, die Leinwand auch und der Sound rockte ordentlich. Der Film selbst, Shutter Island von Martin Scorsese mit Ben Kingsley und Leonardo di Caprio aber leider nicht so wirklich. Es ist ein bisschen schwierig, irgendwas über den Film zu schreiben, ohne zu viel zu verraten. Daher postuliere ich hier einfach mal einen großen Gesamtspoiler. Alle, die den Trailer noch nicht gesehen haben und sich den Film gönnen wollen, sollten hier mit dem Lesen aufhören. Stichwort Trailer: bereits nach diesem kleinen Zusammenschnitt war mir die Auflösung klar. Das ist leider ein ziemliches Armutszeugnis sowohl für den Cutter des Trailers als auch für den Film. Er ist einfach viel zu durchschaubar. Zugegebenermaßen zweifelte ich zwischendurch doch mal an meiner These, letztlich war der Fall aber klar und ich behielt recht. Selbst das eigentlich interessante Detail der Story war leider schon ab dem ersten Drittel des Films vorhersehbar. Tja, die Idee an sich ist ja ganz cool, aber hier hätte man unbedingt die eine oder andere Szene weg lassen müssen, damit der Zuseher nicht schon zu früh das Ende erraten kann. Dabei muss ich sagen, dass ich an und für sich ziemlich doof bin was Auflösungen von Filmplots anlangt. Abgesehen von dieser großen Schwäche kann der Streifen aber auf ganzer Linie überzeugen. Die Atmosphäre kommt Dank der grandiosen Kameraarbeit und dem tollen Setting fantastisch düster und authentisch rüber. Die Rückblenden und Traumsequenzen sind teilweise gruselig und visuell auf jeden Fall sehr ansprechend und beeindruckend. Auch die Filmmusik besticht durch teilweise minimalistische, aber doch akzentuierte Klänge, die das Geschehen fantastisch zu untermalen wissen. Vom Handwerk her kann der Film also einiges, von der Handlung her allerdings nur bedingt. Ähnlich verhielt es sich dann übrigens beim Olympia-Eishockeyfinale. Die Begegnung USA-Kanada versprach äußerst interessant zu werden, letztlich war es aber doch eine fade Partie. Wir sahen uns die Hälfte noch auf der großen Leinwand im Pub an, wechselten dann aber doch ins Hotel. Den Rest es Spiels gönnte ich mir also gemütlich im Bett. Zumindest wurde es am Ende noch spannend. Und hätte ich meinen Tipp nicht nur so dahin gesagt sondern in der nächsten Sportwettenbude abgegeben, wäre ich jetzt ein paar Kronen weiter ;) Ich lag mit meiner 3:2-Prognose nämlich genau richtig, selbst den Schützen des Entscheidungstors konnte ich wenige Sekunden vor dem Spielende nenne. Yeah, kaufen kann ich mir jetzt halt nix davon, tjo…

Fotos von meinem zweiwöchigen Trondheim-Aufenthalt gibt es in der Fotogalerie.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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