VL-Konzept und Videoüberblendungen
Der Tag ging tendenziell wieder mal für die Vorbereitung der Vorlesung am Mittwoch drauf. Natürlich gab es auch sonst noch massig zu besprechen und abzuklären, zumal wir derzeit auch an einem Paper für eine Konferenz arbeiten, etc. Ich hatte ja am Wochenende schon viel Zeit für diese eine Lehrveranstaltung investiert, aber ein richtiges Konzept fehlte halt doch immer noch. So habe ich nun zwar einen Haufen netter Videobeispiele, diese aber einfach nur so vorzuzeigen macht ja nicht wirklich viel Sinn. Und so erstellte ich im Laufe des Tages einen halbwegs sinnvollen Ablauf. Ziel sollte es sein, einige Anwendungsbereiche der 3D Computeranimation aufzuzeigen und va. Lust am Thema zu wecken. Wir werden daher mit dem trotz des Alter beeindruckenden und auch witzigen Filmchen “Stand by Me” loslegen, ohne dieses sonderlich zu kommentieren. Megi hat das Teil von Videokassette – leider ist dieser echt geniale Kurzfilm absolut nirgends im Internet zu finden. Nach diesem Intro werden wir uns wohl mal vorstellen und dann das Autodesk Fake or Real-Quiz durchgehen, um ein bisschen Interaktion in die Sache zu bringen. Es werden dann ein paar Clips zum Thema Character Animation folgen, wobei hier va. der Werbespot Even Dummies wear Seatbelts heraus ragt. Der finnische TV-Spot ist einfach sowas von genial, nicht nur von der Animation her. Im Anschluss daran sollte Megi einen kurzen Einblick in Motionbuilder geben und eine Spielefigur kurz in Bewegung setzen. Dies wäre dann der feine Link zu Computerspielen, zu dem ich den genialen Gears of War-Trailer zeigen möchte. Mann, das Lied ist einfach immer wieder der Wahnsinn.
Anschließend wäre ein Block mit einigen Musikvideos angedacht, in denen 3D massiv zum Einsatz kommt. Ganz lustig, was es hier so alles gibt, von Offspring über Radiohead bis zu massenhaft unbekannten Künstlern. Es sollten dann ein paar Videos zum Thema Special FX kommen, wobei hier auch mal Eigenproduktionen a la Benninger oder die Partikelarbeit aus dem 3D Atelier zum Zuge kommen sollen. Danach hätte ich gerne eine Feuerwerksrakete in Maya erstellt und ein gerendertes Video dazu gezeigt. Dazu habe ich ein echt geniales Fireworks-Tutorial gefunden, das va. massiv den Cloudshader einsetzt, den ich soweit eigentlich noch gar nicht richtig gekannt habe. Die standardmäßigen Feuerwerkseffekte in Maya sind ja ziemlich mau und natürlich auch nicht wirklich vorzeigbar. Es brauchte aber ein bisschen Zeit, bis ich den Workflow aus dem Tutorial so verinnerlicht hatte, dass ich das so quasi aus dem Ärmel schütteln kann. Danach wäre noch ein kurzer Einblick in Maya Dynamics angedacht, wobei ich hier ebenfalls einen Teil eines gezeigten Clips nachbauen würde. So als kleinen Höhepunkt hätte ich dann den Coca Cola Videogame-Spot geplant. Die Cola-Werbungen sind ja alle sehr sehr geil, aber diese Persiflage auf GTA ist einfach der absolute Burner. Sowas von brillant! Den Abschluss sollen dann aber zwei Schach-Beispiele aus dem letztjährigen dritten Semester bilden. So haben die Studierenden gleich einen kleinen Einblick, was wirklich innerhalb eines Semesters machbar ist. Ich denke, sowohl die Unterwasserszene als auch die eher gewalttätigere Turmkanone sind zwei echt gute Arbeiten zum Herzeigen.
Am Abend hatte ich dann den dritten Videoschnittkurs bei der Arbeiterkammer. Ich habe zuerst mal das ganze Zeugs vom letzten Abend wiederholt, da der ja doch schon wieder einige Tage her ist. Neben dem Animieren der Musiklautstärke haben wir uns hauptsächlich auf die Videoüberblendungen konzentriert. Dabei stand wie immer das große Problem bei ungetrimmten Clips im Vordergrund. Kurzfristig war ich soweit, dass ich mir die Erklärung sparen wollte, weil sie scheinbar eh niemanden wirklich interessierte. Und tatsächlich genügt es unter Umständen, einfach nur die Konsequenzen kurz zu schildern, wenn man ungeschnittene Clips überblenden möchte. Und natürlich die Lösung dazu zu präsentieren, nämlich standardmäßig einfach jeden Clip gleich schon ein bisschen vorne und hinten zu kürzen. Ich habe dann aber doch probiert, die Sache mit einer kleinen Zeichnung auf der Flipchart zu erklären. Das abstrakte Rumgekritzel bringt aber nicht wirklich den Durchblick
Also musste mein seit einiger Zeit gerne verwendeter Papiertrick her. Ich stellte also die Frage, was ich mit dem Blatt Papier machen muss, wenn ich es trimmen möchte. Eine der Teilnehmerinnen hat sofort verstanden, was ich möchte und brachte auch glatt die richtige Antwort. Der Trick ist also, das Papier nicht abzuschneiden, sondern einfach umzufalten. Und nun konnte ich wunderbar zeigen, was Premiere effektiv bei einer Überblendung macht. Bildlich konnte man sich das dann wunderbar vorstellen, da einfach nur die zwei getrimmten Papiere in die Höhe halten und umdrehen musste. So war jedem gleich mal klar, was für Videomaterial das Programm für eine Überblendung nutzt. Uff, war das also wieder mal geschafft. Ich ließ die Leute dann mal recht intensiv im eigenen Tempo herum schnipseln und ging bei Bedarf von PC zu PC. Eigentlich wollte ich wie letztes Mal eine besonders hässliche Version erstellen und diese dann bewerten lassen, doch dafür fehlte diesmal einfach die Zeit. Ich hab stattdessen noch begonnen, Fotos einzubinden. Dabei haben wir Fotos skaliert, verschoben und gedreht. Die ganze Palette. Zudem hatten wir gerade ein wunderbares Beispiel, das regelrecht nach einem animierten Scrollen geschrien hat. Wie das mit der Bewegung funktioniert, sehen wir dann beim nächsten Mal. Ich hoffe, der Spannungsaufbau ist halbwegs gelungen…
Vor Jahr und Tag..
- Datum: 27. Oktober 2008
- Kategorie: Arbeit, Kurse, Arbeit, Unterrichten
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