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Retouche und Ankunft der Wii

27. Juni 2008, 139 Mal gelesen.
 
Dieser Beitrag ist der 1. von 23 in der Serie Spielekonsolen
 

Tja, da komm ich schon wieder nicht zum Recherchieren. Eigentlich hätten wir bis gestern diverse Usability-Themen durchackern und intern präsentieren sollen, was aber insbesondere die Blockveranstaltung unmöglich machte. Jetzt wollte ich das so schnell wie möglich nachholen, schon kommt das nächste Hindernis dazwischen. Für einen aktuellen Auftrag mussten wir einige Tennisschläger retuschieren. Dabei ging es darum, alle Logos und Texte zu entfernen. Ich nutzte dazu mein cooles Wacom-Tablett, das ich leider eh viel zu selten einsetze. Aber für Photoshop-Arbeiten ist es wirklich optimal, wobei ich mit dem Workflow noch gar nicht zurecht komme. Zwischendurch wechselte ich also immer wieder mal zur Maus, versuchte mich dann beim Malen aber wieder mit dem Pen. Besonders lästig waren die Head-Schläger, da die auch auf der Bespannung ein Logo aufgesprüht haben. Wie ekelhaft das sein kann, diese schwarzen Striche auf hauchdünnen Saiten zu entfernen, kann man sich eh vorstellen. Ich habe dabei mehrere Workflows ausprobiert, mit Layermasken, Effekten und Zeugs rum experimentiert, etc. Als brauchbar stellte sich dann aber nur das gute alte Stempelwerkzeug heraus. Hier stellte ich die Align-Option ab und übernahm in sehr kleinen Pinselstrichen die Farbe und Textur eines unangetasteten Saitenabschnitts. Das hat dann zu ganz netten Ergebnissen geführt, die aber wirklich sehr mühsam zu erstellen waren. Andere haben einfach “saubere” Abschnitte rauskopierte und die schwarzen Teile damit überdeckt. Theoretisch auch ein guter Ansatz, auf Grund des leichten Hintergrundverlaufs erkennt man aber doch die Zusammenstückelung. Nun, möglicherweise hätte es so gereicht und ich hätte nicht den ganzen Tag mit dem Scheiß verbracht. Unterbrochen wurde meine Retusche eigentlich nur durch einen spontan Besuch von Philipp von Hellberg, der grad gestern zum Papi wurde. Wir stießen noch fest auf das freudige Ereignis an und leerten die Sektflasche zu dritt. Sowas kann man ja auch nicht jeden Tag feiern ;) Der Arbeitstag war damit dann aber mehr oder weniger gelaufen, kurz vor fünf fuhr ich dann mit dem Zug heim.

Riki erstellt ihren MiiDaheim erwartete mich dann schon die Wii Konsole, die ich am Morgen noch schnell von der Post abholte. Nichts wie Anschließen und ausprobieren! Na, ich hab sogar ganz brav zuerst mal die Bedienungsanleitung im Liegestuhl durchgelesen, was aber nicht wirklich nötig gewesen wäre. Anschließen und Inbetriebnahme waren sowieso super simpel und problemlos. Ein bisschen enttäuschend ist lediglich, dass es kein S-VHS-Kabel für PAL zu geben scheint. So muss ich am Fernseher immer Cinch und S-VHS umstecken. Das TV-Gerät ist nämlich zu blöd, um beide Stecker störungsfrei zu akzeptieren – wird wohl Zeit für einen Beamer ;) Das Registrieren der beiden Fernbedienungen ging eigentlich ebenso leicht von der Hand wie das Einstellen der verschiedenen Optionen. Und schon konnten wir ne Runde zocken. Vorerst haben wir halt nur die Standard-Games “Wii Play” und “Wii Sports”. Wir spielten zuerst mal die Minisammlung, die bei der Remote dabei war. Das Freispielen neuer Minigames ging recht zackig vor sich und so konnten wir das eine oder andere Spiel gleich mehrmals zocken. Besonders witzig finde ich das Laser Hockey und Entenschießen. Innovativ aber auch etwas schwierig ist das Bullenreiten, bei dem man die Wii Remote in die verschiedenen Richtungen neigen muss, um eine Richtung anzugeben. Zudem kann man die Steuerung auch in einer schnellen Bewegung nach oben ziehen, um zu springen. Langanhaltender Spielspaß ist dann aber eher mit der Sportsammlung garantiert. Gerade Tennis, Bowling und Golf machen so richtig Spaß, aber auch Baseball hat deutlich besser als beim ersten Versuch bei Jonny funktioniert. Beim Boxen ist die Steuerung ein wenig träge, aber wenn man richtig ins Schwitzen kommen mag, ist so ein Kampf genau das Richtige. Erschöpft gingen wir dann gegen elf oder zwölf ins Bett.

Vor Jahr und Tag..

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