Zweites Halbfinale daheim
Mit Ausschlafen war dann auch heute nichts, aber zumindest musste ich “erst” um sieben auf. Der Arbeitstag startete gleich mit der Kommission zur Studienaufnahme. Interessanterweise waren wir gerade mal zu sechst, aber viel passierte ohnehin nicht. Diskussionen zum Aufnahmeverfahren hätte es gewiss genug gegeben, aber das war nicht der dafür gedachte Rahmen. Am Vormittag kam ich leider nicht zu viel, die Zeit verflog von selbst. Ich musste sämtliche Semesterarbeiten für Multimodale Systeme ausdrucken und ordnen, was schon ordentlich Zeit beanspruchte. Dann kam auch mal Philipp vorbei und wir plauderten natürlich ein wenig, weil wir uns schon länger nicht mehr gesehen haben. Er erzählte ein wenig vom Nova Rock und ich teilte ihm meine Probleme mit der Bachelorarbeit-Bewertung von Tom mit. Etliche Mails von Heidi wiesen darauf hin, dass bestimmte Probleme wie schlampige Abgabe, ungenaues Layout und solch Dinge auch auf die Note Auswirkungen haben müssen. Leider hat Tom hier wirklich ziemlich geschlampt und auch die praktische Arbeit ist keine glatte 1. Klar, ich weiß, dass die Fehler drum entstanden sind, weil er sich zwei Wochen lang fast Tag und Nacht hinein gekniet hat. Aber letztlich zählt halt das Ergebnis doch mehr als der Weg. Ich erhoffte mir ein paar Hinweise durch das Ansehen der anderen Arbeiten des Semesters. Edith hat mir ein paar besonders lausige Exemplare gezeigt und ließ mich dann selbst ein bisschen schmökern. Ein paar Abgaben sind auch sehr hübsch geworden, ich gehe aber mal davon aus, dass es sich dabei um reine Printarbeit handelt, ohne dass eine praktische Arbeit entstanden wäre. Ich habe dann noch ziemlich lange mit Edith geplaudert. Über die Arbeiten, die Benotung und die ganzen Probleme an der FH. Jetzt muss ich mich jedenfalls bis morgen für eine Note entscheiden.
Kurz vor vier ging ich dann noch rüber in die Sägerstraße, wo Gunther Rothfuß zu seinem offiziellen Einstand einlud. Ich war eh schon ein bisschen spät dran, aber zum Futtern gab es ja genug. Echt bombastisch, was er und Heidi da aufgetischt haben. Geniale kleine Leckerlis und viele verschiedene Torten. Hier konnte man vor lauter Auswahl gar nicht alles probieren
Ich setzte mich dann mal gemütlich raus auf die Couch. Ja, eigentlich hätte ich massiven Stress mit der Benotung der Arbeiten, aber diese kleine Social halbe Stunde musste halt sein. Dann kam noch von Guido die Bitte, bis Montag vier Fotos zu retuschieren. Dabei gilt es bei Tennisschlägern sämtliche Logos und Schriftzüge raus zu löschen. Dies ist gar nicht mal so einfach, weil die Schrift immer auf kurvigen Flächen aus komplex reflektierendem Material angebracht ist. Mehr als zwei Bilder habe ich dann nicht geschafft, um halb sieben zog ich schließlich zum Zug. Ein bisschen was hab ich Gott sei Dank noch mit den MMS-Konzepten machen können, aber morgen werde ich hier auch noch viel Zeit investieren müssen.
Daheim stellten wir zuerst mal unsere Pflanzen und Gartenmöbel auf die endlich wieder fertige Terrasse. Juhu, jetzt können wir für das EM-Finale wie geplant ein paar Leute einladen. Hoffentlich spielt auch das Wetter mit, Zusagen haben wir mal schon einige. Schließlich bereite ich mir noch ein paar leckere Brote zu und sah mir dann mit Riki das zweite Halbfinale an: Russland gegen Spanien. Ich war ja von Beginn an für die zweiteren, weil ich ja auf sie gewettet habe. Die Russen haben die letzten Spiele schon aufgegeigt, aber die Spanier ebenfalls. So wurde es auch ein recht niveauvolles Spiel, wobei in der ersten Halbzeit die richtigen Chancen ziemlich rar waren. Gesamt gab es wohl drei Torschüsse und ein paar interessante Szenen, mehr aber nicht. Die Russen haben sich nach den ersten zehn Minuten gut auf die Gegner eingestellt und hatten knapp mehr Spielanteile, aber im Endeffekt war es ne ausgeglichene Sache. In der zweiten Halbzeit hingegen geigten die Spanier plötzlich auf. Es ging gleich volle Kanne mit der 1:0-Führung los. Anstatt die Russen dann Druck gemacht hätten, spielten die Spanier weiterhin offensiv und schnürten die Russen regelrecht ein. Echt krass, wie nun die Russen an die Wand gespielt wurden und glatt noch zwei weitere Gegentore kassierten. Die Tore waren wirklich schön und wenn man die beiden Halbfinalspiele vergleicht müsste Spanien ganz klar den Titel holen. Aber wir werden ja sehen
Jedenfalls haben wir ein paar Leute zum Finalegucken auf unserer nun wieder brauchbaren Terrasse eingeladen, wird sicher lustig.
Vor Jahr und Tag..
- Vorträge, Conference Dinner - 2007
- Wieder Arbeitstag - 2006
- Datum: 26. Juni 2008
- Kategorie: Arbeit, Sportliches
- Wortanzahl: 712 Wörter