Arbeitswut
Ich habe mich heute an der FH schon recht viel mit meiner Visualisierung auseinandergesetzt. Kurz überlegte ich, ob ich das nicht zuhause machen soll, aber ich fuhr dann doch nach Dornbirn. Ursprünglich dachte ich, ist der Workflow dort einfach optimierter: Ich kann ein paar Einstellungen machen und diese dann gleich am Cluster proberendern und diese schnellen Renderings auch gleich wieder herunterladen und auf Fehler testen. Soweit kam ich aber zugegebenermaßen gar nicht
Im Endeffekt hatte ich so oder so schon genug zu tun und eine Kleinigkeit hielt mich dann doch auch noch ne Weile auf: Phil hat entdeckt, dass die Videos, die er aus After Effects mit dem H264-Codec rausgespielt hatte, völlig matt und farblos wirken. Er hat mir den Vergleich gezeigt und tatsächlich ist die H264-Geschichte unter aller Sau. Zwar keine Artefakte und kleine Dateigrößen, aber bildmäßig große Abstriche. Wir hatten den Codec damals bei der ersten Abgabe aufgrund der letzten zwei Punkte als unseren Helden erkoren. Meinen Eintrag zu den verschiedenen Videocodecs musste ich dann aber blitzschnell korrigieren. Zuerst aber wollte ich selbst noch ein paar Tests machen und eine Sequenz von mir neu hinaus spielen. Natürlich mit dem gleichen miesen Ergebnis. Äußerst interessant war aber, dass das Konvertieren einer Bildsequenz in Quicktime Pro wunderbare Ergebnisse liefert. Also schien zunächst After Effects der Bösewicht zu sein. Weitere Tests widerlegten dies aber, denn auch das KOnvertieren einer sauberen unkomprimierten Quicktimedatei in Quicktime Pro bringt nur flaue Bilder. Es gibt somit zwei Lösungsansätze: a) komplett auf H264 verzichten und stattdessen auf MPEG4 zurückgreifen. b) aus dem Compositingprogramm Bildsequenzn rausrendern und diese dann über Quicktime Pro in ein H264-mov packen. So viel mal zu dieser neuen Erkenntnis, die die Welt bewegt *g* Ich kam dann also mit meiner Computeranimation nicht ganz so weit wie ich wollte und nahm das File mal sicherheitshalber auf dem USB-Stick mit.
Daheim setzte ich mich auch glatt nach ner Entspannungs- und Futterphase an meine Maya-Szene. Letztlich blieb ich recht hartnäckig dran und arbeitete grad nochmals an die sechs Stunden. Leider lief nicht alles so nach Plan und ich musste immer wieder an einigen Stellen massiv tweaken. Diverse Abänderungswünsche führten auch dazu, dass ich noch eine Einstellung hinzufügen muss, wobei hier die Kamerafahrt eine ziemliche Herausforderung darstellte, die ich auch noch nicht komplett meistern konnte. Ich hasse bei Animationen nichts mehr als komisch anmutende Kamerabewegungen und versuche daher sowas mit allen Mitteln zu vermeiden. Gewisse Probleme machte mir auch die Simulation von fließendem Wasser. Mein Ansatz mit einer bewegten Textur und entsprechend angepassten UVs gefiel mir ja eigentlich ganz gut. Und mit der entsprechenden Bumpstärke wirkte die Schose ansatzweise wie ein Wasserfilm. Allerdings nur dann, wenn das Licht entsprechend den Bumpeffekt erzeugte. Dabei wurde das neue Problem generiert, dass die Geometrie teilweise gut aussah und teilweise völlig überstrahlt war. Das Lightsetup kostete mich also nicht nur viel Nerven, sondern auch viel Zeit und ist erst recht noch nicht wirklich fertig. Als weitere Herausforderung stellte sich das Anpassen der Farben an. Ich habe im Prinzip fünf verschiedene Elemente, die die gleiche Flüssigkeit darstellen sollen. Zum einen ist das ein Wasserfilm auf grauem Stoff, zum anderen sind das herab fallende Partikel, Flüssigkeiten in Rohren, Wasserbewegungen auf dem Stoff und zu guter letzt die Flüssigkeit selbst, in der sich der Stoff bewegt. Irgendwie hab ich das noch nicht zur vollen Zufriedenheit hinbekommen, da werde ich mich dann bald mal dahinterklemmen. Immerhin kam ich dann gegen halb zwei mal dazu, die Renderaufträge auf den Cluster zu schicken. Bizarrerweise kam es beim Occlusion Layer gleich mal zu Abbrüchen, keine Ahnung warum. Aber dieses Problem werde ich so lösen, dass ich einfach eine eigene Occlusiondatei speichere, wo ich Partikel und alle Shader rauskicke.
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- Datum: 26. Mai 2008
- Kategorie: Arbeit, 3D, Medien, Offlinemedien
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