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Lernvideo und NHL-Session

25. August 2008, 91 Mal gelesen.
 

Heute war dann wieder mal Arbeit angesagt. An der FH ist zwar überall noch ein bisschen Urlaubsstimmung, aber so hat man wenigstens auch seine Ruhe. Nun, nach eineinhalb Wochen Abstinenz gibt’s trotz Urlaubszeit immer einige administratorische Dinge zu erledigen. Weiters versuche ich derzeit intensiv bei neuen Entwicklungen am Ball zu bleiben und informiere mich über diverse RSS-Feeds regelmäßig über neue Web-Tools, e-learning-Applikationen, etc. Bei letzterem muss ich allerdings sagen, dass ich kaum motiviert bin, von meinem Moodle abzukommen. Ich erachte es als nicht besonders sinnvoll, viele verschiedene Tools anzufassen, sondern möchte doch lieber auf eine Gesamtplattform fokussieren. Und Moodle bietet hier ja eh schon alles. Klar könnte man noch ein paar interessante Dinge einbinden, im Großen und Ganzen passt das aber so glaub ich. Ich habe jedenfalls beschlossen, im Zuge meiner e-learning-Bemühungen im kommenden Semester va. bei den 3D-Grundlagen wieder mehr auf elektronischen Support zu setzen. So möchte ich die Seminare nicht nur durch ein Forum begleiten, sondern ich hab mir auch eingebildet, kleine Lernvideos online zu stellen und irgendwie geschickt zu implementieren. Aus diesem Grund habe ich mich nochmals intensiv auf die Suche nach einer geeigneten Software gemacht. Vor einigen Wochen hatte ich bereits einen Blick auf Jing geworfen, das eigentlich schon ganz okay war. Aber leider handelt es sich bei dem Tool halt doch nur um ein stinknormales Screencapture-Tool im Videoformat. Besonderheit ist lediglich die Integration in soziale Netzwerke, die aber nur limitiert gratis nutzbar sind. Ich hatte mal ein paar Tests gemacht, hatte aber das Verlangen nach mehr Features. So sollte auf dem Bildschirm automatisch angezeigt werden, welche Taste ich gerade drücke. Klicke ich auf die Maus, möchte ich einen entsprechenden visuellen Eye-Catcher an dieser Stelle haben und auch die Info eingeblendet bekommen, welche Maustaste ich nun gerade drücke. Soetwas scheint aber einfach nirgends zu geben. Es gibt zwar gar nicht mal so billige Utils, die explizit für e-learning angepriesen werden, solche Features konnte ich aber auch dort nicht entdecken.

Immer wieder erwähnt wird in diesem Zusammenhang das Tool Wink. Das Teil ist Freeware und hat doch einen ganz interessanten Ansatz. Zu Beginn war das Frame-basierte Aufzeichnen des Screens zwar eher abschreckend, nach ein paar Tests bin ich aber restlos begeistert. Zwar gibt es auch hier keine automatische Anzeige von gedrückten Knöpfen oder Maustasten, dafür ist das Ergebnis deutlich mehr als nur ein Lernvideo. Man muss in diesem Bereich vermutlich ohnehin unterscheiden. Wenn ich mal verschiedene Videos von Gnomon oder Alias zu Maya ansehe, gibt es dort zwei verschiedene Arten, an ein Lernvideo heranzugehen. Als besonders nervig erachtete ich immer die Arbeit von Alex Alvarez bei Gnomon. Der Typ ist zwar super sympathisch und hat mächtig was auf dem Kasten, zeichnet aber zu 20% unnötigen Kram auf. Entweder baut er eine Szene komplett neu auf und zeigt dabei aber Arbeitsschritte, die nichts mit dem Thema zu tun haben, oder er wiederholt sich ständig. Das kann auf Dauer nerven, wenn also der komplette Arbeitsprozess 1:1 aufgezeichnet wird. Cuts gab es dort nur sehr selten und selbst irgendwelche Bedienfehler wurden mit aufgenommen. Das hat natürlich unter Umständen auch seine Existenzberechtigung, weil dem User schließlich ähnliche Fehler unterlaufen könnten und er dann schon Bescheid weiß, was zu tun ist. Andererseits verschwendet es aber auch Zeit. Das andere Extrem, das mir in diesem Bereich untergekommen ist, sind die wenigen Videos von Kollektiv wie beispielsweise das zu Dynamics. Nicht nur, dass das Thema an sich schon eine schwere Kost ist, der Präsentator gibt auch noch so richtig extrem Gas. Hier gibt’s die geballte Ladung Wissen, ohne eine Sekunde für was Nebensächliches zu verschwenden. Die Prämisse lautet: die DVD ermöglicht es ja, bestimmte Teile immer wieder anzusehen, so ist es nicht nötig, alles beim ersten Mal zu verstehen. Auch ein Ansatz, ehrlich gestanden aber doch nur für den extrem lernwilligen Hardcore-User. Einem handelsüblichen Studenten müsste man das Zeugs jedenfalls nicht vorsetzen wollen. Nun, neben diesen zwei Extremen gibt es auf dem Markt natürlich auch eine Menge sauber getimete Lernvideos, die dennoch das Problem haben, dass man bestimmte Details übersehen könnte und ein direktes Nachmachen kaum möglich ist. Und hier greigt eben Wink ein. Hierbei handelt es sich um ein interaktives Flashmovie. Wie bereits erwähnt, arbeitet das Programm auf Basis von Frames. Drückt man eine Taste, wird ein neuer Frame angelegt, ab und zu auch mal dazwischen. Hinterher kann man nun jeden einzelnen Frame bearbeiten oder auch löschen. Hat man sich mal verklickt, braucht das niemand mitzubekommen, da man diese Aktion einfach im Nachhinein rauslöschen kann. Das reduziert das Lernvideo natürlich auf das Wesentliche, ohne dass man sich während der Aufzeichnung zu viele Gedanken machen oder sogar immer wieder von vorne starten müsste. Der eigentliche Trick liegt nun darin, dass man bei jedem Frame das Movie anhalten lassen kann, indem man entsprechende Steuerelemente einsetzt. Was rauskommt, ist eine Mischung aus Powerpoint und DVD – der User bestimmt das Tempo also großteils selbst und hat immer genügend Zeit, die Handlungen auf dem Bildschirm auf sich wirken zu lassen. Das Angenehme für den Ersteller eines solchen Videos sind die verschiedenen Tools, die man einsetzen kann. So lassen sich neben den Steuerelementen, die im Übrigen beliebig anpassbar sind, auch Textfelder, Pfeile und Symbole einfügen. Fantastisch wäre es natürlich, wenn gewisse Elemente automatisch eingefügt würden, wie beispielsweise die gerade gedrückte Taste. Aber immerhin lässt sich das hinterher recht einfach managen, ohne dass man groß auf Video-Editing zurück greifen müsste.

NHL 08 SessionNach der Arbeit warf ich mir daheim noch schnell ne Pizza rein. Viel Zeit blieb mir aber nicht, weil gegen halb acht bereits Mike auftauchte. Riki hat diese Woche Spätdienst und das nutzten wir, um wieder mal NHL zu spielen. Zuerst setzten wir uns allerdings mal gemütlich auf die noch sonnige Terrasse, um die letzten Sonnenstrahlen des heutigen Tages zu genießen. Danach spielten wir wie gewohnt ein paar aktuelle Lieder von neu erschienenen Alben ab. Die neue Slipknot-CD wusste dabei besonders zu gefallen, die rockt echt ganz schön ordentlich. Nicht vorenthalten wollte ich ihm die genialen Coverversionen von Richard Cheese. Der Typ ist echt crazy! Er covert allerhand Pop-, Metal- und TV-Songs in seinem unverkennbaren Swing/Jazz-Stil. Man muss das einfach gehört haben, es ist unpackbar. So erklingen zu den “explicit lyrics” beispielsweise eines Slipknot-Songs in zartester Jazz-Manier samt Saxophon, Trompete und Co. Draufgekommen bin ich durch das Sickness-Video auf Moviestorm, das eigentlich per se auch ganz kultig ist. Nachdem wir also über diese Neuinterpretationen gestaunt hatten, legten wir mit der Zockerei los. In zwei Wochen erscheint eh schon die neue Version und bald kommt auch ein Eishockeyspiel für die Wii auf den Markt. Es wird also ziemlich das letzte Mal gewesen sein, dass NHL 08 seinen Weg in den PC gefunden hat. Und das nutzten wir entsprechend aus, indem wir bis Mitternacht an die 10 Matches spielten. Dabei waren die meisten ziemlich ausgeglichen. Gaben wir uns anfangs noch im Medium-Modus die Mega-Kante mit 10:7 oder ähnlichen Ergebnissen, wurde es dann im Difficult-Level ein wenig torärmer. In die Verlängerung mussten wir diesmal nur ein Mal, die anderen Spiele gingen öfters so mit zwei Toren Unterschied zu Ende. Mike konnte dabei doch ein paar mehr für sich entscheiden, aber letztlich war es eine recht ausgeglichene Sache. Zumindest blieb mir diesmal die sonst fast übliche zweistellige Klatsche erspart *lol* Nachdem Mike heim gegangen war, beschäftigte ich mich trotz der fortgeschrittenen Zeit noch mit meiner neuen foobar-Konfiguration. Es hat ne Weile gedauert, bis ich den Aufbau kapiert habe, letztlich habe ich aber mal meine ersten beiden Anpassungen erfolgreich umgesetzt. Hier werde ich jedenfalls noch dran bleiben, da ich doch einige Plugins habe, die ich integrieren möchte. Das ist ja alles so herrlich möglich, da denke ich mit einem dicken Grinser an die Probleme mit Winamp zurück ;)

Vor Jahr und Tag..

 
 

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