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Master(mind)

24. Oktober 2008, 19 Mal gelesen.
 

Heute Vormittag waren wieder die Master an der Reihe. Irgendwie muss man leider sagen, funktioniert das Konzept der Berufsbegleitung nicht wirklich. Die Studs sind einfach massiv mit der Arbeit eingespannt, sodass man nie alle zusammen bringt. Bisher war das eh aber eh kein Fehler, da wir mit allen vermutlich gar nicht durch gekommen wären. Bis zur ersten Pause sahen wir uns die fortgeschrittenen Konzepte von zwei Studenten an, danach besprachen wir noch ein weiteres. Sofern uns die Zeit kein Schnippchen schlägt, wird diesmal das Endprodukt ein wirklicher Knüller. Wie schon mal erwähnt sollte ja jeder einen Charakter für die Herzblatt-Show erstellen und dann entsprechend die Herzensdame mehr oder weniger von sich überzeugen. Neben einem Cartoon Character gibt es nun statt der Ratte ein Waschbären ähnliches Getier, dann eben den Troll und schließlich auch eine Wasserpfeife. Der letzte Character bietet dabei besonders viel Potenzial für Special Effects und könnte unter Umständen wirklich verdammt viel hergeben. Jetzt haben wir jedenfalls vier völlig unterschiedliche Charaktere, die auch halbwegs gut aufeinander abgestimmt sind. So sind mal die besten Voraussetzungen für einen kleinen Knüllerfilm geschaffen, auf den ich echt schon gespannt bin. Christian, der bisher für k-effects ziemlich kultige Animation erstellt hatte, zeigte uns dann seine Herangehensweise an einen Character-Kopf. Extrem überrascht hat mich dabei, dass er auf die Topologie eines menschlichen Kopfes ziemlich geschissen hat. Ob auf diese Art ein naturgetreues Menschenabbild zu erzeugen ist, wage ich mal zu bezweifeln, aber für die derzeit konzipierten Charaktere ist der Ansatz gewiss ziemlich genial, weil simpel. Er ging von einem normalen Cube aus und unterteilte diesen dann nur ganz gering. Die Punkte wurden dann verschoben, um mal die Grundform des Kopfes zu definieren. Ist dieser Schritt erledigt, werden neue Edgeloops eingesetzt und auch sofort in die richtige Form gebracht. Dann geht es schon recht bald an die Details Auge, Nase, Mund, wobei hier nach dem gleichen Prinzip gearbeitet wird: zuerst nur die nötigsten Unterteilungen erstellen, diese optimal formen und dann erst weiter ins Detail gehen. So entstehen dann doch auch um das Auge und den Mund entsprechende Loops, die für Cartoon-ähnliche Animationen wohl völlig ausreichen. Fünfseitige Polys stellen dabei ebenso wie dreiseitige kein wirkliches Problem dar. Der Vorteil dieser Herangehensweise ist ebend dieses stufenmäßige Detaillieren. Ich hatte für meinen 3D-Kopf, den ich vor ein paar Jahren erstellt habe, viel mehr auf Details und perfekte Animierbarkeit geachtet. Dabei ging ich va. auch auf die geniale Arbeit von Matt Birkett-Smith ein, das ich Gott sei Dank wieder zum Downloaden gefunden habe. Diese Arbeit ist echt bombastisch und geht sehr detailliert auf menschliche Topologie, perfekte Polyflows und passende Texturierung ein. Wer High-Res Köpfe erstellen möchte, sollte sich unbedingt an die Hinweise halten, ansonsten sollte man wohl mal die oben beschriebene Herangehensweise ausprobieren.

Am Nachmittag half ich Megi und Sabahat noch ein klein bisschen beim Ausarbeiten einer Paper-Einreichung für das FFH und eine andere Konferenz. Hierbei soll es um die Nachstellung einer konkreten Arbeitssituation mittels Avataren gehen. Die technischen Grundlagen hatten wir vor einer Woche schon mit dem Informatiker kurz besprochen, diese galt es heute aber nochmals neu aufzurollen. Anschließend kam noch Ludi zu mir ins Labor und wir bastelten schnell ein 3D-Modell des Spiels Mastermind zusammen. Er möchte damit eine Anwendung für das iPhone programmieren, was im Übrigen eine ziemlich coole Sache werden könnte. Innerhalb einer Stunde hatten wir dann das ohne recht simple, nur mittels Booleans und Bevel erstellte Objekt fertig gestellt. Ich konnte dann mit ihm heimfahren. Hab dann gleich noch was eingekauft und mir was zu essen gemacht. Der Abend ging dann für diverse Dinge drauf. Es war wieder mal furchtbar, wie schnell die Zeit verflog, ohne wirklich konkrete Sachen erstellt zu haben. Dabei muss ich ja dringend an der Clownfish-Webseite und der 3D-Vorlesung arbeiten. Tja.. irgendwie blieb ich dann wieder an einem interessanten Anti-9/11 Verschwörungstheorievideo hängen ;) Und natürlich an Youtube und meinem Blog. Gegen elf kam dann Riki aus Linz zurück und hatte auch noch einiges zu erzählen. Ins Bett ging ich dann aber doch ziemlich spät.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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