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Abendessen mit Märre

23. Mai 2008, 113 Mal gelesen.
 

Ich hab mir am heutigen Fenstertag mal dezent frei genommen und die Zeit ordentlich verschwendet. Echt erbärmlich, wie schnell der Tag verging, ohne dass ich auch nur irgendwas Großes geleistet hätte. Eigentlich sollte ich ja den Beitrag für Leisis Hochzeit vorbereiten, wobei ich mir nicht mehr ganz sicher bin, ob wir das überhaupt machen sollen. Naja, mal sehen. Stattdessen hab ich jedenfalls im Internet rumgenuppelt und das eine oder andere Pokerturnier angerissen. Auf PKR haben sie nun einen ganz coolen Auszahlungsmodus: kommt man unter die ersten fünf, verdoppelt man. Das kommt mir eigentlich ganz gelegen, da ich sowieso immer recht tight spiele und so theoretisch locker fünf Leute überleben sollte. Soviel zur Theorie – vermutlich hätte ich doch mehr folden sollen, aber irgendwie spielten alle ziemlich zurückhaltend, zumindest sobald zwei Leute draußen waren. Durch die steigenden Blinds ist man dann halt doch irgendwann mal dazu gezwungen, in Aktion zu treten. Und wenn dann die beste Hand für mich A♠-J♥ ist, muss ich halt riskieren. Dass man dann grad in Q♠-Q♦ läuft ist eh klar. Zumindest lief es im anderen Turnier ein wenig besser, obwohl ich hier auch nicht gerade mein A-Game spielte. Naja, mal sehen, was sich hier noch so tut. Jedenfalls bestätigt sich wieder mal meine alte Meinung: im Poker konstant gewinnen geht nur, wenn man entsprechend oft spielt. Ich habe in den letzten Monaten nur ab und zu gezockt und auch mal Heads-Ups um höhere Einsätze. Und da ist dann das Geld blitzschnell dahin, wenn’s mal nicht so ganz läuft. Auch heute hätte ich wieder die Krise bekommen können: Meine Kings werden von Damen geknackt und mit A♣-Q♥ treffe ich im Heads-Up auf zwei Assen. Sehr lustige Sache und mein Gewinn von den ersten Monaten ist schon dahin. Das Pokerjahr ist somit leider alles andere als großartig, aber immerhin kann ich noch am Gewinn des letzten Jahres zehren. Auf PKR gibt es nun ein neues Spiel namens “Deal or No Deal”. Hier wird eine Fernsehshow nachgeahmt, bei der man zuerst eine von 30 Boxen wählen muss und dann Schritt für Schritt andere Boxen eliminieren muss. Dabei geht es darum, möglichst niedrige Preise auszuschalten, damit die Chance auf den größeren Gewinn höher ist. Das ist aber reine Glücksache. Bekommt man kalte Füße, kann man auch das Zwischenangebot annehmen. Das hab ich auch zwei Mal gemacht, weil ich so doch immerhin den Einsatz verdoppeln konnte. Dann wird aber gehässigerweise die Box, die man vor sich stehen hat, geöffnet, um zu sehen, wie viel man gewonnen hätte, hätte man bis zu Ende gespielt. Natürlich hätte ich zwei Mal einen Volltreffer gelandet und 200$ gewonnen. Super Sache, ihr Ratten! Glücksspiel macht echt keinen Spaß :(

Hoernlingen mit MärreAm Abend fuhr ich dann mit Riki nach Rankweil, wo wir mit Märre und Sandra zum Abendessen verabredet waren. Zwar waren wir grad gestern auswärtig essen, aber was soll’s. Gestern bestellte ich mir im Da Yang ein Thai-Gericht, das aber auch nicht grad klassisch war. Sowas hab ich jedenfalls noch nie gesehen und wenn doch, hätte ich es nicht bestellt. Ausgesehen hatte es wie Würmer auf alten Schuhsohlen. Die Glasnudeln mit Tofu sahen aber Gott sei Dank nur so übel aus, schmeckten hingegen vorzüglich. Heute ging’s in den Hörnlingen, wo überraschend wenig los war. Grund für unser gemeinsames Essen war eigentlich meine Hilfe vor fast einem Jahr für eine Hochzeitseinlage. Märre wollte sich hierfür revanchieren und letztlich gab es auch noch einen anderen grad passenden Anlass: die Verkündigung der eigenen Hochzeit. Jawoll – die zwei lassen sich auch nicht besonders viel Zeit, immerhin kündigt sich auch schon Nachwuchs an. Jetzt ham wir also die offizielle Einladung für die Feier in einem Monat bekommen. Ein Polterabend wir natürlich auch noch eingeschoben, wobei ich befürchte, dass ich der einzige der alten Garde sein werde. Für Hase, Simon und Filipe wird es gewiss zu spontan das Ganze. Na, wir werden ja mal sehen. Jedenfalls saßen wir über vier Stunden gemütlich zusammen und redeten über die kommenden Ereignisse und kurzfristig natürlich auch über alte Zeiten bzw. alte Schulkollegen. Das Essen war nebenbei auch nicht schlecht, wobei die Nachspeise schon ein kleiner Reinfall war: als Topfenterrine getarnter geeister Brotaufstrich in Joghurtsoße quasi, sehr gewöhnungsbedürftig. Nach einer weiteren Getränkerunde verließen wir dann kurz vor Mitternacht das Restaurant und fuhren heim. Eigentlich hätten Riki und ich noch in die Stadt wollen, um Bernd bei seinem großen Filmdreh zu beobachten, aber dafür waren wir dann wohl zu spät. In dem Fall sind wir umso gespannter auf das Endergebnis ;)

Vor Jahr und Tag..

 
 

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