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Uncharted 2 – Among Thieves

23. Januar 2010, 30 Mal gelesen.
 
Dieser Beitrag ist der 22. von 23 in der Serie Spielekonsolen
 

Am gestrigen Freitag hatte ich sturmfrei, was ich dazu ausnutzte, wieder mal meine PS3 anzuwerfen. Ich habe mir in letzter Zeit wieder mal ein, zwei sehr feine billige Spiele gekauft wie zB Red Faction Guerrilla oder Ghost Recon 2. Beide sollten vor allem zu zweit besonders viel Spaß machen, ich bin schon gespannt. Heute landete jedenfalls Uncharted 2: Among Thieves im Laufwerk. Leider habe ich den ersten Teil nie gespielt. Die Platinum Edition kostet auch in England noch 17 Euro, was mir für einen solch alten Titel definitiv zu teuer ist. Ich befürchte jetzt halt auch, dass ich den ersten Teil auch nicht ganz würdigen könnte, nachdem ich den zweiten gesehen habe. Denn in den zwei Jahren hat sich wohl extrem viel getan, alleine was die Grafik angeht. Von Uncharted 2 hatte ich ja schon einige Reviews gesehen und generell wird das Game in den Himmel gelobt und von fast allen Kritikern als Spiel des Jahres 2009 gesehen. X-Play, deren Video Podcasts ich seit einiger Zeit sehr gerne verfolge, meint sogar, das für die PS3 exklusive Spiel wäre sogar alleine Grund genug für den Kauf der Konsole ;) Insofern waren meine Erwartungen entsprechend hoch. Und sie wurden bis auf die paar Szenen zu Beginn des Spiels auch absolut erfüllt. Uncharted 2 ist definitiv ein cineastisches Erlebnis. Die Spielsequenzen werden immer wieder praktisch unmerklich mit Cut Scenes verwoben, wodurch der Spieler in eine lückenlose, packende Story eintaucht. Zugegebenermaßen haben mich gerade anfangs die vielen nicht-aktiven Sequenzen ziemlich gestört. Obwohl ich voll auf 3D Animationen stehe, war ich nie ein großer Freund von Cut Scenes. Oft stören sie einfach den Spielfluss zu sehr und so fühlte ich mich auch bei Uncharted zu Beginn immer wieder ausgebremst.

Uncharted 2Die Film-ähnliche Kameraführung schafft zwar gleich von Beginn an ein tolles visuelles Erlebnis, erschwert aber die Steuerung zumindest anfangs ungemein. Schließlich ändert sich die Richtung, in die der Hauptcharakter gesteuert werden soll ständig und man kennt sich eigentlich nicht mehr richtig aus. Da man im Spiel dann aber die Kamera selbst manipulieren kann und alles nur Gewohnheitssache ist, stellt das alles bald kein wirkliches Problem mehr dar. Das erste Level war also für mich etwas irritierend. Die Story nimmt dann aber so richtig ihren Lauf und man ist mittendrin statt nur dabei. Die Charaktere, die Inszenierung, die Grafik, das Leveldesign, die Knobeleien, das Shoot&Cover-System, die Abwechslung, die Story – absoluter Wahnsinn! Das Action Adventure-Genre wird zwar nicht neu erfunden, aber bis zur Perfektion zelebriert. Nach sieben Stunden hatte ich elf Levels durchgespielt und ich freue mich bereits auf die restlichen Herausforderungen, denen ich mich womöglich schon am Sonntag Abend stellen werde. Gesamt hat das Spiel 26 Level und da ich so also schon fast die Hälfte durch habe, gibt’s auch gleich schon ein Fazit. Interessant wäre auch noch der Multiplayer-Modus. Das Spiel wäre ja eigentlich prädestiniert für einen Offline-Coop-Mode, leider kann man das Game aber nur online zocken. Und, noch trauriger, nicht mal die Kampagne *sniff*

Uncharted 2 Among Thieves (PS3)

PositivesNegatives
sensationelle Inszenierung
geniale Symbiose von Schießen, Klettern und Knobeln
kein Splitscreen, keine Coop-Kampagne
gewöhnungsbedürftige Kamerasteuerung
Gesamturteil: atmosphärisch dichtes Action-Adventure, das in allen Bereichen neue Maßstäbe setzt
Wertung
97%

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