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Tennis und Pokern

22. August 2008, 23 Mal gelesen.
 

TennisIn einem kleinen Wahnsinnsanfall hatte ich gestern Abend mit July vereinbart, heute Vormittag Tennis zu spielen. Oh, wie sportlich ich doch bin. Um halb neun rief mich Mum an, dass es mit der Platzreservierung geklappt hat und wir ab 10:00 Uhr spielen können. Ich musste zuerst daheim noch mein Equipment holen und radelte dann mit July zum Klien-Platz. Mein letztes Mal am Tennisplatz ist auch schon ne Weile her. Irgendwie schon ziemlich schade, da der Sport schon was taugt. In der Jugendzeit spielte ich ja sogar mal in der Herrenliga, allerdings nicht übermäßig erfolgreich. Ich hatte eigentlich immer das Problem, dass ich zwar kraftvoll und gezielt schlage, aber sehr viele dieser riskanten und aggressiven Schläge im Netz oder knapp im Aus landeten. Während der FH-Zeit hatte ich mit Dad ein Abo in der Halle und blieb so zumindest ein bisschen in Schwung. Schade, dass wir diese Sache nach wenigen Jahren verletzungsbedingt aufgeben mussten. In den letzten Jahren beschränkte sich meine Präsenz auf dem Tennisplatz auf 3, 4 Spaß-Turniere, in denen ich teilweise schlichtweg katastrophal spielte. Es war irgendwie echt peinlich, aber bitte. In einer Saison wär’s dann aber noch recht gut gelaufen, ich verfolgte die Sache aber doch zu wenig konsequent, um wieder an die Leistung von damals anzuschließen. Und beim Tennis ist die Übung doch ziemlich entscheidend. Das hatte ich auch heute zu spüren bekommen. So stellte zwar wie die letzten Male meine beidhändige Rückhand kein Problem dar, die Schläge mit der Vorhand landeten teils aber meterweise im Aus. Dabei habe ich eh nie richtig durchgezogen. Aber genau das ist bei mir so das Problem. Entweder ich ziehe richtig durch und treffe zumindest den Ball ordentlich oder ich spiele den Ball leicht und würge den gelben Filz irgendwie übers Netz und manchmal eben viel zu weit. Gott sei Dank hat sich das dann aber im Laufe des Einspielens ein bisschen gelegt und konnte zumindest großteils den Ball halbwegs platziert zu July rüber spielen. Als wir dann ein Match starteten, musste ich “so wie Mum” spielen. Aber selbst das leichte Hin und Her reichte dann für einen klaren Sieg *bäh* Aber Hauptsache, wir hatten ein bisschen Bewegung bei richtig schönem Wetter.

Nach dem Duschen daheim musste ich eh schon wieder weiter. Ich traf mich heute mit Thomas aus Innsbruck beim Dogana, um noch über die Arbeiten unseres gemeinsamen Unterrichts zu besprechen. Es hat ne ganze Weile gedauert, bis wir dann wirklich mal zu diesen Projekten gekommen sind, da wir vorher noch diverse andere Neuigkeiten austauschten. Nebenher genoss ich echt leckere Spinatknödel im Rahmen des Mittagsmenüs. Thomas hatte zu den verschiedenen Second Life Arbeiten kurze, prägnante Anmerkungen festgehalten, die wir kurz durchgingen. Im Endeffekt versuchte er die Sache doch ziemlich diplomatisch zu betrachten, kritisierte und lobte die Arbeiten aber ziemlich ähnlich wie Megi und ich. Besonders angetan war auch er natürlich von den praktisch orientierten Arbeiten, besonders zum Thema Leitsysteme. Ne gute Stunde später trennten sich unsere Wege wieder und ich radelte nach Hause. Das Wetter verschlechterte sich leider konstant. So sonnig es noch beim Tennis war und so angenehm vorhin auf der Terrasse vom Dogana, so wolkig und kühl wurde es nun nachmittags.

Ich nutzte die Witterung daher zum Pokern. Genauer gesagt nahm ich einen neuen Bonus in Angriff. Über Pokersavvy kann man bei Hollywoodpoker immerhin 90$ einstreichen, ohne viel dafür machen zu müssen. Auch das eigene Bonusangebot des Anbieters ist gar nicht mal so schlecht und scheint recht gut zu clearen zu sein. Den Affiliate-Bonus habe ich heute jedenfalls schon mal erspielt. Wenn ich die nächste Zeit brav auf der Plattform bleibe, werde ich mir definitiv auch noch den einen oder anderen Bonus-Hunderter erspielen. Ist auch leider dringend notwendig, da heute meine Disziplin wieder mal überl ausließ. So zockte ich doch wieder einige Heads-Ups in höheren Levels, was bei meiner Bankroll einfach nicht hinhaut. Ich muss sagen, im Großen und Ganzen habe ich gar kein schlechtes Gefühl, wenn es um höhere Beträge geht. Ich bin hochmotiviert und -konzentriert und treffe oft die richtige Entscheidung. Ein Two-Pair vs. Two-Pair kann aber doch immer wieder passieren und so gab’s ein übles Loch in mein Guthaben. Verdammt, warum ich einfach nicht mal die Finger davon lassen kann. Ich habe mir irgendwie einfach in den Kopf gesetzt, so lange Heads-Up zu trainieren, bis ich wirklich im positiven Bereich bin. Das riesige Problem dabei ist allerdings, dass ich mir selbst ins Fleisch schneide, indem ich den Buy-In ständig wechsle. Dabei muss ich klar deklarieren, dass es bei 10$-Buy-Ins nur selten viel schlechtere Spieler gibt als im 30$-Level. Der Härtegrad ist in diesen Regionen also ziemlich ident. Aber für die Bankroll ist es halt nicht besonders sinnvoll, wenn man fünf Matches zu 10$ gewinnt und dann 2 zu 30$ verliert. Eben nicht, weil man dort weniger Chancen hat, sondern weil halt beispielsweise die Karten nicht so wollten wie sie sollten. Vor dem Schlafengehen sah ich mir noch ne Folge von Beverly Hills an, was einfach hin und wieder sein muss ;)

Vor Jahr und Tag..

 
 

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