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Mit Riki in Linz

20. Dezember 2008, 47 Mal gelesen.
 

Um Viertel nach neun frühstückten wir gemeinsam zu dritt, bevor mich Simon und Gerti dann zum Bahnhof begleiteten. Der Zug nach Linz war völlig überfüllt, daher war ich doch sehr froh, dass ich schon halbwegs früh dort war. Nach der Verabschiedung ging’s dann innerhalb hundert Minuten nach Linz weiter, der letzten Station meiner Tour. Riki hat seit gestern ihren Arbeitsmedizinkurs vorbei und so stand der gemeinsam Erkundung der Linzer Weihnachtsmärkte und Shops nichts mehr im Wege. Sie hatte natürlich in den letzten paar Tagen doch schon einiges gesehen, aber so konnte sie mir zumindest schon die eine oder andere Sache zeigen. Zu Mittag holte sie mich vom Bahnhof ab und wir verstauten zuerst mal mein Gepäck im Hotelzimmer. Das Wetter war leider Gottes auch hier ziemlich mau, aber zumindest weitgehend trocken. Nachdem wir mit der Straßenbahn ins Zentrum gefahren sind, schlenderten wir mal die Einkaufsstraße entlang und verschwanden ne Runde im recht großen Saturn.

Ich hab mich mal ein bisschen bei den netBooks umgesehen, aber kaum gute Angebote entdeckt. Bei den Beamern und blu-Ray-Playern hat es dann grad noch übler ausgesehen, dafür gab es in der Filmabteilung einiges zu stöbern. Ich war dann wahnsinnig genug und habe beinhart eine blu-Ray Disk gekauft. Tja, ziemlich waghalsig, wenn man weder Player noch Abspielgerät daheim hat *muahaha* Aber The Happening war gerade für schlappe 10 Euro zu haben und schien eigentlich keinerlei Argumente gegen einen Kauf zu haben – mal abgesehen von den teilweise verheerenden Kritiken im Internet ;) Das ist er nun also, der erste Grundstein einer neuen Sammel- und Heimkinoära. Juhu.

LinzDann ging es aber schnurstracks zum Weihnachtsmarkt am Hauptplatz. Zum einen hatte ich recht viel erwartet, da die Fotos die ich davor gesehen hatte, wirklich einen glanzvollen Markt versprachen. Zum anderen schraubte Riki, die in den letzten Tagen ja schon alles erkunden konnte, meine Erwartungen doch ein bisschen zurück. Letztlich war ich dann aber doch ziemlich angetan. Die Beleuchtung ist zwar ein bisschen überladen, aber gerade bei Dunkelheit echt beeindruckend. Die vielen verschiedenen Stände sind soweit die schönsten, die ich bisher gesehen habe. Die Holzhütten sind absolut liebevoll beschildert und teilweise sehr nett dekoriert. Dazu kam dann die recht große kulinarische Auswahl. Die ersten Punschversuche überzeugten gleich voll und und ganz und auch den Met-Punsch durfte man nicht verachten. Hier gab es also eine feine Bandbreite mit Qualität. Zum Futtern gönnte ich mir noch einen Langos, der zwar nicht besonders weihnachtlich, aber dennoch lecker daher kam. Wir zogen dann weiter zum Pfarrplatz, wo auch noch einige Stände auf uns warteten, die um eine größere Steh- und Sitzhütte mit Heizstrahlern angeordnet waren. Dort hätte dann auch noch eine Band aufgespielt, allerdings erlebten wir die nicht mehr mit. Nach zwei, drei Schilcherglühweinen bzw. Beerenpunschs, die zwar nicht besonders billig aber sehr lecker waren, zogen wir nämlich doch mal ins Warme.

Wir landeten in einer Osteria, die auch hervorragend für das Abendessen geeignet gewesen wäre, aber wohl schon komplett ausgebucht war. Zum Trinken konnten wir uns aber noch an die Bar pflanzen, zumindest für ein Getränk. Selbst dort lagen schon die Reservierungszettel herum, wobei uns va. Pauli besonders amüsierte, der doch glatt für sich alleine einen Barhocker ab 20:00 Uhr reserviert hatte. Wie schräg ist das denn? Um dem guten Mann rechtzeitig Platz zu machen, zogen wir um 19:00 ins Theater des Kindes. Dort sollte in der Adventszeit auch für Erwachsene ein Programm geboten werden und ein bisschen Weihnachtsstimmung konnte ja nicht schaden. Bereits zu Mittag hatten wir per Mail einen Platz reserviert, da auf den Veranstaltungsseiten deutlich auf die Notwendigkeit einer Reservierung hingewiesen wurde. Als wir dann dort mit dem Namen begrüßt wurden, war dann aber doch schnell klar, dass wir wohl die einzigen Vorreservierer waren *totlach* Es erwartete uns dann 45 Minuten Spontantheater von vier Jugendlichen, die ihre Sache ganz gut machten. Mit dem Konzept selbst bin ich ja letztes Jahr bei den digital creation days konfrontiert werden, daher kannte ich mich schon ein bisschen aus. Heute durfte das Publikum jedenfalls ein paar Märchentitel ins Rennen werfen, die dann entsprechend spontan umgesetzt wurden. Teilweise war es richtig witzig und im Großen und Ganzen auf jeden Fall die freiwillige Spende für einen guten Zweck wert.

Nach diesem Ausflug in die Kulturwelt von Linz stand ein feines Abendessen auf dem Programm. Nachdem wir zuerst leider ziemlich erfolglos umher irrten, fanden wir in einer Pizzeria fern der Hauptstraße noch problemlos Platz. Sowohl Vor- als auch Hauptspeise waren absolut tip top und so konnten wir zufrieden und glücklich den Weg zurück zum Hotel antreten. Inwzischen war es eh schon etwa elf. Hab noch kurz was gelesen und kam anschließend meinem Date mit dem Sandmann nach.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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