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Abschlusspräsentation vom Reflect & Act-Camp

20. August 2008, 91 Mal gelesen.
 

Ich fuhr heute mit dem Auto nach Dornbirn, da ich noch einen Möbelkauf im Plan hatte. Zuerst ging’s aber noch an die FH. Da an der DVD noch intensiv gewerkelt wurde, war noch Zeit, die Movies zu aktualisieren. So habe ich zum einen noch Titel in die Filme gesetzt, zum anderen auch noch den anderen Film ein klein wenig vertont. Effektiv ging’s eh primär um die Schlägerei. Aus irgendwelchen Gründen hat Moviestorm das nicht auf die Reihe gebracht, synchrone Schlaggeräusche herzubringen. So musste ich die Tonspur neu timen und va. jeden Schlag auch noch akustisch unterlegen. Ohne Ton konnte man die Szene doch irgendwie vergessen. Durch die neue Tonspur aber machte die Schlägerei wieder richtig Spaß. Ich machte mir weniger Sorgen, dass drei Prügeleien hintereinander zu fad werden konnten. Im Gegenteil, auf gewisse Weise war das schon wieder so schön schräg, dass es wunderbar passte. Auf meine letzten zwei Kameraeinstellungen war ich dann besonders stolz. Die Kamera schwenkt mit der Bewegung mit, wie der eine Typ gerade K.O. geschlagen wird und offenbart den Blick auf die andere Seite der Szenerie, wo bereits die Polizisten auf den Knilch warten. *g* Für eine Stunde verschwand ich dann im Mömax. Ich brauchte ja recht dringend einen Bürostuhl für daheim, nachdem mein Alter gnadenlos unter meiner Last zusammen gekracht ist *haha* Nachdem ich im Lutz nichts gefunden hatte, war ich diesmal auch nicht mehr ganz so hartnäckig. Ich fand gleich zwei Stühle, die mir durchaus zusagten und entschied mich schließlich für einen fein gepolstertes Exemplar, das auch gar nicht so klotzig aussieht. Fuhr dann gleich zum Lager, um das Teil abzuholen und kehrte dann zur FH zurück, wo ich dann Bernd ein klein wenig bei der DVD geholfen habe, indem ich versuchte, auf mögliche Fehlerquellen zu achten. Zum richtigen Testen blieb dann aber kaum mehr Zeit, da um 14:00 bereits die Präsentation anstand.

Camp-SchlusspräsentationDie Aula war zum Bersten voll. Neben den TeilnehmerInnen war auch eine Horde Eltern anwesend, die vor dem Abholen der Sprösslinge noch gerne die Ergebnisse ansehen wollten. Geschickte Sache und wirklich beeindruckend, wie viele Leute hier waren. Nach einer Ansprache der Geschäftsführerin übernahm Jonny die Moderation des Nachmittags. Leider war gerade die anfänglich gezeigte Camp-Doku ziemlich verkorkst. Nun, dass man die meisten Fotos eh schon von der montaglichen Vorführung her kannte, war nicht so schlimm, da ja doch viele Leute im Publikum saßen, die dort nicht dabei waren. Zudem wurden die Bilder durch einen ganz amüsanten Audiobeitrag untermalt. Ein paar Kiddies haben so ein bisschen was daher gefaselt und verschiedene Interview-Ausschnitte zu einem akustischen Camp-Rückblick geschnitten. Die Kombination war dann nicht zwingend gelungen, weil Text und Bild nicht zusammen passten, was man aber durchaus noch verschmerzen konnte. Was dann unerträglich wurde, war die Länge der Foto-Show. Hier hätte man einfach ganz massiv kürzen müssen, 10 Minuten hätten locker gereicht. Man hat die Unruhe im Publikum schon langsam gespürt, die besonders dann heftig wurde, wo die Audiospur wiederholt wurde. Ja, der Ton kam also nochmals, während die Fotoserie weiter lief. Irgendwann hat man die Sache dann abgebrochen. Schon krass, wie sehr die Dauer eines Beitrags den Eindruck bestimmt. So waren ja viele gute und interessante Fotos dabei, aber irgendwann möchte man einfach nicht mehr. Na gut, dafür ging’s dann gleich bombastisch weiter *lol* Die Beiträge meiner Jungs wurden gestartet. Und es wurde gelacht – Gott sei Dank. Teilweise über die unfreiwillige Komik gewisser Einstellungen, teilweise aber durchaus auch über die absurden Situationen. Bernd M. hat mich nur ab und zu angestoßen und gemeint, dass für Jonny wohl ein bisschen zu viel Gewalt dabei sein könnte. Naja, ich hatte dann noch ein paar Worte zum Workshop zu sagen und betonte halt insbesondere, dass die Jungs keine Einschränkung hatten und frei dahin arbeiten konnten. Nicht, dass man dann gewisse Dinge noch mir in die Schuhe schiebt *g* Nach dem Applaus für meine sechs Burschen ging’s dann mit den weiteren Workshops weiter.

Bei den Printsachen war irgendwie schade, dass man nur die Gesamtergebnisse auf einem Screen gesehen hat und keine Details. Ein A3-Plakat kommt halt in PAL-Auflösung nicht besonders daher. Und auch wenn es ausgedruckte Varianten gab, wäre es schön gewesen, auf dem Beamer ein bisschen mehr zu sehen. Einige Arbeiten waren doch ziemlich vielversprechend. Letztlich wurde ich mit dem Thema Alkohol eigentlich auch ordentlich alleine gelassen. Kaum jemand hatte sich sonst diesem Thema angenommen. Das Highlight waren dann sicher die Videobeiträge, wobei auch hier ein paar Nieten mit im Boot waren. Aber zwei Arbeiten waren wirklich allererste Sahne. Die eine bestach durch eine besonders originelle Idee, die andere durch eine geniale Optik und eine solide Inszenierung. Okay, ein wenig erinnerten mich die Key-Elemente zu sehr an “Sin City” oder “Sixth Sense”, aber das sind ja durchaus sehr hoch stehende Vorbilder, die man sich genommen hatte. Der ganze Film war in schwarz/weiß gehalten, nur das rote Kleid der Protagonistin war farbig dargestellt. Dies gab der Szenerie einen schönen surrealen Touch und wirkte recht professionell. Beim anderen guten Film ist insbesondere die Hommage an “Evil Dead 2″ besonders hervor zu heben. Im Speziellen wurde die Parade-Szene von Bruce Campbell nachgestellt. Das kann zum einen natürlich nur schief gehen, funktionierte zum anderen dann aber doch durch eine gewisse Doppel-Komik (hä?). Die Rede ist von der Szene, in der Ash von seiner eigenen Hand angegriffen wird, bis er sie mit der Kettensäge abtrennt. So weit kam es hier allerdings nicht *lach*

Am Ende der Vorführungen durften nochmals alle Betreuer und Workshopleiter ihren Applaus einheimsen, ehe die TeilnehmerInnen offiziell verabschiedet wurden. Manche kamen dann eh noch brav zum Handschütteln, manche verschwanden eher wortlos. Mit den einen oder anderen Elternteilen kam ich auch noch ins Gespräch, aber nicht besonders lange. Denn wir verdrückten uns schließlich im Cafe Schräg zum Abschluss-Sekt. Wir stießen in einer netten Runde von knapp über zehn Leuten auf das letztlich doch sehr erfolgreiche Camp an. Die anonymen Feedbackbögen waren jedenfalls bombastisch. Alle 43 Teilnehmer waren praktisch restlos begeistert. Dabei wurde auch recht offensichtlich, wie wichtig auch der ganze Camp-Charakter für die Jugendlichen waren. Die Gruppenspiele wurden ebenso oft als Highlight genannt wie Feuershow und Sitzen am Lagerfeuer. Auch der Spaß an den Workshops wurde praktisch von allen bestätigt und ich denke, schließlich kann man auch durchaus mit den vielfältigen Outputs sehr zufrieden sein. Wir reflektierten also noch ein bisschen über die letzten Tage und vernichteten insgesamt unheimliche neun Flaschen Sekt. Und, bevor hier blöde Sprüche kommen, ich habe gerade mal zwei Becher (mit Frimo aufgespritzt) getrunken, da ich ja mit dem Auto unterwegs war. Joooo. Wir halfen dann noch Jonny beim Einräumen diverser Dinge, ua. schleppten wir die ganzen Rechner von meinem Workshop durch’s Gebäude in den Transportbus. Kurz nach acht war die Sache dann vorbei und ich fuhr schließlich heim. War doch ziemlich müde und ging auch recht bald nach einem kleinen Abendessen ins Bett.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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