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Hochzeit von Märre

20. Juni 2008, 219 Mal gelesen.
 

Mann, heute war ich richtig genervt. Ich kam erst ziemlich spät aus dem Bett heraus und brachte am Vormittag überhaupt nichts Produktives zustande. Ich habe mir heute frei genommen und gehofft, zumindest ein paar Stunden in meinem Blog rumwühlen zu können, aber letztlich verirrte ich mich wieder in irgendwelchen sinnlosen Aktionen. Besonders gefrustet hat mich dann die Erkenntnis, öffentlich nicht zu Märre nach Batschuns kommen zu können. Ich dachte zuerst, vmobil kennt nur die Wendelinsgasse nicht, doch im Endeffekt bleibt praktisch ganz Zwischenwasser auf der Strecke – nix Bus. Toll, was mach ich jetzt? Habe noch versucht, ein Mitnahmeservice zu organisieren, doch hier scheiterte ich leider. Also musste ich halt mit dem Bus zumindest zum Bildungshaus und von dort direkt zur Kirche laufen. Auf den kleinen Sektempfang bei Märres Eltern musste ich also verzichten. So war ich dann eine halbe Stunde zu früh bei der Kirche und stand ein bisschen sinnlos in der Gegend herum. Mit der offiziellen Filmbeauftragten kam ich kurz ins Gespräch und schließlich fragte sie mich, ob ich nicht schnell jemanden anrufen könne. Der zweite Filmmeister hat sich nämlich immer noch nicht blicken lassen und es konnte nicht mehr lange dauern bis das Brautpaar auftaucht. Kurz vor vier bot ich mich dann als Alternativfilmer an und pflanzte mich mit Stativ und Kamera auf die Galerie. Weil doch alles ziemlich knapp wurde, hatte ich leider keine Chance, die Kamera wirklich sauber einzurichten. Dafür habe ich mich bemüht, ein paar gute Einstellungen herzubekommen und einige Details einzufangen. Im Großen und Ganzen kam so glaub ich recht brauchbares Material zusammen, wobei die Positionsgebundenheit nicht allzu viele Freiheiten zuließ. Die Feier dauerte etwas länger als eine Stunde, war aber durchaus sehr gut gestaltet. Wie heute üblich gab es zwei Musikerinnen, die zwar nicht so professionell unterwegs waren wie die bei Leisi, aber dennoch für einen schönen musikalischen Rahmen sorgten. Zudem erledigte der Pfarrer seine Arbeit wirklich sehr gut und brachte Charme, Humor und Gefühl in die Sache. Kleiner Höhepunkt war natürlich die Ringübergabe oder wie das heißt – hier war Märre derart überwältigt, dass er grad eine ziemlich lange Künstlerpause einlegte ;) Anschließend gesellte ich mich zu Florian M. und seiner zukünftigen Frau Verena. Ingo Müller lief mir zwar auch noch über den Weg, erwies sich aber nicht als besonders kommunikativ. Dafür hatten wir es mit Simone noch ganz witzig und tranken ein paar Durstlöscher. Das Wetter und die Kulisse taten noch ihr Übriges für einen schönen Ausklang des Nachmittags.

Hochzeit MärreUm halb acht waren wir dann bei der Gärtnerei Kopf, wo es natürlich mit Trinken weiter ging. Riki, die noch länger arbeiten musste, stieß nun auch zu uns und freute sich ebenfalls über den leckeren Aperitif. Die Musiktruppe sorgte bereits für gute Stimmung. Nach knapp einer Stunde zogen wir dann so langsam ins Glashaus, das wunderbar geschmückt auf uns wartete. Wir saßen mit der einzigen Delegation von unserer BGF-Klasse Florian am Tisch, ansonsten kannte zumindest ich niemanden dort. Die Jungs vom Polterabend waren auf andere Tische verteilt und sonst war ziemlich viel Verwandtschaft anwesend. Märre hat eh ganz souverän alle Anwesenden vorgestellt, wodurch man die Leute entsprechend einordnen konnte. Dann ging’s schon recht bald mit dem Essen los. Der Salat war ein feiner leichter Einstieg in das viergängige Menü und die Suppe wies bereits auf die hohe Qualität des Kochstudios Seidl hin. Zwar war es eine klar Brühe, die Spargeltaschen drinnen waren aber schon eine kleine Besonderheit. Zwischen den Gängen gab es bereits die ersten Beiträge. Märres Bruder Klaus legte gleich mal mit einem recht kultigen Film los. Es war im Endeffekt zwar zu lange und letztlich auch zu wenig abwechslungsreich, von der Grundidee her aber ziemlich genial: er zeigte irgendwelchen Passanten ein Foto des Brautpaars und frage nach Name, Beruf und Auto der beiden. Lustig war dann natürlich, wie doch manche zumindest den Beruf richtig erraten hatten. Dazwischen gab es Statements von den Eltern und anderen Verwandten und zwei, drei echt witzige gestellte Szenen. Die billige, aber trotzdem ganz witzige Variante war die Dame an der Orion-Kassa, die davon erzählte, wie Daniel praktisch wöchentlich herkomme und sie nun hofft, dass zukünftig auch die Braut beim Erotikshopping dabei sein wird. Ein gehobenerer Scherz war dann die Story der Gärtnerin, dass Sandra jeden Monat die gleiche Pflanze kaufe und sie sich eh wundert, wozu eigentlich. War wohl ein sanfter Hieb auf den grünen Daumen der Braut? Sehr kultig war auch noch die Aufnahme im McDonalds, zumal der dortige Chef echt gut geschauspielert hat. An diese Dinge könnte man gewiss gut anknüpfen, falls von uns wieder mal ein Beitrag erwartet wird ;)

Die Geschwister von Sandra gaben dann ihre Schauspielkünste zum Besten. Ich empfand zwar den Schlumpfenauftritt zu seinem 30er noch ne Spur genialer, aber auch dieses kleine Stück entlockte einige Lacher. Die drei spielten den Hochzeitsantrag von Märre nach, was teils wirklich köstlich war und eine geniale Pointe hatte. Auch eine gute Idee eigentlich und natürlich sehr passend zum Abend *g* Doch es wurde noch besser: die Hauptspeise wurde serviert! Und was für eine. Laut Riki war ja schon das Fleisch ziemlich genial, aber meine Vegi-Alternative war echt ein Hammer. Ricotta-Teigtaschen sind jetzt zwar nichts besonderes, aber das Pilzragout mit getrockneten Tomaten war der echte Burner. Ich hätte echt gerne noch eine zweite Portion bestellt, ließ es dann aber in weiser Voraussicht doch bleiben. Und das Dessert, das nach einer ordentlichen Fotoshow serviert wurde, wusste wirklich auch zu überzeugen: eingelegte Früchte mit Eis und bombastischen Waffeln. Eigentlich ne simple Sache, im Einweckglas serviert aber durchaus sehr kultig. Bis zum Anschneiden der Hochzeitstorten gab es dann noch den einen oder anderen Programmpunkt. Das Hemdenzerschneiden erntete dabei besonders viele Lacher. Ein kleiner Fauxpas einer Bedienung ruinierte dann die wunderschöne fünfstöckige Torte und reduzierte das Werk kurzerhand auf vier Stöcke. Das war aber immer noch genug für die ganze Meute und man konnte sogar zwischen zwei verschiedenen Tortensorten wählen. Sowohl die Schoko-, als auch die Früchtetorte waren erste Sahne, wow. Es folgte dann sogar noch ein weiterer Beitrag, der aber ehrlich gesagt doch ein wenig sonderbar war. Egal, die Zeit verging jedenfalls fast wie im Fluge. Immerhin war es schon 1:00 Uhr und es war bisher eigentlich ständig was los. Auch auf die Tanzfläche wagte ich mich mit Riki ab und zu, die Musik war ja auch richtig cool. Es fehlten lediglich die richtig üblen Schlager, zu denen man ein wenig rumgrölen hätte können. Stattdessen wurde kurz vor zwei auf MP3-Sound umgeschaltet, was wir aber nur noch peripher mitbekommen haben. Unser Tisch und so manch anderer hatte sich schon aufgelöst, die Müdigkeit brach langsam herein und mein Kopf dröhnte. Keine Ahnung, wovon ich das Kopfweh bekommen habe, denn so viel hatte ich wirklich nicht getrunken. Wir hatten grad das Glück, ein Auto nach Tisis zu erwischen, das uns mitnahm. Das war natürlich perfekt und so konnte ich um 2:00 mit klassischen Mentholpads auf der Stirn den Schlaf suchen.

Die Fotogalerie zum Event ist auch bald online.

Vor Jahr und Tag..

 

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