Weihnachtsfeiern
Am vergangenen Mittwoch fand die Weihnachtsfeier der FH statt. Dieses Jahr eben unter der Woche, davor zeitlich früher, was auch nicht so blöd war. Ich kam dennoch eine Stunde später, weil wir zuerst noch im UCT auf Walters Geburtstag angestoßen haben. So waren wir dann auch grad rechtzeitig zu den Reden vor Ort. Wie schon letztes Jahr waren Rektor und Geschäftsführung recht kreativ und kurz angebunden, Respekt. Das Buffet wurde also ziemlich rasch eröffnet und wir schlugen hier gleich mal voll zu. Die große Vielfalt an Beilagen reichte, um auch Vegetarier zufrieden zu stellen. Immerhin gab es auch richtig ordentliche Dinge wie Kartoffelgratin oder dreifärbige Nudeln und sonst noch eine Menge Gemüse. Das wahre Highlight war jedoch das Antipasti-Buffet, an dem ich mich dann halt nach der Hauptspeise labte. Yammi, wie genial war das denn. Neben den Klassikern wie Salat und Co gab es eine herrliche Auswahl an gegrilltem und mariniertem Gemüse sowie getrocknete Tomaten und Käse in Hülle und Fülle. Wow, wir waren eigentlich alle ordentlich begeistert. Und obwohl ich mir schon ordentlich den Bauch vollgeschlagen hatte, konnte ich das Dessertbuffet im Anschluss natürlich nicht ignorieren. Hier legte das Mensa-Team sogar noch eins drauf und überraschte uns mit einer Vielzahl an leckeren Kreationen. Alle Achtung, die Jungs und Mädels haben es schon drauf, wenn das Budget passt
Nach dem Essen kam auch gleich schon die nächste Überraschung: der Studiengangsleiter für Sozialarbeit sorgte für eine solide musikalische Umrahmung mit Akustikgitarre und einigen soliden Rocksongs. So gegen 22:00 Uhr wurde es dann aber zunehmend unspannender. Das Cafe Schräg hatte sich inzwischen massiv gelichtet und die DJ-Musik war recht grenzwertig. Dies wäre wohl der Zeitpunkt gewesen, sich massiv an der Bar zu bedienen, aber dazu hatte ich dann irgendwie gar keine Lust. Im Gegenteil – ich hatte das Gefühl, eh schon genug getrunken zu haben und stellte auf Apfelsaft und Co um. Der Sound wäre dann zwar zunehmend besser geworden und ein paar Mädels stürmten auch schon die Tanzfläche, aber ich zog dann doch zusammen mit einem Kollegen Leine. Der Schnellzug um elf war einfach zu verlockend. Wir nahmen uns in Feldkirch noch ein Taxi und hatten bis nach Tisis noch ziemlich witzig, indem wir den Fahrer ordentlich verkohlten.
Am heutigen Samstag stand dann auch schon die nächste Weihnachtsaktion auf dem Programm. Am Vormittag fuhr ich allerdings noch mit Riki nach Tosters zum Friseur. Nachdem wir uns die Haare schön machen lassen hatten, spazierten wir noch in die Stadt zum Shopping. Ich lachte wieder mal über die peinlich kleine Bluray-Auswahl im Libro, jössas. Wir gönnten uns dann noch zwei Glühweine und ein feines Raclettebrot, ehe wir uns wieder auf den Heimweg machten. Kurz vor fünf musste ich mich dann auf den Weg nach Dornbirn machen. Dort traf ich mich mit einigen VolleyballkollegInnen, mit denen ich dann nach Alberschwende fuhr. Von dort aus stapften wir dann durch die Winterlandschaft zum Gasthaus Brüggle. Die 80 Minuten waren auf Grund des Neuschnees schon ziemlich anstrengend und auf Grund der beißenden Kälte auch etwas mühsam. Es hat geschneit und gewindet, die Temperaturen lagen weit unter dem Nullpunkt. Dank Klopfer, die „Reiseleiter“ Gü bei sich hatte, und ein paar netten Gesprächen war das Ganze aber halb so schlimm. Und umso schöner war dann natürlich die Ankunft im netten und überraschend großen Bergrestaurant. Nach dem Vernichten eines feinen gespritzten Mostes kamen auch schon die Käsknöpfle daher. Im Allgemeinen kamen die nicht besonders gut an, aber ich fand sie eigentlich ganz lecker. Uncool war lediglich, dass jeder einfach einen Teller bekommen hat und am Ende der Rest der Knöpfle in einer Salatschüssel serviert wurde. Da habe ich auch schon deutlich Kultigeres erlebt, mit riesiger Holzschüssel in der Mitte des Tisches, wo sich jeder selbst schöpft. Naja.
So gegen 22:00 Uhr brachen wir dann wieder auf. Wir liehen uns oben jeweils zu zweit eine Rodel aus und düsten dann den ganzen Weg wieder runter. Meiner Meinung nach war die Aktion ja ziemlich absurd. Es war höllisch kalt, der Schnee biss einem im Gesicht und gesehen hat man trotz Stirnlampe rein gar nichts. Karin und ich orientierten uns an unseren Vorderleuten, aber selbst das war teilweise nicht gut möglich. Besonders waghalsig war die anfängliche Fahrt durch den Tiefschnee, wo es echt steil im völligen Blindflug nach unten ging. Lustig war die Sache aber allemal und Gott sei Dank blieben auch alle unversehrt. Nachdem wir unten angekommen waren, wurde es dann leider sehr mühsam. Das Taxi hätte uns eigentlich gleich bei der Hauptstraße auflesen sollen, aber ließ uns ewig in der Kälte warten. I steh’ in der Költn und wort af a Taxi, aber s kummt net, kummt net, kummt. Nach ner halben Stunde rief Günter nochmals an. Immerhin hatte es zuerst geheißen, in 10 Minuten ist ein Taxi da. Jetzt hieß es aber plötzlich, dass frühestens in einer halben Stunde jemand kommt. Fucking Taxi-Asseln. Wir stapften dann bei eisiger Kälte Richtung Dorf, aber weit und breit gab es keine Möglichkeit, sich aufzuwärmen. Da fuhr uns plötzlich ein Kleinbus entgegen – Hoffnungsschimmer. Wir wurden aber ignoriert. Vorerst zumindest. Denn kurz darauf kehrte der Bus zurück. Allerdings nicht für uns. Schräge Sache. Er musste eine Gruppe um 24:00 Uhr abholen und wollte checken, ob wir das sind. Leider nein. Nach längerer Diskussion erklärte er sich aber bereit, uns nach Schwarzach runter zu führen. Nur zu logisch, dass uns auf dem Weg hinunter zwei Taxis entgegen kamen. Manno. Nachdem das Unternehmen dann auch erst unten wieder erreichbar war, mussten wir erst recht auf die beiden Autos warten, damit sie uns nach Dornbirn führen. Kranker Scheiß. Das Timing war auch nicht besonders glücklich, denn der Schnellzug war schon weg und so liefen wir noch ins Downtown am Marktplatz. Mehr als laut und dunkel war es dort aber nicht, sodass die Hälfte der Truppe nach fünf Minuten zurück zum Bahnhof lief, um den 0:30-Zug nach Feldkirch zu nehmen. Logisch, dass dort dann eh kein Bus fuhr und von Taxis hatte ich für’s Erste genug. Also gab ich mir den Halbstundenmarsch nach Tisis und war schließlich um halb zwei endlich daheim. Nach dieser dreistündigen Heimfahrtodyssee war ich froh, im warmen Heim zu sein