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Charaktere und Da Vinci

19. Mai 2006, 3,186 Mal gelesen.
 

Fast unglaublich, wie viel Zeit mich das Erstellen der Maya-Unterlagen heute wieder gekostet hat. Im Prinzip blieb kaum für etwas anderes Zeit, und das obwohl ich bis fast 19:00 im Büro war. Okay, ich musste dann auch noch meine Erkenntnisse der letzten Tag hier im Blog nachtragen und ein paar Dinge managen, aber wirklich produktiv war das alles nicht. Das Skriptum ist jetzt dafür gleich auf dem aktuellsten Stand. Habe die ganze Blendshape-Sache abgehandelt und auch auf ein paar Plugins hingewiesen. Ua. bin ich auch über ein nettes opensource-Projekt namens cgmuscle gestoßen. Hab’s nur mal kurz angetestet, sah aber sehr vielversprechend aus. Ziemlich cooles Setup, um schnell noch recht gut aussehende Muskelpartien an die Knochen zu binden. Ich schätze mal, diese muss man anschließend als Influenceobjects deklarieren, was wieder ne Spur mühsam ist, aber anatomisch kommt man schon ne Spur realistischer weg als mit Blendshapes. Hoffe, ich kann mich mal ein bisschen genauer damit auseinander setzen. Vorerst muss ich das aber mal bleiben lassen, da ich doch schon die letzten Tage sehr viel in die Recherche zu Character-Tools und anderes gesteckt hatte. Ich denke jetzt aber auch ein wenig in Richtung Doktorarbeit, wo ich wohl doch möglichst realistische Charaktere erzeugen sollte. Oder auch nicht, ich weiß es noch nicht ganz.

Da Vinci Code, der FilmAm Abend fuhr ich dann mit Megi zum Cineplexx, wo wir zusammen mit 5 weiteren DCS-Mitarbeitern den “Da Vinci Code” ansahen. Davor noch schnell ein Knoblauchbrot und Nachos organisiert, dann ging’s nach ner satten Reihe an Werbung endlich los: So gut wie alle haben ja höllisch vom Sakrileg-Buch geschwärmt, insofern war ich auf die Story doch recht gespannt. Irgendwie war ich eher ambivalent eingestellt: Zum einen gab es doch immer ziemlich geniale Elemente, zum anderen war es streckenweise einfach ordentlich langweilig. Klar, Action-Film ist es keiner, aber auch ein Thriller könnte mehr Pepp haben und das fehlt dann doch ein wenig. Man hätte den Film auf jeden Fall um ca. 30 Minuten straffen können, aber der Meinung bin ich eigentlich eh bei jedem überlangen Film. Whatever, also auf die Schauspieler hatte ich mich ziemlich gefreut, aber außer Tom Hanks und Paul Bettany, der meiner Meinung nach für den Silas den Oskar bekommen sollte, war’s jetzt nicht so der Brüller. Gerade Audrey Tautou ist in Amelie halt einfach 100 Mal leckerer. Die Bilder waren auch nicht durchgehend fesselnd, wobei mir die guten Sachen Gott sei Dank eh mehr auffielen als die schlechten. Also ab und zu gab es schon spitzenmäßige Kamerafahrten und dezente visuelle Effekte, die super wirkten. Auch der Schluss war irgendwie genial, wenn auch ein klein wenig absurd. Alles in allem würde ich ihn doch klar empfehlen, zumal die Story mit all den super in Szene gesetzten Rückblenden echt was hergibt. Dan Brown hat sich auf historische Fakten gestützt und da drauf eine recht geniale Fiktion um den heiligen Gral aufgebaut, die man sich eigentlich durchaus auch ein zweiter Mal zu Gemüte führen könnte. Anschließend gingen wir nochmals ins Kohldampf was trinken. Gegen Mitternacht war ich daheim, wo mich ein paar neue DVDs und meine geile Flaschenwandhalterungen erwarteten. Hab’s gleich ausprobiert und die Dinger scheinen mal fein zu funzen. Möchte nur noch so ein Gestell basteln, damit ich 1 Halterung versetzt montieren kann, um Platz zu sparen.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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