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Live Eishockey WM-Aufstieg

19. April 2008, 327 Mal gelesen.
 

Im Laufe des Vormittags kam ich irgendwie auf die großartige Idee, ich könnte mich mal an meine kleine Blog-Säuberung dransetzen. In meinem Perfektionismus habe ich hier ja noch so ein paar Aufgaben zu erledigen, und zwar möchte ich jeden Beitrag auf folgende Dinge checken: Kategorien, Tags, Zusammenfügen, Tippfehler, Links, Fotos, Auszüge. Die Kategorien-Sache ist ja noch recht einfach, wobei ich auch hier noch nicht genau weiß, ob ich nun auch die Oberkategorie taggen soll oder nur die Unterkategorie. Ich tendiere inzwischen zu letzterem, weil es zumindest in den Post-Infos die Möglichkeit gibt, sich die Kategorien in der kompletten Hierarchie anzeigen zu lassen, was ich recht cool finde. Bei den Tags wird’s dann aber erst richtig schwierig. Bin mal gespannt, ob ich im Laufe meines Checks auf die wirklich relevanten Stichwörter komme und ein einheitliches Konzept bezüglich Abstraktionsgrad erarbeiten kann. Die Verlinkung verschiedener Stichwörter ist hier ähnlich happig. Wie schon mal erwähnt versuche ich durch Links ähnlich wie durch Fettdruck auch ein bisschen Struktur in den Beitrag zu bringen. Hierbei muss ich also Beitrag für Beitrag definieren, welche Begriffe oder Tools wirklich relevant genug sind, um verlinkt zu werden. Gar nicht so einfach. Das Cypress Treemagic-Plugin für Wordpress wäre ja im Prinzip das perfekte Tool, um auf weiterführende Informationen zu verweisen. Dieses System ermöglicht es dem geneigten Leser, mittels Doppelklick zu jedem beliebigen Wort weitere Infos aus dem Web anzeigen zu lassen. Leider hat es der Entwickler noch nicht geschafft, sauberen Code zu schreiben, weshalb ich das Plugin derzeit nicht einsetze. Aber vielleicht wird’s ja mal.. Vorerst muss man sich also mit den Links begnügen, die ich manuell setze. Was ist noch bei jedem einzelnen Beitrag zu tun? Tippfehler, Fotos und Auszüge. Die Tippfehler kann ich Gott sei Dank recht schnell erkennen, denn das coole Wörterbuch-Plugin von Firefox zeigt mir gleich alle unbekannten Wörter an. Bei den Fotos wird es etwas mühsamer, da ich scheinbar doch nicht alle Blogspot-Bilder transferiert habe und nun teilweise Bilder sogar neu suchen muss. Hab ich sie dann auf meinem Server, sind sie nach und nach der Daily-Gallery hinzuzufügen und dann in den Beiträgen richtig zu verlinken. Denn momentan führen die Links noch auf die Blogger-Bilder und funktionieren auf Grund des komischen Systems dort nicht mal richtig. Last but not least sollte ich dann noch die Zusammenfassungen erneuern, damit ich keine abgeschnittenen oder sinnlosen Exzerpte habe und va. auch die Bilder in die Auszüge integriert werden. Ach ja und letztlich muss ich manche Beiträge sogar inhaltlich abändern, weil ich gerade zu Beginn immer wieder mal erst am nächsten Tag über die Geschehnisse des Vorabends berichtet habe, was dann teils die Chronologie ordentlich aus dem Ruder wirft. Tjo, ziemlich viel sick stuff, mal sehen, was genau ich mir dann im Laufe der nächsten Woche wirklich antun werde und wie penibel ich bin ;)

Eishockey WM 2008 liveUm 15:00 holte mich dann auf jeden Fall Mike ab und wir fuhren gemeinsam mit dem Auto nach Innsbruck. Die Zweistundenfahrt peppten wir mit dem Clayman-Album von In Flames auf. Da sind ja schon ein paar ziemliche Perlen mit drauf, wobei die Scheibe nach den ersten paar Songs doch auch ziemlich nachlässt. Die drei Alben davor gefallen mir schon besser, nur hat hier Mikes Autoradio mit den Rohlingen gezickt. Pfui. Um fünf holten wir dann Hase ab, fuhren zuerst in seine alte Wohnung und dann weiter in die Stadt, um was essen zu gehen. Ich hatte im Papa Joes in der Innenstadt reserviert, da ich das mexikanisch-karibische Restaurant einfach nur genial finde. Leider konnte es heute die hohen Erwartungen in keinster Weise erfüllen. Zuerst mussten wir mal warten, bis wir überhaupt zu unserem Tisch konnten. Okay, kein Problem, immerhin waren wir früher als ich angekündigt hatte und so setzten wir uns mal an die kultige Bar. Soweit war noch alles vernünftig, bis die Kellner dann plötzlich zu stressen begannen und meinten, unser Tisch wäre nun frei und wir sollten doch die Getränke mit rauf nehmen. Wir tranken dennoch aus und waren so oder so die einzigen im oberen Stock. Haha, ziemlich elend. Der Raum füllte sich dann aber mit der Zeit eh noch, Gott sei Dank, denn so ganz alleine kommt man sich doch ein bisschen doof vor. Nun, das effektive Problem war dann aber, dass die Jungs ein Problem mit dem Gasherd hatten und somit nicht mal die Hälfte der Gerichte zubereiten konnten. Zuerst hieß es lediglich, dass die Fajitas gestorben sind, als ich dann aber meinen genial klingenden karibischen Reis bestellte, konnte der plötzlich auch nicht zubereitet werden. Super, Hauptsache ihr gebt uns die Speisekarte ohne darauf hinzuweisen. Tja, letztlich blieb uns nichts anderes übrig, als einen Burger zu bestellen. Immerhin gab’s auch einen vegetarischen, der dann eh noch genießbar war. Viel besser als der Gemüseburger, den es mal beim McDonald’s gab war er aber trotzdem nicht. Und dafür war das Zeugs einfach völlig überteuert. Tja, ziemlicher Hoiler und zum ultimativen Hohn saßen ne halbe Stunde später sämtliche Leute mit Fajitas und Reis herum, weil das Problem inzwischen behoben werden konnte. Vielen Dank auch für das Timing!

Nicht wirklich zufrieden, aber zumindest mit halbwegs gefülltem Magen fuhren wir dann zur Eishalle. Wir haben noch problemlos einen Parkplatz bekommen, waren dann aber ein bisschen überrascht, dass wir mit einer riesigen Horde draußen vor der Halle warten mussten. Sie machten doch glatt erst eine Stunde vor Spielbeginn die Türen auf, was ja eigentlich eh ganz vernünftig ist. Weniger vernünftig war das Leitsystem, das uns irgendwie übel in die Irre leitete. Wir dachten, die Tickets muss man drinnen abholen und so standen wir also mit der ganzen Meute an und drängten uns schließlich in den Vorraum, um dort unsere Karten zu holen. Doch die schickten uns wieder raus, wir müssen die vor der Halle an der Kassa holen. Super Aktion. Nicht nur, dass wir jetzt ewig umsonst gewartet haben, jetzt müssen wir uns das Ganze nochmals antun. Die Dame an der Kassa ließ uns dann grad auch noch ewig warten, bis sie endlich die Eintrittskarten rausrückte und uns zu einem anderen Eingang hinten rum schickte. Dort waren wenigstens nicht mehr so viel Leute und wir waren so kurz vor acht in der Halle. Sowohl unsere Befürchtungen als auch Hoffnungen bewahrheiteten sich: zum einen hat man mit den Stehplatztickets freie Platzwahl bezüglich Sektoren, zum anderen war der Nordsektor wo die Party abgeht schon knallevoll. Also mussten wir doch rüber in unseren Sektor 9, der aber noch übler war als wir dachten. De facto ist das einfach nur ne Galerie ohne jegliche Tribüne. Also wenn man nicht in der ersten Reihe steht sieht man nichts und natürlich liefen wir so lange rum, bis war uns dann wirklich irgendwo ins Eck in die zweite Reihe stellen mussten. Es war einfach nur furchtbar, selbst auf den Sitzplätzen war deutlich mehr Stimmung als bei uns. Und dann schossen die Österreicher auch glatt den Führungstreffer, wo wir dann so richtig neidisch in den Norden zu den wehenden Fahnen und singenden Fans blicken mussten. Krisenalarm dann, als beim Ausgleichstreffer für die Polen plötzlich die Mädels vor uns rumklatschten. Na toll, da ham wir ja grad den richtigen Platz erwischt. Kurzum, es war effektiv nicht auszuhalten. Ich bekomme einfach die Krise, wenn nur wenige Meter entfernt die Party steigt und ich kann nicht dabei sein.. Mike und Hase waren ja auch nicht gerade berauscht von der mauen Stimmung in unserem Sektor und so huschten wir in der ersten Drittelpause schnurstracks auf die andere Seite rüber.

Bei der Nordtribüne hat sich grad einiges getan. Massig Leute gingen sich natürlich ein Bier holen und so wurde mehr als genug Platz frei. Allerdings war auch klar, dass die Jungs wieder zurückkommen werden, was die Sache nicht wirklich leichter machte. Wir pflanzten uns mal ganz dezent in die letzte Reihe und ließen uns von den Anmachen der Nachbarn nicht beirren. Immer freundlich bleiben, denn es waren eh alle in super Stimmung und so hat das dann auch Gott sei Dank geklappt. Das dunkle erste Drittel, das letztlich auch spielerisch nicht der Bringer war, ließen wir hinter uns – jetzt konnten wir einer strahlenden Zukunft inmitten von grölenden, schwitzenden und stinkenden Fans entgegensehen. So muss es sein! Einzig stressig war die abartige Hitze in der Halle, der natürlich durch das Zusammenkuscheln im Fansektor nicht wirklich entgegen gewirkt wurde. Doch heiß wurde es nicht nur bei den Fans, sondern auf dem Eis. Die Österreich drehten plötzlich so richtig auf und schossen sich Schritt für Schritt Richtung Gruppensieg und somit Aufstieg in die A-WM. Ja, die Polen sind so richtig eingebrochen und mussten innerhalb von etwa zehn Minuten satte vier Treffer entgegen nehmen. Dass die Stimmung spätestens beim 5:1 überkochte, war eh klar. Es war schlichtweg bombastisch – was für eine Wohltat zu sehen, wie Fans aus ganz Österreich wie die Wahnsinnigen ihr Team antrieben. Eishockey lebt wieder mehr denn je. Aufgeheitert wurde die eh schon geniale Stimmung durch zwei sturzbesoffene Fans, die sich splitternackt auf die Trommeln stellten und nicht nur ihre Ösi-Fahnen in aller Öffentlichkeit schwenkten. Jesus Maria, welch Anblick ;)

Das letzte Drittel war dann eigentlich nicht mehr besonders interessant. Die Polen ließen ihre Köpfe interessanterweise noch nicht hängen und fighteten brav weiter. Alle Achtung, die gaben schon noch Gas und konnten eh noch zwei Tore erzielen. Es reichte aber bei weitem nicht, schließlich gewannen wir klar 7:3 und hatten somit das praktisch entscheidende Match eindeutig für uns entschieden. Schließlich waren wir auch wieder so richtig heiser, immerhin mussten wir fast zwei Drittel lang durchsingen. Es war echt nur brilliant, va. das große “Ufta-Gehüpfe”. Jesus, ich muss in den letzten Jahren irgendwie geschlafen haben, denn dieser Schlachtgesang war mir in keinster Weise bekannt. Und so guckte ich auch mal ziemlich blöd, was da so rumgegrölt wurde. Letztlich nur sinnloses Zeugs, wichtig ist dann einfach, dass man rumhüpft und dabei ein bisschen “Ufta tätärää” singt. Großes Kino. Die Spieler ham dann sogar auch noch mitgemacht und wir sangen noch eine kleine Ewigkeit nach Spielende weiter. Die ganzen Ehrungen bekamen wir nur periphär mit. Vanek wurde Spieler des Abends, Kalt bester Spieler des Teams. Warum nicht umgekehrt und warum Oliver Setzinger überhaupt keine Ehrung bekam wissen vermutlich nur die Geier, aber who cares. Irgendwann war dann auch genug mit Singen – wir sattelten gegen 23:23 die Hühner und fuhren noch in die Kapuziner-Bar, um einen Gute-Nacht-Trunk und einen leckeren Brezel zu uns zu nehmen. Kurz nach Mitternacht machten wir uns dann auf den Heimweg. Ich wollte auf jeden Fall noch die Zusammenfassung des Spiels anschauen. Vorerst lief aber noch der Film “True Lies”, also sahen wir uns den spontan grad noch an. Ich hatte ihn ja schon ewig nicht mehr gesehen und konnte mich an manche Dinge gar nicht mehr erinnern. Schräger überzogener Actionfilm, aber schon sehr geil. Um Viertel vor zwei konnten wir dann aber nochmals die Tore von heute in Zeitlupe genießen und den Interviews mit den Spielern lauschen. Um halb drei hüpften wir dann müde in die Federn.

Wer Lust hat, sich die Bilder zu den heutigen Ereignissen anzusehen, sollte einen Blick auf die Fotogalerie werfen. Und hier gibt’s noch einen kleinen Filmausschnitt, der ein wenig die Stimmung beim Ufta-Gehüpfe einfängt:

Vor Jahr und Tag..

 

4 Kommentare für “Live Eishockey WM-Aufstieg”

  1. onkelandy66 sagt:

    [..YouTube..] Dafür umso besser nackt die Fahne schwenken ;)

  2. breakdown177 sagt:

    [..YouTube..] SCHLECHT! :D Österreich kann keine Stimmung machen :D

  3. onkelandy66 sagt:

    [..YouTube..] Tätärä!

 

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