Wordpress Onkel Andys Tagebuch|Filme |Spiele|Fotos
 

Bundesliga, Bloggen, Poker, Geheimakte geschlossen

18. März 2007, 47 Mal gelesen.
 

So, nun wurde es einfach mal Zeit: Ich hatte bisher noch kein einziges Match der SSK-Damen in der Bundesliga live angesehen. Hannes und Andi wären vor einiger Zeit mal am Abend hingegangen, damals war ich dann aber doch zu faul. Und so hab ich diesmal einfach selbst die Initiative ergriffen und die zwei begleiteten mich auch freundlicherweise ;) Trafen uns um 11:30 in der Reichenfeldhalle, wo das Match auch gleich mal losging. Und wir haben uns wirklich ein tolles Spiel ausgesucht: Die ersten zwei Sätze waren haarsträubend knapp, die richtige Mannschaft konnte aber jeweils 25:23 gewinnen. Der dritte Satz ging dann voll in die Hose, ehe die Feldkircher den vierten noch halbwegs deutlich für sich entscheiden konnten. War echt ein schnelles Spiel mit einigen sehr guten Aktionen. Und was unsereiner natürlich braucht: auch mit ein paar wirklich üblen Fehlern *lol* Jawoll, selbst die Profispielerinnen schaffen es, 5 Services hintereinander zu verbraten, in wichtigen Situationen zu riskante Spielzüge zu versuchen, die dann in die Hose gehen, usw. Wirklich überraschend schlecht war eigentlich der Mittelangriff. Bei beiden Teams kamen die Spieler nur direkt nach der Annahme zum Zug, aus dem Spiel heraus wurde sehr oft nur nach Außen oder auf den Univsersal gespielt. Irgendwie komisch, denn so hatten die Angreiferinnen nicht ganz verwunderlich immer zwei Blockspielerinnen vor sich. Nun, wie dem auch sei, wir drei zogen dann auch noch zum Cafe Element, um noch was zu trinken. Das Wetter war noch sensationell und man konnte richtig fein draußen sitzen. Gönnte mir zum Eistee noch einen Toast mit Tomaten & Mozzarella, der zwar lecker, aber mit 3,90 schon unverschämt teuer war.

Zuhause setzte ich mich dann auf die Terrasse, um das Wetter noch zu genießen. Zuvor musste ich aber noch ne kleine Vorbereitung treffen, um die Rumsitzerei auch so richtig nobel zu machen: Cocktail-Alarm. Und zwar nicht irgendein, sondern Cusine Style! Jawoll, eine besondere Art der Zubereitung, bei der nur mit frischen Zutaten hantiert wird und oft auch noch Gewürze ins Spiel kommen. So bastelte ich mir den Cocktail laut Cocktaillounge.at: Frische Ananas zerstückeln und zusammen mit Honig im Shaker zerstampfen. Ich bekam zwar schon viel Flüssigkeit raus, aber Fruchtfleisch war schon noch sehr viel da. Keine Ahnung, vielleicht wär’s in nem Mixer besser gegangen, aber das Rezept schrieb den Stößel vor. Dann kommt noch Rosmarin dazu und schließlich ne ordentliche Portion Gin. Mit Eis shaken und ab ins Fancy Glas. Tja, wenn’s so einfach wäre: natürlich hat die Pampe das Shakersieb ziemlich blockiert, sodass nicht viel Saft durchfließen konnte. Also mal das Barsieb zum Einsatz gebracht, womit’s dann auch deutlich besser ging. So ein halbes Glas kam dabei raus, das müsste man dann wohl mal optimieren ;) Die Fruchstücke aß ich dann einfach so direkt vom Teller, eh auch ganz lecker und der Cocktail selbst ist echt ein Gedicht. Kein Vergleich zu einem gekauften Ananassaft und mit dieser Kombination von Honig und Gin einfach nur fruchtig, leicht, süßlich und süffig ohne Ende. Um nun nicht ganz sinnlos nur rumzuhocken und Cocktail zu schlürfen, machte ich mich auch endlich mal ans Bloggen. Bin ja doch immer noch eine ganze Woche im Hintertreffen und obwohl ich eh brav versuchte, täglich was zu schreiben, schaffte ich es nicht, den Urlaub aufzuholen. Also saß ich gemütlich in der Sonne und hackte auf meinem Laptop rum. Bis es dann gegen 16:00 doch zu kalt wurde. Davor mixte ich mir aber noch ein Getränk. Nahm grad, was so rumstand bzw., was mir so in die Augen stach und füllte es einfach Mal nach Gefühl ins Glas. Heraus kam eine herrliche süß-bitter Kreation, die ich gleich zur Licor 43 Cocktail-Competition einsandte: Preiselbeersaft, Grapefruit, Ananassaft und das Glas war mal bis über die Hälfte voll. So ganz ohne Alk wollte ich dann doch nicht und so kippte ich noch ganz wenig Aperol dazu. Schmeckte schon ein bisschen bitter, aber eigentlich ganz gut. Der richtig geniale Einfall kam mir aber noch: Licor 43 dazu, damit die Sache noch etwas süßer wird und das Ergebnis war echt supi. Juhuuu.

Um 18:30 bekam ich dann ein paar Gäste. Hatte zu einem kleinen Pokerturnier bei mir eingeladen und das zog ich dann auch durch, obwohl’s wirklich verdammt klein war. Leider kamen heute noch 2 Absagen und die unsicheren Leute konnten auch nicht. Rätselten ne Weile rum, ob sich’s rentiert und beschlossen dann doch, die Sache durchzuziehen. Also kamen Smi, Tsuki und Jonny vorbei. Anfangs ein bisschen Geplaudere, Kattus trinken und dann aber Karten mischeln! Zu viert ist es halt doch verdammt schwierig, muss ich sagen. Bin ja normal Shorthanded schon wirklich ungeübt, aber 4 ist ja noch weniger als 6 ;-) Nun gut, versuchte halt doch, halbwegs viele Flops zu sehen, zumindest als die Blinds noch niedrig waren und traf auch hier und da mal. Solang ich am Button halbwegs was in der Hand hatte, raiste ich und konnte so oft am Flop nochmals setzen und den Pott gewinnen. So richtig großartig lief’s jetzt zwar nicht, aber immerhin konnte ich im ersten Durchgang Zweiter werden. Im nächsten Anlauf konnte ich gleich mal Chipleader werden, als Tsuki die Nutstraight gefloppt hat. Ja, das war gruselig: 7, 8, 9. Sie setzt etwa 3fachen BB, Jonny und ich callen. Oder vielleicht hab auch ich am Button als erster gesetzt und wurde dann gecallt, weiß nicht mehr. Ich muss jedenfalls schon halbwegs anspielen, denn ich hab 8 und 9 getroffen! Am Turn dann ein Einsatz von Tsuki, beide callen – bin mir zwar ziemlich sicher, dass sie die Straße hat, aber ganz glauben kann ich’s halt doch nicht. Und solange die Bets so niedrig sind, zahl ich mal brav. Am River dann die große Überraschung, eine weitere 8! Juhuuu, ich bin der King ,-) Natürlich raiste ich Tsuki All-In und natürlich musste sie callen, beinhart mit der Straight.. Danach war es nicht mehr allzu dramatisch, Erster zu werden. Hielt mich ein bisschen zurück und setzte nur, als man klar Schwäche merken konnte und nutzte so meine Position oft ziemlich gut aus. Wir fügten noch ein Spaßspiel hinzu, bei dem der Verlierer dem Sieger ein Getränk zu zahlen hat – und da hat’s mich dann erwischt. Zuerst konnte ich Jonny sein A-3 bei einem A-J-Müll Flop nicht zum Niederlegen bringen, während ich nur den Buben getroffen hatte und dann verlor ich mit Toppair, Topkicker gegen ein Twopair am River, nachdem ich am Turn schon All-In raiste – tja ;-)

Als die Gäste dann weg waren, wollte ich noch ein bisschen Adventure spielen. Allzulang konnte es ja nicht mehr dauern, bis ich die Geheimakte fertig hatte und tatsächlich war ich um ca. halb eins mit dem Spiel komplett durch. So schnell hab ich ein Adventure eigentlich selten durchgezogen, was wirklich für die hohe Qualität des Spiels spricht. Zum einen ist die Grafik schlichtweg ein Hammer. Wie im Screenshot nebenan unschwer zu erkennen ist, wird hier wirklich Optik vom Feinsten geboten. Die Charakteranimationen sind auch alle sehr sauber, einzig, wenn mit Gegenständen interagiert wird, ist’s ein bisschen popelig, da die Hände eigentlich eher daneben greifen ;-) Das ist aber auch das Einzige, worüber man meckern könnte. Die Story ist echt ziemlich genial: Es geht um die Tunguska-Region, in der vor 100 Jahren in Russland eine riesige Explosion stattfand, wobei heute noch niemand weiß, was die Ursache dafür ist. Nun, der Vater der gespielten Hauptfigur ist ein Wissenschafter, der sich mit dem Phänomen intensiv auseinander gesetzt hat. Bei einem Besuch bei ihm im Museum wird seiner Tochter Nina, dass was nicht stimmt: Er ist verschwunden, die Akten sind durchwühlt, etc. Sie versucht nun, ihren Vater wieder zu finden und rollt nun die Hintergründe zur Entführung und den Tunguska-Expeditionen langsam auf. Einige echt krasse Twists und mystische Szenen machen die Sache echt zu einem kleinen Krimi. Die Animatics dazwischen sind absoluter Hammer und bringen stimmungsvoll die Story weiter. Besonders cool fand ich auch, dass man an verschiedensten Schauplätzen der Welt Rätsel lösen muss und auch mal in die Rolle eines zweiten Protagonisten schlüpfen kann. Die Rätsel waren teils recht straight, manchmal extrem verzwickt. Ab und zu schaute ich dann doch in die Komplettlösung. Zum Teil, weil ich nicht ganz aufpasste, zum Teil, weil ich einfach nicht ewig mit komischen Gegenständen bizarre Dinge probieren wollte. Wer kommt denn schon auf die Idee, mit Silikon den Aufdruck eines Warnschilds abzuziehen ;-) Solch wilden Dinge gab’s aber nur sehr selten, alle anderen Rätsel waren echt spitzenmäßig. Teilweise hatte ich zugegebenermaßen nicht allzu viel Plan, was ich da so tue, aber mit Rumprobieren kam ich dann doch immer auf den richtigen Weg und ackerte mich so in wenigen Tagen durch das Spiel durch. Hat echt gut getan, zumal ich früher ja nur die Comic-artigen Dinge wie Monkey Island oder so zockte. Dieses Game hier war viel düsterer und realer, und dennoch sehr spritzig und mit witzigen Kommentaren versehen. Also absolut empfehlenswert – und ich bin wieder auf den Adventure-Geschmack gekommen *g*

Vor Jahr und Tag..

 
 

Kommentiere