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Weihnachtstour-Start in Innsbruck

17. Dezember 2008, 48 Mal gelesen.
 

InnsbruckGestern Nacht wurde es ja doch ein bisschen später und so wäre ich doch ziemlich froh gewesen, wenn ich heute noch länger ausschlafen können hätte. Aber ich musste um halb neun das Auto zurück zu meinen Eltern bringen. Mum führte mich dann noch schnell rauf und ich ging noch ne Runde einkaufen. Riki ist ja schon in Linz und da ich dann auch vier Tage weg bin, galt es noch einige Dinge zu erledigen: Müll, Katzenklo, Katzenfutter, Wäsche, Abwasch. So zwischendurch kramte ich in den Weiten des Internets herum und beschloss kurzerhand, mich wieder mal bei einem neuen Pokerraum anzumelden. Bei Pokersavvy gibt es im Dezember wieder mal zehn Prozent mehr Punkte und das wollte ich dann doch mal ausnutzen. Die Wahl fiel auf Littlewoods Poker, da dort die Bonuskonditionen besonders fein sind. Man bekommt zwar nicht besonders viel geschenkt, muss aber eben auch nicht viel dafür tun. Und letztlich geht sich’s mit meinen verbliebenen Pokersavvy-Punkten gut aus, um mir wieder mal 90 Dollar auszahlen lassen zu können. Passt also bestens. Anmelden, downloaden, Geld einzahlen. Letzteres war aber richtig üble Sache. Ich wollte zuerst über Moneybookers Geld einzahlen, landete dann aber glatt auf einem Formular, wo ich erst recht wieder alle meine Daten samt Kreditkartennummer angeben musste. Dabei wollte ich doch von meiner Balance dort die Kohle transferieren und nicht neu einzahlen. Als dann auch noch klar wurde, dass ich meine Anmelde Mailadresse nicht ändern konnte, brach ich das Ganze mal ab und switchte doch zur normalen Kreditkartenzahlung. Das war mir dann irgendwie einleuchtender, wobei mich die fehlende Abfrage des Securicodes auch ordentlich irritierte. Keine Ahnung, was hier abgeht, aber na gut. Die Kohle landete dann auch gleich auf dem Konto und ich bekam auch glatt sofort einen kleinen First Deposit Bonus gut geschrieben, den man gar nicht groß abspielen muss. Coole Sache also. Nun musste ich mich aber mal langsam ans Packen machte.

Eigentlich wollte ich meinen großen Tramperrucksack nehmen, der sich aber irgendwo versteckte. Also mussten meine Sporttasche und der besonders edle Lutzrucksack herhalten. Habe für die paar Tage wieder mal massig Gepäck. Neben den klassischen Dingen muss auch ein Schlafsack, mein Laptop und das Geschenk für Lynn mit, sowie ein Mitbringsel für Mäx. Gestern brachte seine Mum einen Beutel ins Training, den ich ihm bringen sollte. Also Wegzehrung bekam ich dafür eine ganze Schachtel feine Äpfel mit, die ich aber natürlich zuhause ließ ;) Um 15:00 Uhr war ich dann auf dem Weg nach Innsbruck. Dies war also die erste Station meiner tollen Weihnachtsmarkt-Tour oder wie auch immer man mein grenzgeniales, seit Monaten geplantes Vorhaben nennen möchte *grins* Leider hat hier nicht ganz alles nach Plan geklappt. Lynn und Nico liegen gnadenlos krank im Bett und so wurde mal die Hälfte des Vorhabens kurzerhand gestrichen. Daher war ich auch eher spät auf Achse und kam schließlich erst um fünf in Innsbruck an. Hase holte mich dann vom Bahnhof ab und wir liefen mal in die Innenstadt. Nachdem beim abgelegenen In-Glühweinstand recht wenig los war, schlenderten wir doch zum offiziellen Markt unter dem Goldenen Dachl. Ich muss sagen, hier ist es echt super schön. Das Dachl selbst geht zwar ohnehin wie immer völlig unter, aber der riesige schön illuminierte Baum gibt schon mal ordentlich was her. An dessen Fuße gönnten wir uns dann mal das erste Getränk, einen Jamaikapunsch. War gleich ein leckerer Start muss ich sagen, gar nicht so süß und penetrant wie das Pendant am Feldkircher Markt am Rauch-Stand. Ohnehin wird einem hier doch deutlich mehr geboten. Zum Futtern gibt es von Kartoffelpuffern über Schupfnudeln, Käsknöpfle bis zum Raclettebrot alles, was mein Herz höher springen lässt und natürlich noch vieles mehr. Auch bei der Getränkeauswahl sollten sich die Ländle-Gastronomen dringend was abkucken, zumindest einen weißen Glühwein möchte ich in Zukunft auch in Feldkirch sehen ;) Neben den Klassikern bekommt man aber auch eine Menge abartige Creme/Schoko/Milchgetränke, massenhaft verschiedene Sorten Punsch, Feuerzangenbowle, und und und.

Wir sahen uns also zuerst mal die paar Stände in der Altstadt an und ich langte in der so genannten Milchstraße essenstechnisch mal zu. Zu den Schupfnudeln in Käserahmsauce passte ein Schoko Coco zwar überhaupt nicht dazu, aber wen kümmert’s ;) Musste das Gesöff mit Schokimilch, Kokoslikör und Sahne einfach mal probieren und wurde auch nicht enttäuscht. Beim Markt in der Mariatheresienstraße, welcher hauptsächlich durch viele bunte Lichtkugeln und einen großen Lichtkristall glänzt, musste dann ein Zimtpunsch her. Hase nahm am gleichen Stand einen Glühwein, der sich als ultimative Frechheit entpuppte. De facto wurde hier ein ganz übler Fusel vom Hofer erhitzt und die Teile schmecken einfach nur Scheiße. Tja, schwarze Schafe gibt es wohl überall, vermutlich muss man mehr auf Schilder wie “hausgemacht” und so achten, da die eigene Produktion keine Selbstverständlichkeit zu sein scheint. Na immerhin war mein Punsch ganz gut *g* Zum Abschluss unserer kleinen Tour sahen wir uns dann noch die Stände am Marktplatz an, wo ich dann noch einen weiteren, letzten Punsch verkostete. Der Charme dieser drei ziemlich in der Nähe liegenden Märkte ist echt immer total anders, wobei mich der Hauptmarkt im Zentrum schon am meisten überzeugt hat – auch wenn sich dort natürlich am meisten Touris tummeln.

Um halb acht musste Hase dann weiter und so zog ich halt mal in seine Wohnung. Auf dem Weg tauschte ich noch schnell das Geschenk von Lynn gegen ein brandneues Exemplar des Nobody is perfect-Spiels. Ich hatte vor einem Monat ja mein Spiel mitgebracht, das dann von Nicos Gästen gleich mal mit ein paar Flaschen Bier getauft wurde. Die beiden Übeltäter haben dann netterweise glatt für Ersatz gesorgt, den ich heute also abholte. Um acht war ich dann also in der Wohnung, wo ich es mir gleich mal mit Pringles und einem Getränk gemütlich machte. Da ich ja Laptop samt HSDPA-Modem dabei hatte, pflanzte ich mich gleich mal ins Internet. Diverse Mails beantworten, ein bisschen bloggen und schließlich wieder mal in aller Ruhe zocken. Das hat wieder mal richtig Spaß gemacht. Loggte mich also nach ein paar Downloadproblemen in meinen neuen Pokerraum ein und legte gleich mal mit einem Double or Nothing-Sit’n'Go für 20 Pfund los. Hatte ziemliches Glück in einer entscheidenden Situation und konnte mich so noch recht gut in die Preisränge schummeln. Im Omaha Cashgame lief es teilweise bombastisch, insbesondere als ich meinen Straight Flush-Draw auf dem Flop pushte, zwei Caller bekam und zumindest eine Straße am River zog, die mir auch schon genügte. Leider erlitt ich dann hinterher zwei, drei ganz üble Beats, sodass der Gewinn nicht mehr ganz so rosig war wie es mal kurzzeitig aussah. Egal, ich löschte kurz nach Mitternacht zufrieden das Licht.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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