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Besuch bei Angy und den drei Friseuren

17. Juli 2008, 73 Mal gelesen.
 

Nachdem heute überhaupt keine Termine auf dem Programm standen, sparte ich mir den Weg nach Dornbirn und verrichtete meine Arbeit zuhause. Allerdings nur zur Hälfte, denn auf acht Stunden kam ich aus diversen Gründen nicht. Zuerst musste ich gleich mal die Wii anschmeißen, um mein Fitness-Programm durch zu ziehen. Am Abend würde ich ja nicht dazu kommen und ich war ohnehin schon zu inkonsequent in der letzten Zeit. So machte ich ein paar richtig anstrengende Übungen, bei denen ich vermutlich richtig kläglich aussah – aber Gott sei Dank sieht mich mein virtueller Trainer ja nicht ;) Nach dem Duschen machte ich mich dann an die Arbeit, die aber durch eine ausgedehnte Mittagspause unterbrochen wurde. Angy hatte wieder mal Probleme mit ihrem bzw. meinem alten PC. Im Gegensatz zu den Teilen, die bei July und Dad stehen, ist das Ding trotz seines hohen Alters noch immer ziemlich schnell. Allerdings doch auch schon altersschwach. So hat das Ding nur noch wild vor sich hin gepiepst, wenn man es starten wollte. Nun, dieses Phänomen kannte ich ja eh schon und so wusste ich was zu tun ist: aufmachen, RAM rausnehmen und wieder rein stecken, IDE-Kabel rein und raus und dann läuft der Laden wieder. Keine Ahnung, was die PCs immer haben, aber diese Vorgehensweise hat ziemlich oft Früchte getragen und so auch heute. Jetzt bestand noch das Problem, dass sich die Kiste ab und zu unter Windows aufhängte und zwar auf eine recht gehässige Art: aus dem nichts und ins nichts. Keine Fehlermeldung, nur schwarzer Bildschirm bzw. kein Signal. Ich vermutete, es lag am Grafiktreiber und hab mal ein entsprechendes Update installiert. Weiters erledigte ich die ausstehenden Windows-Updates. Während dieser Prozedur hielt sich der Rechner interessanterweise recht gut, mal sehen, wie’s dann zukünftig so läuft. Nun, bevor ich meine hoffentlich heilenden Hände an den PC ran ließ, genoss ich noch ein feines ausgiebiges Mittagessen. Birgit war mit ihren zwei Kids auf Besuch zum Raclette-Essen, wo ich mich natürlich gerne hinzu gesellte. Das Grillen von Zwiebeln, Gemüse und Fleisch auf dem Raclette-Gerät war noch ganz cool, wenn auch ziemlich laut durch das ständige Brutzeln ;)

Poolbar mit Mike und BellaNach der nachmittäglichen Arbeit fuhr ich dann mit Riki in die Poolbar. Dort sollten die drei Friseure auftreten, von denen ich eigentlich noch nie was gehört hatte. Da dort aber auch ein Arzt vom LKH mitmischt, wollte Riki die Show auf jeden Fall mal sehen, zumal ohnehin das halbe Spital dort sein würde. Und so war es dann auch tatsächlich ;) In weiser Voraussicht hatte ich noch ein Rundmail raus gelassen und so kamen immerhin auch Mike und Bella zum Friseurtermin. Die zwei hatten die Truppe schon mal am Bodensee gesehen und waren offensichtlich so begeistert, dass sie die drei Freaks nochmals sehen wollten *g* Beim Einlass hatten wir dann ziemlich Glück. Nicht nur, dass Mike und Bella die letzten Sitzplatzkarten ergattern konnten, sie bekamen sie auch noch zum ermäßigten Preis. Bei Riki und mir lief es dann sogar noch besser. Jonny hatte eine persönliche VIP-Einladung als Sponsor bekommen und nutzte die Karten aber selbst nicht. Sabrina hat heute Geburtstag und feierte bei ihrer Family. Zu diesem Anlass hab ich ihr übrigens am Morgen noch eine ganz putzige elektronische Karte gebastelt. Jedenfalls vererbte Jonny die Karten mir und tatsächlich stand ich auf der Gästeliste. Zu den Gratiseintritten gab’s sogar noch vier Getränkegutscheine, die ich auch gleich einlöste. Nach dem ersten Getränk war dann eh bereits Einlass und die drei in den weißen Kitteln (typisch Frisör?) betraten beinahe pünktlich die Bühne. Die erste Programm-Hälfte verging wie im Fluge und war sehr abwechslungsreich sowie stimmungsvoll. Die Typen waren durchwegs schräg drauf und nahmen so ziemlich jede Musikrichtung auf’s Korn. Immer wieder eingestreute Scherze behandelten mehr oder weniger aktuelle Themen und waren durchaus einen Lacher wert. Die Songs bestachen insbesondere durch ihre dilettantische Einfachheit. In den Strophen wurde irgendein unmelodischer Bockmist raus gelassen und beim Refrain ging’s dann richtig stimmungsvoll und auf den Punkt gebracht zur Sache: “Gaudi, Gaudi, 1, 2, 3, 4, Gaudi” oder “Disco, Disco, Disco” – das Schema war ähnlich, die Songs aber wie gesagt sehr abwechslungsreich und teilweise echte Ohrwürmer.

Poolbar 3 FriseureRecht begeistert düsten wir dann in der Pause zur Bar, danach ging ich auch mal ein bisschen frische Luft schnappen. Schade, dass das Wetter so scheiße war, sonst wäre es auf der so genannten Terrasse eigentlich immer richtig chillig. Etwa zwanzig Minuten später ging es dann mit dem zweiten Teil weiter. Nun hätte man den bisherigen Auftritt durchaus als kleines Konzert sehen können, aber eigentlich machen die drei ja “Kabarett“. Und das zeigten sie auch zu Beginn des zweiten Teils: wir wurden mit einem Vortrag zum Thema Motivation beglückt. Was soll ich sagen – es war die reinste Reinkarnation des Anti-Witzes. Eine absurde Folie nach der anderen, zusammenhangslos präsentiert. Okay, ziemlich mein Humor, aber ein bisschen fehlte hier doch der Tiefgang. Ich konnte jedenfalls kaum differenzierte Seitenhiebe ausmachen und so war diese Einlage nicht gerade der Höhepunkt des Abends. Die drei kehrten dann aber eh schnurstracks zu ihren Instrumenten zurück und packten sogar noch ein paar neue Teile aus. Neben Gitarren und Drumcomputer wurden auch noch diverse Blasinstrumente vorgeführt, teilweise auch kultige selbst gebastelte Teile wie zB die Blasorgel ;) Der “Ethno”-Block startete mit einem ziemlich genialen ruhigen Dahingesäusel und endete mit einem astreinen Übergang zum “Erotik”-Block, dem letzten Teil des Abends. “Je t’aime” war hier sicher das Highlight, ich sag nur “Je suis le TGV.. oui!” – echt genial. Auch bekanntere Songs wie “The Final Countdown” wurden ein wenig auf die Schippe genommen, wobei hier insbesondere die kultige Tröte als Solo-Instrument glänzte. Am Ende des Auftritt zogen sich die drei sogar noch ihre Hemden aus und zelebrierten den Abschied mit nacktem Oberkörper. “Was wollt ihr? Horror! Was für Horror? Superhorror!” Die drei zuckten noch so ziemlich aus, machten diverse Turnübungen, wälzten sich am Boden und flippten in der Gegend rum, bis förmlich das (Halloween-)Blut spritzte ;) Ein absolut würdiger Abschluss eines fast durchgehend überzeugenden, durchgeknallten Auftritts. Das Publikum war entzückt und forderte lautstark eine Zugabe, das es auch bekam. Um Viertel vor zwölf war dann der Spuk vorbei und wir konnten mit Mike nach Tisis rauf. Es war also eine echt überzeugende Vorstellung – schade war nur, dass die beiden Hälften nicht ganz ausgewogen waren. Im ersten Teil war irgendwie ein bisschen mehr Stimmung und Abwechslung drin, während der zweite Teil ein bisschen zu lange dauerte. Ein bisschen am Feinschliff arbeiten und die drei können auf Welttour gehen *g*

Vor Jahr und Tag..

 
 

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