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Kaufrausch und großes Pokerturnier

17. Mai 2008, 109 Mal gelesen.
 

Nach einer dezenten WordPress Plugin-Session fuhr ich heute am späten Vormittag mit Riki nach Bludenz. Sie wollte dort unbedingt noch Geschenke organisieren. Wir blieben aber nur kurz in der Stadt und fuhren dann zum Einkaufszentrum in Bürs. Eigentlich wollte ich nur schnell Tinte für meinen Drucker kaufen. Letztlich wurde ich dann aber doch fast 300 Euro los. Nun, dass das mit Tinte alleine kaum möglich ist, ist vermutlich naheliegend. Keine Ahnung wie das passierte, aber ich gelangte in einen kleinen Kaufrausch ;) Und zwar beim Stiefelkönig. Eigentlich guckten wir eher unmotiviert mal hinein, da stießen mir die Geox-Schuhe in die Augen. Im Prinzip sollte ich ja schon lange mal gute atmungsaktive Schuhe haben, der Preis schreckte mich aber doch immer ab. Heute war mir das egal und so steckte ich nicht nur ein Paar Schlüpfschuhe (also ohne Bendel, juhu!) um 100€ ein, sondern grad auch noch nicht viel billigere Sandalen. Pflegemittel ließ ich mir natürlich auch noch aufschwätzen *g* Schließlich zogen wir dann aber in den Cosmos. Krallte mir meine Tintenpatronen und kümmerte mich mit Riki um einen Modemersatz für ihren Dad. So klassische Telefonmodems gibt es ja fast keine mehr. Ein mopsiges Faxmodem im alten Stil kostete doch immerhin 60 Euro und die Alternativen schienen spärlich gesäht. Da zog der Verkäufer aber glatt so ein kleines Teil hervor, das von 90 auf 5 Euro herabgesetzt war. Richtig gelesen, 85 Euro Preisverfall. Dabei hat das Teil Bluetooth! Sofort eingepackt und einen entsprechenden Adapter noch dazu gekauft. Jubel. Ansonsten hielt ich mich dann verblüffenderweise ziemlich zurück. Ich hatte zwar die eine oder andere DVD in der Hand, legte sie aber wieder zurück. Ich bin hier derzeit einfach ziemlich unschlüssig, ob ich wirklich noch weiterhin DVDs kaufen soll oder wirklich langsam den Umstieg auf was Besseres anstrebe. Dabei ist natürlich das Dilemma, dass die HD-DVDs teils ein Drittel der gleichzustellenden Blurays kosten, aber halt eigtl. “tot” sind. Nja, mal sehen. Im “Restaurant im Zimbapark” packten wir das Modem mal aus und entdeckten, dass man hier sogar über gute alte serielle Schnittstelle anschließen kann, cool. Das Mittagessen war dann exzellent, wow, jederzeit zu empfehlen! Vor der Heimfahrt wurde ich noch einen Batzen Geld im Interspar los. Sie hatten ein paar Alkopos im Angebot und auch bei den Schweppes-Teilen musste ich massiv zulangen.

Pokerturnier in RankweilDaheim hatte ich dann grad noch Zeit, das Zeugs auszupacken, ehe ich mit dem Rad nach Rankweil zum Pokerturnier fuhr. Dieses Mal war es groß von beiden Vorarlberger Vereinen aufgezogen, bis zu 140 Spieler hätten teilnehmen können. Mit einer halben Stunde Verspätung legten wir dann aber mit knapp über 80 Pokerfreaks auf etwa acht Tischen los. Aufgezogen war es dieses Mal wirklich sehr professionell. Es gab an jedem Tisch einen Verantwortlichen, der teilweise auch durchgehend Dealer spielte, was natürlich bombastisch ist. Zudem sorgte ein Floorman für den reibungs- und unterbrechungsfreien Ablauf. Der Zeitplan konnte so in Folge wirklich eingehalten werden und blöde Wartereien wie beim letzten Mal gab es keine. Großes Lob also an die Veranstalter, hier hat alles gepasst. Auch für Verpflegung wurde in ausreichendem Maße gesorgt und so stand einem spannenden Nachmittag nichts mehr im Weg. Naja, ein bisschen Kartenglück wäre halt noch nötig gewesen, aber bitte. Im Rahmen der “highest hand”-Competition wurden schon in der ersten halben Stunde Hände wie Assenpoker und Straight Flush gemeldet, während ich ständig Müll wie 8-2 und Co wegwarf. Zugegebenermaßen spielte ich sehr tight, was ich eigentlich ursprünglich nicht vor hatte. Zudem war der gesamte Tisch ziemlich zurückhaltend, so hätte man schon den einen oder anderen Move machen können, der sich aber auf Grund der Mini-Blinds nicht rentiert hätte. Also hieß es brav abwarten. So kam ich in den ersten zwei Stunden vielleicht fünf Mal zu einem Flop. Das beste Blatt, das ich bis dato hatte waren zwei Achten. Diese warf ich dann auf einen Reraise vor dem Flop in die Tonne. Der Bursche hinter mir zeigte ein lausiges Viererpaar. Oh, Danke für die Information, dich werde ich mir merken. Unser Tisch blieb sehr lange in der gleichen Konstellation bestehen. Ab und zu mussten wir uns von einem verabschieden, aber im Großen und Ganzen konnte man sich gut auf die Spieler einstellen. So konnte ich einen klassischen Last Position-Stealer fein check-raisen und einen guten Pot gewinnen, sodass ich mehr oder weniger eben blieb. Dann endlich der wichtige Double-Up: Alle folden, ich calle im Smallblind mit Q♦-2♦, der Bigblind checkt. Es handelte sich dabei um den aggressiven Burschen, der mich vorhin schon mal mit nem lausigen Viererpärchen zum Laydown gebracht hat. Also mal auf den Flop warten. Q♥-2♠-5♠. Was für ein Hammer. Wie hol ich jetzt mit meinem Twopair am meisten Kohle raus? Am besten ordentlich setzen. Er lässt sich den Pot eh nicht nehmen und wird entsprechend hoch raisen, um mich rauszudrücken. Und tatsächlich setzt er mich fast All-In, was ich natürlich insta-calle. Der Brüller war dann, dass er rein gar nichts außer einer As hatte. Tja, so kann’s gehen wenn man überaggro spielt. Jetzt hatte ich also ein bisschen Luft und spielte straight weiter. Einen guten, aber letztlich ärgerlichen Laydown hab ich auch gemacht: UTG pusht nach ewiger Abstinenz mit 3000 Chips All-In. Die Blinds lagen so bei 300 und ich hatte den dreifachen Stack von ihm. Alle folden und ich sehe A♠-Q♥. Da der Typ aber so lange kein Blatt gespielt hat, das Verlieren der Hand schon geschmerzt hätte und va. hinter mir noch ganze vier Spieler waren, warf ich fort. Blöderweise zeigte er zu seiner As einen lausigen Vierer. Wie er auf die Idee kommt, damit aus früher Position alles auf’s Spiel zu setzen, frag ich mich schon. Tja, hab ich ihn doch falsch eingeschätzt. Schade.

Irgendwie verringerte sich mein Stack auch nach und nach, insbesondere durch die verdammten Antes. Die haben mich schon beim letzten Mal kaputt gemacht und ähnlich ging es mir heute. Leider hatte ich auch nicht das Glück wie so manch anderer an unserem Tisch, der sich einen Double-Up durch den Chipleader holen konnte. Tja, also das war echt hart, ich würde gerne wissen, wie der zu solch einem großen Stack gekommen ist. Denn Plan hatte er definitiv keinen. Und so gab er durch haarsträubende Calls ständig Chips an die anderen Spieler, nur leider nicht an mich. Als ich eine Straight gefloppt hätte, zwang er mich leider vor dem Flop zum Folden. Ekelhaft war noch, dass ein anderer Spieler mit so einem Müllblatt wie 5-2 dabei blieb und auch noch Glück hatte. Damn. Irgendwann kam es dann zur Tischauflösung, wobei das zu dem Zeitpunkt ziemlich egal war. Ich musste nicht mehr lange die Spieler beobachten. Mit stetig steigenden Blinds und Antes gab es sowieso nur noch ein “Push or Fold”. Leider wurde ich Runde um Runde zum Folden gezwungen. Es kam nicht eine spielbare Hand und wenn doch, war vor mir schon die große Action. Tja, und so schwand mein Stack stetig, bis es wieder mal zum entscheidenden Coinflip kam. Er oder ich, wir hatten beide gleich viele Chips. Leider hat er dann getroffen, womit mein Siebenerpaar, mit dem ich sein All-In im Smallblind callte wertlos wurde. Mit den letzten Chips konnte ich gerade noch das Ante bezahlen, aber auch hier verließ mich das Glück und ich schied gegen halb zehn als 26. aus. Immerhin fünf Stunden lang wacker durchgehalten und fast 3/4 des Feldes hinter mir gelassen. Aber davon kauft man sich halt auch nichts. Dennoch war es ein ganz cooler Nachmittag und Abend, der durchaus wiederholt werden könnte. Jonny zockte übrigens sein Buyin bei den Sit’n'Gos zurück, ich hatte dann aber auch keine Lust mehr und fuhr nach Hause. Ich musste mich über den Regen ärgern, der mich am Rad doch ziemlich nass machte. “Tapping the Vein” von Sodom konnte mir aber die Stimmung zumindest eine Zeit lang heben. Bis es dann so zu schütten anfing, dass ich praktisch heim schwimmen musste. Sowas ekelhaftes hab ich schon lang nicht mehr erlebt. Klatschnass kam ich dann in Tisis an, wo ich gleich mal unter die Dusche huschte und mich aufwärmte.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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