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Weben und Bloggen

17. März 2008, 114 Mal gelesen.
 

Einen großen Teil des heutigen Arbeitstags steckte ich wieder in den eModerations-Kurs. Und zwar hatte ich noch recht dringend eine Online-Aufgabe zum Thema Weben zu erledigen. Was das genau bedeutet? e-Moderations-Guru Gilly Salmon schreibt dazu wörtlich: “By collecting together some relevant statements you can not only acknowledge contributions, but also point out their significance and encourage a further iteration by ending with an open question/invitation/challenge to respond.” Ich habe mir hier sehr sehr viel Zeit genommen, ein entsprechendes Thema aus unserem aktuellen Kurs herauszunehmen und entsprechend zu verweben. Womöglich ist mein Beitrag eh zu lang geworden, allerdings wollte ich intensiver auf die einzelnen Aspekte eingehen und möglichst viele verschiedene Beiträge der Teilnehmer integrieren. Herausgekommen ist schließlich folgende kleine Arbeit:

So, hier nun noch meine Verwebung. Es ist recht schwierig, sich das “optimale” oder wichtigste Thema zum Verweben herauszusuchen, habe mich jetzt aber einfach spontan dazu entschlossen, etwas über Medienadäquanz loszuwerden.

Die Frage, welche Inhalte mit Hilfe welcher Medien vermittelt werden sollten, ist in allen Bereichen der Didaktik grundlegend. Beispielsweise macht für die Vermittlung komplexer Vorgänge in einer technischen Umgebung der Einsatz einer Computeranimation mehr Sinn als eine Serie von Overheadfolien, wohingegen letztere für eine simple Textauflistung völlig ausreichend ist. Ähnlich relevant ist schließlich auch die Wahl des Tools in einer elektronischen Lernumgebung. Hierzu hat es schon unterschiedliche Meinungsäußerungen gegeben – genauso wurden die verschiedenen Tools wie Forum, Blog, Wiki oder Konferenz von den Teilnehmern in diesem Kurs unterschiedlich gut akzeptiert und genutzt.

Rainer streicht in seinem Forenbeitrag zum Thema eModerationskompetenzen die Wichtigkeit der methodischen Kompetenz hervor: welches Werkzeug für welche Inhalte? Karl-Heinz ging in seinem Eintrag nochmals konkreter auf dieses Thema ein. So weist er darauf hin, dass schon im “analogen” Bereich für den Lehrenden eine Vielfalt an Tools wie Flipchart, Pinnwand, Folien, Moderationskarten, etc. zur Verfügung stehen. Die Wahl des richtigen Tools ist aber im eLearning-Bereich auf Grund der noch größeren Vielfalt entsprechend schwieriger. Sonja fügte diesen Fragen noch einen wichtigen Aspekt zur Medienwahl hinzu: nicht nur der Lerninhalt entscheidet über das passende Medium, sondern auch die Lerngruppe, abhängig von deren Präferenz, Wissensstand und Erfahrung. Ich bin ebenfalls – wie auch im zweiten Absatz meines Blogeintrags festgehalten – der Meinung, dass die Methodenkompetenz für einen eModerator äußerst relevant ist. Zum einen sollte der Moderator einen guten Überblick über die Möglichkeiten haben, zum anderen diese natürlich auch entsprechend einsetzen können. Erst dann ist es ihm möglich, das richtige Tool für die richtige Aufgabe zu definieren und zu nutzen.

In unserem eModertions-Kurs wurde soweit hauptsächlich das Forum kritisiert und dessen adäquater Einsatz in Frage gestellt: Eva schrieb in ihrem Blogeintrag vom 29.2. beispielsweise, dass sich für die Kompetenzen-Abfrage ein Gruppen-Wiki besser geeignet hätte, da dies eher zu einer saubere Kompetenzen-Liste geführt hätte. Sie unterstreicht dabei noch ihre Aversion gegen das von vielen als sehr unübersichtlich angesehene Forum. Im Wiki-Eintrag von Ingrid hingegen wird deklariert, dass ein Forum nicht nur für das gegenseitige Kennenlernen sinnvoll eingesetzt werden kann, sondern eben auch für das Vernetzen und Austauschen von Wissen und eine kritische Auseinandersetzung damit das ideale Medium darstellt. Ich bin ebenfalls der Meinung, dass ein Forum generell sehr gut geeignet ist, um Meinungen auszutauschen oder um über konkrete Inhalte zu diskutieren. Um die Übersicht zu gewährleisten ist hier aber eine sehr klare Struktur nötig, ebenfalls sollten die Teilnehmer Regeln wie Festlegen einer Überschrift, richtiges Antworten und Zitieren, etc. einhalten. Wie auch schon vielfach in diversen Einträgen erwähnt spielt hier natürlich die kompetente Zusammenfassung seitens des eModerators eine gravierende Rolle.

Einen wichtigen Punkt zum Thema Methoden und Tools im eLearning-Bereich möchte ich noch hinzufügen und hervorheben, da dieser meiner Meinung nach beim Einsatz von sämtlichen elektronischen Lernplattformen relevant ist: Verknüpfungen. Verweise auf weiterführende oder ähnliche Inhalte sind meiner Meinung nach das A und O des modernen Internets. Genauso wären entsprechende Verbindungen innerhalb eines geschlossenen Systems wie einer Lernumgebung ein sehr wertvoller Bestandteil des Webens, was auch wiederum der oft bemängelten Übersicht doch zugute käme. Ich habe versucht, dieses Prinzip in meinem Webbeitrag einzusetzen, was sich jedoch leider als sehr schwierig erwies. Diese Lernplattform scheint ein Verlinken auf die verschiedenen Beiträge per se nicht vorzusehen. Um gezielt Einträge im Blog oder Forum direkt verlinken zu können müssen Filter und andere Tricks eingesetzt werden, schade :(

Ich habe die Struktur noch mittels Fettschrift und Verlinkungen zu den einzelnen Beiträgen optimiert. Gerade Letzteres hat viel Zeit gefressen, ist aber meiner Meinung nach eben wesentlicher Bestandteil von Web 2.0. Ich versuche hier im Blog ja auch immer mehr auf Links, Tags, etc. einzugehen. das Ganze kostet halt einfach viel Zeit, deshalb ist das bisher nur im Ansatz realisiert. Aber ich werde hier definitiv noch Gas geben ;) Beispielsweise habe ich mich mal um ein ganz interessantes Feature gekümmert, bisher allerdings leider ohne Erfolg: Verlinken zu mehreren Websites. Wie ich auf sowas komme? Nun, ich habe ehrlich gesagt immer wieder mal Probleme bei bestimmten Stichworten, womit ich sie nun genau verlinken soll. Beispiel Kinofilm: Link auf die offizielle Webseite? Link auf imdb? Link auf Wikipedia? Was macht am meisten Sinn? Eigentlich möchte ich hier eine Auswahl von drei Links bringen und der Besucher kann dann den gewünschten einfach aussuchen. Wäre doch eine feine Sache, oder? Bei meiner Recherche bin ich auf folgendes Plugin gestoßen, das ziemlich genau das macht: Smartlinks. Das kann schon einiges, hatte aber ein paar Macken und einen deutlichen negativen Aspekt: Geschwindigkeitseinbußen. Ich sah auch keine Möglichkeit, das standardmäßige Verhalten des Tooltips zu ändern, denn das nervte besonders. Also musste ich das Ding doch gleich wieder loswerden. Bei meiner weiteren Suche stieß ich dann auf diese Multilink-Webseite. Das Plugin ist für ein Wiki entstanden und müsste definitiv in etlichen Belangen angepasst und optimiert werden. Das ist mir dann vorerst doch zu mühsam und so lass ich das Thema wohl mal ruhen und bastle evtl. mal an einer eigenen Minimallösung mittels Lightview und Ajax oder so..

Vor Jahr und Tag..

 
 

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