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Onkel Andys Tagebuch
  

Maya-Unterricht

16. Oktober 2008, 5 Mal gelesen.

Heute wartete wieder mal ein intensiver Maya-Unterrichtstag auf mich. Megi hatte bei der letzten Vorlesung so das Gefühl, dass sich alle völlig überfordert fühlen und sowieso jeder nur frustriert ist. An den Zwischenabgaben konnte man diese Panik und Ratlosigkeit zwar nicht erkennen, aber ich habe dennoch kurzerhand beschlossen, eine Fragestunde bzw. Problemlösungsstunde einzuschieben. Letztes Jahr habe ich das ja von Beginn an eingeplant gehabt und das hatte damals auch gut funktioniert. Diesmal wollten wir alles ein wenig straighter durchziehen, doch es stellte sich dann doch heraus, dass so eine offen gestaltete Stunde zwischendrin einfach notwendig ist. Ganz so viel Mühe wie letztes Jahr habe ich mir diesmal zwar nicht gemacht, aber letztlich war ich doch fast einen ganzen Tag dran, um alle Arbeiten durchzusehen, kurz zu bewerten und nach Problemen zu durchsuchen. Die für mich relevantesten Problemfälle hab ich mir dann zusammen gestellt und den Studs zum Download bereit gestellt. Obwohl ich gestern noch eine entsprechende Mail rausgeschickt hatte, gab es heute doch noch einige, die sich die Daten noch nicht gezogen haben - eh klar. Am Anfang der Stunde fragte ich nach den größten Problemen und tatsächlich kamen ein paar Meldungen. Warum diese nicht schon im Vorhinein per Mail kamen, obwohl wir dies gewünscht hatten, ist mal so eine Frage.. das Forum wurde auch nur von ein paar wenigen Leuten genutzt, man hätte also durchaus meinen können, es gibt eh keine Probleme. Die Fragen waren dann aber ohnehin nicht sonderlich spektakulär. Ein paar Dinge konnte ich gleich klären, bei manchen Problemen verwies ich auf “später”, wobei ich leider nicht alles behandeln konnte.

Dafür war ich einfach von Beginn an deutlich zu langsam. Bereits die erste Datei nahm bei allen drei Gruppen eine halbe Stunde in Anspruch, obwohl wir nur schnell ein, zwei Löcher in einem Polyobjekt gefüllt hatten. Leider galt auch hier wie so oft: wer nicht genau arbeitet, hat weitere Probleme. Wenn man nun also die Vertices am Ende freistehender Faces gelöscht hat anstatt die Faces selbst, konnte man nachher nicht mehr sauber weiter arbeiten. Nun, irgendwie war das alles wieder ziemlich stressig, zumal ich das Gefühl hatte, dass es trotz Schneckentempo nicht so ganz sitzt. Aber im Großen und Ganzen ham dann die meisten die verschiedenen Probleme lösen können. Eine Sache ging sich dann zeitlich leider nur noch im Ansatz aus: ich wollte aus zwei getrennten Polyobjekten ein einzelnes machen. Beim Snappen der Vertices brach ich dann aber auf Grund der fortgeschrittenen Zeit ab und bei den anderen beiden Gruppen ließ ich den Scheiß gleich ganz weg. Nach der letzten Einheit hätte ich dann noch zwei Mädels bei spezifischen Problemen helfen sollen, scheiterte aber glatt kläglich. Dass ich grad überhaupt keine Lösung mehr wusste, ist mir echt schon ewig nicht mehr passiert. Selbst danach fielen mir zwar ein paar andere Ansätze ein, die aber alle wieder zu unvorhersehbaren Fehlern führten. Also ab und zu ist Maya echt zum Kotzen ;)

Irgendwie hatte ich ein zwiespältiges Gefühl zum heutigen Tag. Zum einen war solch eine Zwischensession auf jeden Fall vernünftig, zum anderen hätte ich den Fokus vielleicht doch ein bisschen anders legen können. Vermutlich wäre es gut gewesen wie letztes Jahr direkt mit der Abgabe eine konkrete Problembeschreibung von jedem einzelnen zu fordern. Na, egal. Gegen halb sieben war ich dann daheim. Riki hatte gleich viel Hunger wie ich und so beschlossen wir, was Vernünftiges futtern zu sehen. Wir fuhren dann endlich mal in die Pyramide, das orientalische Restaurant, in dem ich eh schon lange mal die Genießerkarte einsetzen wollte. Vor dem Eingang erwartete uns ein hübsches Laternen-Ensemble und auch die Räumlichkeiten können sich eigentlich durchaus sehen lassen. Lustig fand ich die kleine Chill-Ecke, in der man auch eine Wasserpfeife genießen kann. Letztlich ist die Bude aber einfach viel zu groß. Zumal scheint ja nicht allzu viel los zu sein, heute waren wir gemeinsam mit einem Schweizer Paar jedenfalls die einzigen! Es war aber auf jeden Fall ein ganz netter Abend und man kann die Bude auch für größere Gruppen durchaus empfehlen. Wobei ich nicht sicher, wie lange man dann warten muss, denn selbst wir hatten schon mal so einige Minuten Wartezeit, bis mal was daher kam. Rikis Suppe war ziemlich sonderbar, mein überbackener Schafskäse zwar ziemlich fett, aber geschmacklich echt ein Hammer. Die Hauptspeisen waren dann in Ordnung, aber nichts Außergewöhnliches. Also schon orientalisch, aber irgendwie überraschte uns damals der Inder im Rappenwald doch deutlich mehr. Solide war es aber allemal und wie gesagt ist das Ambiente hier auch ganz nett. Also gerade mit Vergünstigungskarte auf jeden Fall empfehlenswert.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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