Camp: Storytelling extreme
16. August 2008, 4 Mal gelesen.
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Musste heute durchaus früh aus den Federn und dann mit Bus und Bahn nach Dornbirn. Das Wetter hatte sich so langsam gebessert und versprach heute durchaus trocken zu bleiben. Die eigentlich auf heute verschobene Spielegeschichte wurde aber auf morgen verschoben, womit heute also der ganze Tag im Zeichen der Workshops stand. Es war klar, dass ich heute ein bisschen mehr Konzept in die Sache hinein bringen muss. So konnten die Teilnehmer zwar immer noch viel experimentieren, aber deutlich gezielter. Es ging konkret drum, sowohl Gegenstände, als auch Charaktere und Tätigkeiten konkret kennenzulernen. Dadurch sollte es nachher einfacher sein, eine Geschichte auszudenken. Tja, weit gefehlt. Die Findung einer Story war dann wirklich extrem mühsam. Obwohl sich auch Bernd und Klemens zu mir gesellten, kamen wir bei manchen Teilnehmern auf keinen besonders grünen Zweig. Irgendwie hatte man das Gefühl, man muss alles vorbestimmen, weil kaum eigene Ideen aufkamen. Immerhin hatten wir recht bald mal vier Leute unter Dach und Fach, bei zwei Personen wurde es aber schon ne harte Sache. Allgemein war recht offensichtlich, dass man gerne herum experimentiert, aber keinerlei Bock auf das Erzählen einer Geschichte und schon gar nicht das Konzipieren hat. Dementsprechend mau waren dann auch die geistigen Ergüsse, die wir dann halbwegs in eine Form zu bringen versuchten. Beim Mittagessen heulte ich mich bei Gerti und Jonny aus und wir erarbeiteten ein paar neue Ansätze.
Der Nachmittag startete also mit dem Überarbeiten der bisherigen Ideen. Bernd hat es glatt geschafft, zwei Jungs zum Schreiben eines kleinen Drehbuchs zu animieren. Mit vereinten Kräften konnten wir dann auch den Rest der Truppe zum halbwegs sinnvollen Arbeiten bewegen. Dabei wollten wir eh vom ursprünglich vorgeschlagenen Thema Alkohol abkommen, da es offensichtlich ein bisschen überforderte. Unsere anderen Vorschläge hätten aber offensichtlich uns selbst mehr Spaß gemacht als den Teilnehmern und so beließen wir das Ganze doch beim Ursprung ohne zu große Ansprüche in der Hoffnung, dass während der Arbeit was draus entsteht. Wir haben nun drei Zweiergruppen. Eine Gruppe arbeitet jetzt ihr kleines Drehbuch ab, in dem sich der Hauptdarsteller aus Frust in den Tod bzw. meiner Meinung nach wohl besser ins Koma säuft. Bei der anderen Gruppe wird der Hauptcharakter während eines Abends in der Disco verschiedene Zustände durchgehen, von Partystimmung bis Aggression. Der Schluss ist noch ein bisschen offen und es ist auch nicht ganz klar, ob wir das Ganze noch mit einem schlauen Text unterstreichen oder nicht. Die letzte Gruppe schließlich beschäftigt sich mit einem Musikvideo. Der Sound kommt von einem Campteilnehmer, was natürlich ne ziemlich coole Sache ist. Jetzt besteht die Herausforderung darin, zusätzlich zu den Musikerszenen eine kleine parallele Geschichte zu erzählen. Dabei sind im Rahmen eines Musikvideos natürlich eh keine Grenzen gesetzt. Es sollte nun also auf drei verschiedene Arten irgendwie das Thema Alkohol verarbeitet werden, mal sehen, wie das dann klappt.
Knapp vor sechs war ich dann ein bisschen hin und her gerissen. Soll ich jetzt noch mit dem Shuttle zum Camp rauf fahren oder doch gemütlich heim. Oben wäre noch gegrillt worden, wobei meine Lust nach Maiskolben nicht sonderlich groß war. Irgendwie wollte ich lieber gemütlich auf die Terrasse raus und Riki von der Jugend von heute berichten
Und so lief ich halt doch zum Bahnhof, wo ich dann Dank Samstagsfahrplan doch ne halbe Stunde auf den nächsten Zug warten musste. Um Viertel nach sieben war ich dann aber daheim, machte gleich einen Salat und warf Gemüseschnitzel auf den Toaster. Eigentlich bereitet man die Teile ja in der Pfanne oder im Rohr zu, aber ich wollte raus sitzen und nicht blöd vor dem Herd stehen. Und siehe da, es hat super funktioniert. Die Teile wurden Dank beidseitiger Hitze richtig schnell fertig und zudem super knusprig. Hier hat Hofer wirklich leckere Tiefkühlware auf die Welt gebracht, alle Achtung. Ein wenig abgestunken hat dann wieder mal das Lidlprodukt: Vegi-Burger. Okay, die Laibchen haben von Beginn hat recht suspekt ausgesehen
Ne, im Endeffekt waren sie ja eh nicht schlecht, aber ein bisschen eigenartig und nicht zwingend für den alleinigen Verzehr geeignet. In einem entsprechenden Burgerbrot mit Salat und Zwiebeln könnte ich mir die Sache aber sehr lecker vorstellen. Als Nachspeise machte ich mir noch einen abgewandelten Gin Tonic. Dann wurde es langsam doch ziemlich frisch und wir verzogen uns hinein. Riki ging bald mal ins Bett, ich aktualisierte noch meinen Blog und zockte zwei Runden Poker. Dabei konnte ich zumindest das Omaha-Match klar für mich entscheiden. Im Hold’em hätte ich einen super schwachen Gegner gehabt, konnte dies aber nicht ausnutzen. Tja, er hatte Twopair gefloppt, ich traf mein Twopair am Turn und pushte natürlich sofort All-In. Leider hatte er das bessere. Oft hast a Pech. Kurz nach elf machte ich mich dann auf den Weg ins Bett.
Vor Jahr und Tag..
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- Datum: 16. August 2008
- Kategorie: Arbeit, Arbeit, Unterrichten
- Wortanzahl: 780 Wörter











