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Doktorarbeit im Café und ein Glühwein hinterher

15. Dezember 2008, 36 Mal gelesen.
 

DoktoratWeil ich ja eigentlich im Urlaub wäre, habe ich diese Woche keinerlei Termine an der FH. Das nutzte ich heute zumindest dafür, daheim zu bleiben, wobei ich den Begriff “Home Office” ein wenig erweiterte. Nun, ich nahm mir heute ganz konkret vor, endlich was zu meiner Doktorarbeit zusammen zu schreiben und das Thema mal richtig auszuarbeiten. Bisher scheute ich mich immer vor diesem letzten Schritt und versteckte mich eigentlich ständig hinter der Recherchearbeit. Soll heißen, ich habe ständig nur diverse Arbeiten zum Thema gelesen und im Internet nach neuen Erkenntnissen gesucht, um optimal für die Ausarbeitung des Themas vorbereitet zu sein. Damit musste nun endlich Schluss sein, denn das führt ja eh zu nichts. Klar ist es wichtig zu wissen, in welche Richtungen bisher geforscht wurde und welche Fragestellungen relevant sind. Aber irgendwann muss man auch einfach mal sein Ding durchziehen. Ehrlich gestanden habe ich mich bisher auch nur auf deutschsprachige Literatur konzentriert und internationale Ansätze großteils ziemlich ignoriert. Da ich auch heute auch ständig durch das Internet abgelenkt wurde (so ein blödes aufdringliches Ding aber auch), beschloss ich kurzerhand, mich in ein Café zu verziehen und dort beinhart handschriftlich meine Gedanken festzuhalten.

Ich zog also in die Stadt und sah mich nach dem Einkaufen von zwei Legopackages für meine zwei Taufpatenkinder im Illpark um. Schließlich landete ich im neuen Tomcat, wobei mich dort die doofe Raucherei echt total genervt hat. In der Passage selbst hätten sie zwar auch Tische und Stühle mit Rauchverbot, aber dort wird man auch ständig durch Passanten gestört. Und obwohl drinnen die Luft per se nicht mal so schlecht war, genügten auch schon zwei, drei qualmende Zigaretten in meiner Nähe um zu nerven. Ich will endlich auch ein komplettes Rauchverbot in Österreich, verdammt. Na, wie auch immer – ich bestellte dann mal einen feinen Wellness-Tee, der in einer argentinischen Kürbisschale serviert wurde. Diese stellte mich dann gleich vor ein leider nicht zu lösendes Problem: die Blüten und Blätter schwammen gemütlich im Teewasser vor sich hin und es schien keine Möglichkeit zu geben, diese mit einem Sieb oder so aus dem Wasser raus zu fischen. So bekam ich also mit jedem Schluck ein paar Blätter mit in den Mund, was natürlich besonders lecker war. Ich war mir dann aber doch zu gut, um nach einer Bedienungsanleitung zu fragen und entwickelte im Laufe der Zeit eine richtig gut ausgereifte Fähigkeit, meine Lippen so zu spitzen, dass der Großteil des Gewuzels in der “Tasse” zurück blieb. Nachdem sich der Kellner lange genug im Stillen über meine Trinkweise kaputt gelacht hatte, wies er mich dann doch mal auf den Strohhalm hin, der im mitgelieferten Löffel integriert war. Haha, Danke für den Tipp, blöderweise war nun der Tee eh schon alle. Aber wer kommt auch schon auf die Idee, einen Tee per Strohhalm zu schlürfen? Also diese Argentinier… *grins*

Da ich gar nicht erst rausfinden wollte, was für knifflige Aufgaben sich in anderen Getränken versteckt hätten, bestellte ich dann zukünftig nur noch gespritzte Apfelsäfte, die dann Gott sei Dank auch glatt ohne schwimmenden Ingredienzen in einem ganz normalen Glas serviert wurden ;) Wie auch immer, Fakt ist, dass mich das Ambiente trotz Rauch, Musik und Blütenblätter im Mund beinahe beflügelte. Ich habe jedenfalls innerhalb der zwei Stunden dort richtig produktiv gearbeitet und praktisch mein Thema komplett ausformuliert. Schon lustig, wieder mal richtig mit Kuli herum zu sudeln und falsche Passagen nicht zu löschen, sondern durchstreichen zu müssen *lol* Ich war jedenfalls super glücklich, dass ich das nun endlich mal erledigt habe. Klar muss ich das Ganze noch ein wenig umformulieren und optimieren, auch mit Quellen versehen, etc., aber ich glaube, dass ich das morgen zumindest mal so hin bekomme, dass ich’s Guido zum Lesen geben kann. Möglicherweise habe ich ein bisschen viel vor, aber ich habe doch versucht, die Arbeitsweise möglichst offen zu halten. Mehr dazu schreibe ich dann, sobald die Sache wirklich gegessen und abgesegnet ist, denn vielleicht freue ich mich derzeit doch zu früh. Nach meiner erfolgreichen Arbeitssession im Café traf ich mich dann noch recht spontan mit Gü am Weihnachtsmarkt, der mit mir in die FH gegangen ist. Habe ihn ja auch schon länger nicht mehr gesehen – das letzte Mal im Sommer des letzten Jahres zum Pokern bei Smi, wo er und Mef unglaublich übel abgekackt haben ;) Jetzt ist er jedenfalls nach Feldkirch gezogen, was natürlich nach einem kleinen Treffen schreit. Von sechs bis halb acht gönnten wir uns dann jedenfalls den einen oder anderen Glühwein und tauschten ein paar Neuigkeiten aus. Natürlich durfte auch das bereits vorhergesagte Raclettebrot nicht fehlen, diesmal vom anderen Stand. Auch dort ganz ordentlich, aber optimaler ist definitiv das Himmelsraclette ;) Als dann um halb acht endgültig klar wurde, dass es nichts mehr zu trinken gibt und man froh sein muss, wenn man noch den Pfand zurück bekommt, trennten sich unsere Wege wieder. Ich spazierte gemütlich nach Hause und legte dann um 20:00 Uhr mit Piet eine ordentliche Kuschelsession ein. Riki hat heute Dienst, weshalb er doch schon sehnsüchtig auf mich wartete – gerade am Abend ist er immer sehr auf Körperkontakt aus *grins*

Etwa bis zehn verschwendete ich meine Zeit noch mit diversen Dingen: mp3 taggen, Google News lesen, bloggen, etc. Danach musste ich mich aber dringend an die Arbeit machen, denn es galt die Clownfish Webseite soweit fertig zu stellen, dass man sie online schalten kann. Da die Inhalte noch nicht komplett fertig sind, musste ich die Daten zumindest soweit optimieren, dass auch ein Laie möglichst einfach die Texte ersetzen kann. Also ging ich nochmals durch den Code durch, lagerte Javascript-Anweisungen in eigene Files aus und kommentierte die relevanten Stellen. Außerdem musste ich noch einige Änderungen auf den praktisch schon fertigen Seiten vornehmen, die auch ein bisschen Zeit kosteten. Die Optimierung der css-Anweisungen war dann auch noch ein wichtiger Schritt und natürlich das Testen in den verschiedenen Browsern. Erst nach drei Uhr morgens hatte ich die Sache dann erledigt. Wenn ich mir die Seite nun ansehe ist es schon schräg zu wissen, wie viel Zeit ich dafür investiert habe. Denn viel steckt ja eigentlich nicht dahinter. Es gibt ein essentielles Bild auf der Startseite, das halt extrem viel Aufwand war, und dann ein paar verschiedene Icons in Groß und Klein. Ein, zwei Buttons und das war’s dann schon. Auf zwei der vier Unterseiten gibt es noch ein kleines simples Menü und die Inhalte werden dann beinhart in klassischer Manier geblättert. Ja, es gibt glatt “weiter” und “zurück”-Buttons wie in der guten alten Zeit ;) Aber irgendwie hat das schon Stil finde ich, sofern man sich nicht durch mehr als zwei Seiten klicken muss. Die Buttons sind derzeit wohl noch ein bisschen zu groß, mal sehen, ob ich das in nächster Zeit noch ändere. Vorerst ist die Sache jedenfalls abgeschlossen. Morgen muss ich noch ein paar Fotos der Mitarbeiter machen, aber dann war’s das. Mal sehen, ob man dann nächstes Jahr noch eine animierte Version des Ganzen macht. Prinzipiell hätte ich die Sache schon so aufgebaut, dass man’s auch problemlos animieren kann, allerdings sind dann bestimmte Effekte doch in Photoshop entstanden, was die Sache wieder kompliziert machen würde. Zumal ich mich natürlich intensiv mit den neuen 3D-Features von Flash auseinander setzen müsste. Vielleicht findet sich aber auch eine simple Lösung mittels Javascript – hier gibt es ja auch schon verschiedene Effekte wie Coverflow oder Pageflip, was hier gerade gut einsetzbar wäre. We’ll see.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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