Wanderung und Feuerwerk
Der eigentliche Plan für den heutigen Samstag wäre ja gewesen, nach Konstanz zu fahren und meine Leinwand auszutauschen. Die Elektronik meines aktuellen Modells zickte ja von Beginn an und obwohl ich das Problem mehr oder weniger gelöst habe, wäre mir eine einwandfrei funktionierende Bildwand natürlich schon lieber. Der Austausch hat sich nun ein sattes halbes Jahr dahin gezogen und kurzfristig hatte es so ausgesehen, als würde der Ersatz doch direkt zu mir geliefert werden. Aber dann kam irgendwie doch was dazwischen und erst nach dem Einschalten meines Händlers schien die Sache nun endgültig ins Rollen zu kommen. Mit der Einschränkung, dass alles wieder über eine deutsche Adresse laufen muss. Man würde ja meinen, dass mit der EU solche Probleme gelöst wären, aber zum einen gibt es hier tatsächlich noch Hürden jenseits der exorbitanten Versandkosten ins Ausland. Nun gut, immerhin habe ich eine Entschädigung für die Fahrt bekommen und so konnte ich eigentlich nicht Nein sagen. Jetzt stellte sich gestern aber heraus, dass der Termin doch nicht eingehalten werden kann. Gott sei Dank hatte ich noch nachgefragt, ob das Paket beim Postfachservice eingetroffen ist – ansonsten wäre ich heute ziemlich blöd da gestanden. Tja, dann dürfen wir diese Operation halt in einem Monat oder so erneut in Angriff nehmen, nervig. Vielleicht kann man dann aber zumindest das Service auch noch für andere Sendungen nutzen, z.B. für einen Indoor Kamin
Nun hatten wir ja schon das Auto bei meinen Eltern reserviert gehabt und einen schönen freien Tag vor uns. Das nutzten wir für eine feine Wanderung auf den Hohen Kasten. Bisher lief ich eigentlich immer nur vom Montlinger Schwamm aus hinauf, dabei gäbe es ja noch ein paar Alternativwege. Nachdem Riki einen solchen kannte, fuhren wir diesmal über Haag und Sennwald, wo es über eine ganz schmale Straße zu einem kleinen Parkplatz im Wald geht. Von dort aus läuft man dann mal etwa 40 Minuten einen schattigen Forstweg hinauf. Dieser geht zwar konstant aufwärts, ist aber va. auf Grund der feinen Temperaturen ein netter Einstieg. Wir spazierten dann über die Terrasse der Alpe Rohr, wo sich schon ein, zwei Wanderer eingefunden hatten. Die erste Jause gönnten wir uns dann kurze Zeit später auf der schönen Wiese mit tollem Ausblick auf das Tal. Der schmale Pfad nach oben führt durch schöne Blumenfelder und ist immer wieder mal von einer Schatten spendenden Baumgruppe gesäumt. Gerade gegen Ende wird es dann schon ordentlich steil, aber nach einer Dreiviertelstunde hat man auch diesen Abschnitt überwunden. Beim Grat oben geht es dann über den Grüezi-Weg in einer halben Stunde zum Gipfel. Waren wir bis zum Grat eigentlich ziemlich alleine unterwegs, wurde hier der Namensursprung des Weges recht schnell klar. Hier tummelten sich Horden von Wanderern aller Altersgruppen. Auch auf dem Gipfel war ordentlich was los, immerhin fährt ja auch eine Seilbahn hinauf. Das neue Restaurant mit Drehfunktion machte einen sehr feinen Eindruck und das Panorama dort ist wirklich phänomenal. Wir setzten uns dann aber trotzdem auf eine Bank im Freien und verspeisten unsere eigenen Mitbringsel in feinem Sonnenschein. Für den Rückweg gibt es dann leider keine Alternative. Wenn man vom Montlinger Schwamm aus startet, kann man über den Sämtiser See zurück laufen, was dann eigentlich immer eine ganz nette Runde ist. Dafür ist der Weg über die Rohralpe per se deutlich attraktiver und sympathischer. Auf der Alpe selbst kehrten wir dann noch auf eine Portion Alpkäse und nen Most ein, ehe wir weiter Richtung Auto hopsten. Daheim waren wir dann gegen vier, wo wir uns mal ziemlich faul auf die Terrasse pflanzten. Na, immerhin machten wir heute 1000 Höhenmeter, das ist für so Ungeübte wie uns kein Pappenstil grins
Am Abend holten wir dann July und Jonny Mauser ab und fuhren gemeinsam nach Vaduz zum alljährlichen Fürstfest zum Staatsfeiertag Liechtenstein. Ganz optimal verlief die Parkplatzsuche ja nicht, aber schließlich hab ich auf irgendeinem Hügelchen ein Plätzchen entdeckt. Der Spaziergang durch die Wohnstraßen am Hang war durchaus noch interessant. Überall waren schon Parties und Feste im Gange und die Häuser dort sind ja nicht gerade die kleinsten. In der Stadt angekommen, machten zockelten wir mal durch das kleine Gässchen. Auch dort war schon einiges los, aber zumindest gab’s immer wieder mal ein paar ruhige Phasen zum Luftholen. Ich organisierte mir noch einen feinen asiatischen Gemüsereis und was zu trinken bevor wir erst richtig ins Geschehen eintauchten. Auf der Hauptstraße durch Vaduz ist nämlich immer richtig die Hölle los. Positiv aufgefallen sind mir die vielen internationalen Futterstände. Das war mir eigentlich nie bewusst, dass hier die ganze Welt vertreten ist. Na fast zumindest
Eine Viertelstunde vor Beginn des Feuerwerks zogen wir dann zu unserem klassischen Platz an der kleinen Fußgängerbrücke. Wir waren allerdings deutlich zu spät um noch einen der begehrten Sitzplätze am Geländer zu bekommen. Mit Sitzen war ohnehin nichts, da sich die Leute auf der gesamten Straße in den Weg stellten. Die doofen Itaker-Weiber vor uns nervten ganz schön ordentlich, laberten doch die ganze halbe Stunde einfach nur durch. Pfui. Dem Feuerwerk tat das letztlich aber keinen Abbruch, das war nämlich wie gewohnt fantastisch. Mehr noch – nach dem typischen „Für Gott, Fürst und Vaterland“ und dem anschließenden Silberwasserfall gab es diesmal doch glatt noch eine solide Zugabe. Die Show war dann nach etwa einer halben Stunde vorbei und der Tross schob sich durch die Straßen und Gassen. Die vielen Busse in alle Richtungen waren schon wenige Minuten nach der letzten Rakete proppenvoll – gut, dass wir mit dem Auto unterwegs waren, auch wenn wir zuerst mal ein ganzes Stück laufen mussten. Gegen halb zwölf waren wir dann daheim, wo ich noch ne kleine Runde Monkey Island SE zockte.
Vor Jahr und Tag..
- Familienessen und verspäteter Campeinsatz - 2008
- Familienessen und Feuerwerk - 2007
- Abschlusstag - 2006
- Datum: 15. August 2009
- Kategorie: Ausgang, Event, Sportliches, Wandern
- Wortanzahl: 932 Wörter