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Familienessen und verspäteter Campeinsatz

15. August 2008, 25 Mal gelesen.
 

Familienessen 2008Heute war beim Camp ursprünglich ein Spieletag ohne jegliche Workshops geplant. Gestern wurde aber noch kurzfristig auf Grund der schlechten Wettervorhersagen beschlossen, am Nachmittag doch die Workshops zu starten. Das passte nicht besonders gut mit meinem Plan zusammen. Denn am heutigen 15. August fand wie jedes Jahr das große Essen im Familienkreis mit Opa statt. Na gut, dann musste ich halt mal schauen, dass ich da bald mal weg komme und nach Dornbirn düse. Der Vormittag verlief dann noch recht unspektakulär – nachdem die Nacht ziemlich durchwachsen war, musste ich am Morgen noch ordentlich Schlaf nachholen. Die Zeit verging dann recht schnell, ehe wir abgeholt wurden. Heute ging’s nicht wie die letzten Jahre auf den Eichenberg, sondern in den Mohren in Rankweil. Keine Ahnung, warum genau. Aber die Fahrt auf den Eichenberg hätte sich nur rentiert, wenn das Wetter entsprechend schön gewesen wäre und heute pisste es ganz schön ordentlich. In den Mohren wollte ich eh schon öfters mal und so war ich durchaus auf die Speisen dort gespannt. Das Stüble für uns allein war schon mal ganz nett. Die Gerling-Family tauchte dann eh bald mal auf, genauso wie Angy und natürlich Opa und Tante Grete. Wir gönnten uns zuerst mal einen feinen Aperitif, ehe bald schon die Vorspeisen serviert wurden. Ich löffelte die Hälfte meiner Zwiebelsuppe und ließ dann auch Riki was übrig ;) Die Auswahl für Vegetarier war dann wie erwartet ziemlich schwach. Neben zwei Vorspeise gab es eigentlich nur eine richtige Auswahl bzw. eine weitere als Sonderbestellung. Meine Pilze mit Kartoffelknödel waren ja durchaus ganz lecker. Anna hatte aber wie bereits beim Asiaten zu Ostern die Schärfe der bestellten Speise unterschätzt und so machten wir den inzwischen fast schon zum guten Ton gehörenden Wechsel nach Halbzeit. Mir hat das eigentlich auch ganz gut gepasst, zumal die Gemüsespaghetti mit Chili verdammt genial waren. Richtig rassig und angenehm gewürzt. Fein. Zusammen mit Riki bestellte ich dann noch fett eine Nachspeisenplatte, auf die ich dann aber aus Zeitgründen doch verzichten musste. Die Lieferung dauerte leider zu lange und ich musste mich dringend auf den Weg zu den Workshops machen. Ich verabschiedete mich noch schnell, packte das Mini-Eis vom Dessert ein und ließ mich von Dad zum Bahnhof bringen.

Ne halbe Stunde später war ich dann an der FH, wo ich schon sehnsüchtig erwartet wurde. Was ich nicht wusste: die Workshops liefen bereits schon ab 10:00 Uhr! Ja, scheiße, das Programm musste auf Grund übler Witterungsprobleme doch nochmals umgeschmissen werden. So mussten sich meine Workshop-Teilnehmer die Stunden um die Ohren schlagen, ohne wirklich groß produktiv zu sein. Zwar sprangen Gott sei Dank andere Leiter und Jonny ein bisschen ein, damit die sechs Typen nicht völlig untätig herumstanden, aber richtig zum 3D-Kreieren kamen sie halt auch nicht. Echt übel gelaufen, aber gut, jetzt war es halt so und wir hatten dann zumindest noch zwei Stunden zur Verfügung. Die sechs waren auch sichtlich scharf darauf, herumzuwerkeln. So motiviert, dass es überhaupt keinen interessierte, was ich vorne zu sagen hatte. Dabei wäre es wirklich fein gewesen, das Programm Moviestorm gemeinsam zu erforschen, wo im Labor ja eine schön große Leinwand zur Verfügung steht. Doch scheißegal. Die Jungs wollten experimentieren und legten sich gleich voll ins Zeug. Ohren zu und durch, so nach dem Motto. Ich hab das dann ja eh recht bald gecheckt und ließ die Jungs im eigenen Tempo die Software ausprobieren. Interessanterweise stellte dies auch kein wirkliches Problem für die Leute dar. Eigentlich hatten alle gleich mal den Dreh raus und konnten schon innerhalb kurzer Zeit Sets und Charaktere ändern und einige Animationen aneinander reihen. Natürlich traten immer wieder mal einige massive Probleme auf, bei denen ich dann konsultierend zur Seite stand. Manche Limitierungen sind aber einfach gegeben und müssen letztlich bei der weiteren Arbeit einfach bedacht werden. Im Endeffekt ging’s also eigentlich mal darum, herumzuspielen und zu probieren. Bis auf eine Ausnahme wusste natürlich noch keiner, was er wirklich machen will und so wurden wahllos diverse Bewegungen getestet. Faszinierend, aber durchaus auch ein wenig erschreckend, waren dann die fünf Ergebnisse: alle blieben bei den Interaktionen mit der Pistole hängen und so hatten wir am Ende des Nachmittags fünf kleine Animationen, in denen sich die Charaktere gegenseitig über den Haufen schießen. Beim einen gab es davor vielleicht noch eine kleine Schlägerei, beim anderen ging’s gleich nur um’s Ballern. Hmpfl, bei Kiddies im Alter von 14-16 Jahren schon eine bedenkliche Sache eigentlich. Andererseits muss ich gestehen, dass ich bei meinen ersten Moviestorm-Tests ebenfalls als Erstes die Waffe zückte und mit Schuss-Animationen experimentierte. Sick mankind.

So gegen sechs ginge wir dann zum Cafe Schräg hinüber, wo ein kleines Abendessen auf uns wartete: Ofenkartoffel mit Sauerrahmdip. Durchaus ganz lecker, nur ein bisschen wenig, aber okay. Ich hatte ja zu Mittag eine ordentliche Portion ;) Ich setzte mich wieder zu Gerti und rollte die letzten paar Jahre ein bisschen auf *g* Anschließend ging’s dann in den Aufenthaltsraum zum kleinen Kinoabend. Wir hatten sämtliche Couches aus den Ateliers aufgestellt und machten es uns recht gemütlich. Als alle saßen, fragte Jonny, ob noch jemand was trinken möchte. Keine Reaktion. Die Getränke stünden hinten bei der Türe. Kein Mucks. Sie gehen auf’s Haus – und alle sprangen wie wahnsinnig auf und stürmten zu den Getränken. Jesus, echt schade, dass die Situation niemand gefilmt hat. Unglaublich. Nungut, nachdem jeder sein Gratisgetränk hatte wurden noch Chips und Knabbereien verteilt und Mylchen sprach ein paar einleitende Worte zu den kommenden Kurzfilmen. Der kurze Atomi-Spot kam gleich bei den meisten ziemlich gut an und war teils sogar schon von Youtube bekannt. Es folgte dann ein cooler Stopmotion-Film, ehe die Mockumentary “Über Wasser gehen” über die Leinwand flimmerte. Eigentlich eine ganz coole gefaketen Doku über einen Losertypen, der seine Unfähigkeit ein wenig unterschätzt, dabei aber irgendwie doch immer sympathisch und “normal” bleibt. Für mich war’s nur ein bisschen zu lang, aber auf jeden Fall sehenswert. Nach einem weiteren Film, den ich bereits kannte, wurde der Abend durch den Film “Ein Abend außer Haus” abgeschlossen. Und was für ein würdiges Ende: filmerisch zwar nicht immer on the top, aber vpn der Geschichte her echt sehr cremig. Ein Einbrecher wird mehr oder weniger auf frischer Tat ertappt und löst ein kleines Familiendrama aus, das aber irgendwie eh von allen Parteien schon herbei gesehnt wurde. Wirklich super Komödie mit einigen satten Lachern. Leider was das Wetter immer noch völlig beschissen, sodass es kleine Transportprobleme gab, da man die Kiddies ursprünglich spazieren lassen hätte. Wir warteten noch, bis alle Teilnehmer beim Camp zurück waren, dann durfte ich wieder mit Mylchen nach Feldkirch.

Ich checkte daheim noch die Mails und RSS-News, ehe ich noch kurz ein Heads-Up für mich entscheiden konnte. Zugegebenermaßen stellte sich die letzte Hand als unheimlich absurd heraus. Mein Gegner raist, ich calle mit Q♥-J♦. Am Flop J♥-J♣-9♠. Bingo! Ich check-calle. Am Turn die ultimative Karte sowohl für mich als auch für den Gegner, weshalb wir natürlich beide All-In landen: eine Q♦. Ich hatte das Fullhouse und mein Gegner zeigte mir siegessicher K♣-10♣. Tja, gehässige Sache natürlich, aber mir soll’s recht sein *g*

Vor Jahr und Tag..

 
 

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