Familienessen und Feuerwerk

Wie jedes Jahr lud uns auch heute Opa wieder zum großen Familienessen. Gegen Mittag wurden wir von Angy abgeholt und fuhren dann diretissimo nach Eichenberg zum Restaurant Schönblick. Wir wollten zuerst schon in Bregenz ausfahren, nahmen aber doch noch den Tunnel und fuhren danach von der Autobahn, was sich auch als optimal erwies – sollte man auch beim Besuch von Schlosshofen so machen, denn das liegt ja auf dem Weg nach Eichenberg. Das Wetter war uns Gott sei Dank wie letztes Jahr hold und wir konnten das Essen auf der Terrasse voll genießen. Wobei ich schon ein wenig enttäuscht war. Hm, ich werd wohl echt schon ne dekadente Ratte, aber da gab’s echt Kleinigkeiten die mich gestört haben. Sowas würd mich in einem normalen Lokal nie stören, aber eine Bude, die 20 Euro für jede Hauptspeise verlangt, sollte dann schon ein paar Kriterien entsprechen. Und dem war irgendwie leider nicht so ganz. Was also wirklich gefrötzelt war, dass man als Brot zum Aufstrich und Salat einen aufgeschnittenen Semmel vom Vortag serviert bekommen hat. Eigentlich müsste der direkt wieder zurück wandern, sowas ist einem gehobenerem Gasthaus einfach nur peinlich finde ich. Ungut war auch der Suppenteller, der gar keiner war, sondern nur so ein klassisch billiger Minitopf. Immerhin war der Inhalt, nämlich die Bergkäsesuppe wirklich top. Vegetarische Hauptspeisen waren leider rar gesäht und so orderte ich einfach beinhart zwei Vorspeisen zusammen. Blöderweise wurden sie auch wirklich gemeinsam geliefert – auch nicht grad der Bringer, find ich. Die Pfifferlinge schmeckten zudem recht fad, dafür war das zweite Gericht wirklich gut. Und zum Abschluss gab’s wieder ne Dessertvariation zu zweit, die durchaus zu überzeugen wusste. Ich weiß nicht, letztes Jahr war ich dennoch deutlich überzeugter von der Location. Vielleicht passiert’s hier gleich wie mit dem Gebhardsberg, der hat doch nach 3 Jahren auch nur noch gesuckt und war dennoch unverschämt teuer.
Die ganze Truppe – Anna und Freund, Christiane und Mann, Goti, Oki, Tante Grete, Elterns, Huju, Luici, Riki, Opa und ich – shittete dann zum Bodensee runter. War ein leichtes Problem, am Stadion noch einen Parkplatz zu bekommen. Offensichtlich nahm jeder Vorarlberger den Feiertag und das schöne Wetter für einen “letzten Badetag” wahr. Nach langem Herumkurven hat’s dann aber doch noch geklappt und wir spazierten dann mal in der Gegend rum. Liefen gen Westen, also nicht der Promenade entlang, dort ist es nämlich auch ganz schön und mal ein bisschen mehr Abwechslung. Luca hat wieder mal tolle Flugshows zum Besten gegeben und war dann ganz sauer, als Angy, Riki und ich nach ner Weile wieder umgekehrt sind. Die anderen liefen noch ein kleines Stück, aber wir wollten schon ein wenig früher heim. Die zwei kamen noch einen Sprung zu uns rauf, um Piet zu besuchen.
Am Abend ging’s dann zum Fürstfeuerwerk. Riki war immer noch vom Nachtdienst erschöpft, weshalb dann eh nur Tobster und Mike mit dabei waren. Sandy wär zwar auch gegangen, doch die pflanzen sich immer an den Damm, was ich jetzt nicht besonders spannend finde. Ursprünglich hatten wir noch im Plan, mit dem Bus rüber zu fahren, doch das war uns dann doch zu mühsam. Tobster stellte sich dankenswerterweise als Fahrer bereit und so waren wir recht zackig im Lande des Fürsten. Geparkt ham wir ein klein wenig kompliziert, letztlich wären aber auch die offiziellen Parkplätze nicht besser gewesen. Nur bis wir mal den Weg vom Hang runter zur Hauptstraße gefunden hatten *lol* Naja, wir schlenderten dann durch die Menschenmassen und guckten uns mal die Stände an. Ganz am Ende war natürlich noch ein Besucht auf der Tiefgarage nötig, wo erstaunlicherweise eh nicht so viel los war. Zumindest konnte man sein normales Tempo gehen, ohne andere anschieben zu müssen oder so. Kurz vor dem Retourweg kaufte ich noch ne Packung Magenbrot. Keine Ahnung, was das ist, aber man muss es mal probieren, zumal’s eh halbwegs bezahlbar war. Wir stiefelten dann wieder retour Richtung Stadteinfahrt und liefen gandenlos July und Konsorten über den Weg. Schon schräg, dass das bei solchen Massen überhaupt möglich ist
Dann organisierten wir uns was zu futtern und zwar beim Inder oder was das war. Irgend so ne Teigtasche mit Kartoffel oder so, war jedenfalls recht lecker, va. mit der scharfen Sauce. Yammi. Dann steuerten wir zu unserer klassischen Brücke, bei der wir eigentlich jedes Jahr sind. Ist kein Hammerplatz, aber doch eine der angenehmsten. Leider war’s dort schon ziemlich voll, sodass wir uns daneben platzieren mussten und uns an eine Bauabsperrung lehnten, die aber leider ein bisschen nachgab *g* Gegen zehn startete dann das Feuerwerk, das bombastischer denn je war. Echt genial, dass sogar nach dem “Gott, Fürst, Vaterland”-Wasserfall nochmals eine Zugabe daher kam. Alle Achtung. Faszinierend war auch die Frau, die hinter uns saß und bei jeder Rakete wie ein Kind ihr Staunen ausdrücken müsste. Jesus, hübsch nervig, die Alte, aber spaßig. Danach gönnten wir uns noch ein Softeis und waren dabei die echten Trendsetter. Liefen dann gemütlich zum Auto und huldigten auf der Heimfahrt noch ein bisschen dem Richi. Ja, vor ein paar Jahren war er auch so schräg drauf und hat immer aus dem Auto rausgeschrien “Ruuuuheeeee!”. Wir ham damals natürlich schon mitgemacht, diesmal pöbelten wir die Passanten halt nur zu zweit an, war aber auch so ganz cool. Gegen halb zwölf war ich dann daheim, wo ich eh bald ins Bett huschte.
Vor Jahr und Tag..
- Wanderung und Feuerwerk - 2009
- Familienessen und verspäteter Campeinsatz - 2008
- Abschlusstag - 2006
- Datum: 15. August 2007
- Kategorie: Allgemein
- Wortanzahl: 880 Wörter