Eishockey Halbfinalderby
Der heutige Samstag war großteils recht ruhig. Ich habe ein bisschen gezockt (mehr oder weniger erfolgreich), meine Tastatur komplett auseinander genommen, um sie zu reinigen und dann noch ein bisschen was für die FH getan. Ich hatte noch ein paar Stunden nachzuholen und machte mich so also halt am Wochenende an einen Bericht, der in meiner Verantwortung liegt. In den letzten Wochen war ich bei zwei Usability Evaluationen involviert, unter anderem beim Check der bifo-Webseite. Und hierzu muss ich jetzt den Abschlussbericht schreiben. Dazu musste ich erst Mal die ganzen Problemlisten im Excel kombinieren und auswerten. Leider kam ich dabei drauf, dass ich von Excel echt keinen Plan habe. Also sobald es um Diagramme und Formeln geht, steige ich aus. Irgendwie habe ich es immerhin geschafft, Teilsummen zu errechnen und Gruppierungen zu erstellen, die dann Basis für ein Diagramm waren. Aber bei komplexeren Geschichten bin ich dann kläglich gescheitert. Naja, nicht so tragisch
Am Abend ging es dann jedenfalls mit Riki und Mike auf das zweite Halbfinalspiel in der Eishockey Nationalliga. Die VEU trat dem EHC Lustenau gegenüber – also wieder mal ein richtiges sattes Derby. Das erste Spiel ging ganz knapp nach der Verlängerung an Lustenau, heute musste also praktisch ein Heimsieg her, um nicht gleich zu Beginn der Best of Five-Serie unnötig unter Druck zu stehen. Bereits nach 27 Sekunden machte der Schiri klar, dass mit ihm heute nicht zu scherzen ist: ein Feldkircher durfte gleich auf der Strafbank Platz nehmen. Und nicht nur irgendeiner, sondern Rückkehrer Daniel Gauthier. Ja, ich konnte es selbst kaum glauben – ich hab den Burschen früher (nach dem Karriereende von Shea) geliebt und hier ist er wieder. Naja, so fast zumindest
Das erste Unterzahlspiel hat die VEU jedenfalls ganz gut überstanden. Da kommt auch schon wieder Gauthier von der Strafbank und bekommt auch tatsächlich den Puck, mit dem er völlig alleine auf den gegnerischen Goalie zuläuft. Ein fantastischer Haken und Jubel in der Halle! 1:0, jawoll. Danach wurde es aber mal deutlich ruhiger. Die Feldkircher hatten zwar die besseren Chancen, aber auch diese waren nicht sonderlich zwingend. Im zweiten Drittel spielten sie dann mehr oder weniger durchgehend in Überzahl. Unheimlich, wie die Lustenauer scharf auf das Strafbänkchen zu sein schienen. Einer nach dem anderen nahm draußen Platz. Ab und zu auch mal ein Feldkircher, aber das blieb eher eine Seltenheit. Die gigantische Chance auf das 2:0 ergab sich dann durch ein fast zwei Minuten langes 5 gegen 3 Powerplay. Es dauerte recht lange, bis endlich der Treffer zum 2:0 die Fans erlöste. Es war wieder Gauthier *grins* An und für sich hätten wir aber ohnehin schon 4 Tore vorne sein müssen, denn der Schiri meinte es wirklich gut mit uns. Im letzten Drittel sollte aber doch nochmals Spannung aufkommen. Die Feldkircher taten nicht mehr viel für’s Spiel und begingen ihrerseits einige unnötige Fouls. Ein 5:3 Überzahlspiel konnten die Lustenauer nicht ausnutzen, aber just nach dem Erscheinen des vierten Feldkirchers zappelte die Scheibe im Netz. Bei einem weiteren Powerplay kurze Zeit später erfolgte doch tatsächlich sogar der Ausgleich. Aua.
Es wurde also nochmals richtig spannend in der Vorarlberghalle. Irgendwie waren die 4500 Fans aber doch ein wenig verärgert über die Art und Weise, wie man hier einen klaren Vorsprung aus der Hand gegeben hatte. So hatte der Südkurven-Capo doch einige Mühen, nochmals für ordentlich Stimmung zu sorgen. Tja, das war halt früher schon anders. Da brauchte es keinen eigenen Anpeitscher, da beflügelten die Spieler auf dem Eis die Fans dermaßen, dass sie durchgehend die Mannschaft lauthals unterstützten. Natürlich lag es auch ein bisschen an unserer kleinen Truppe, dass es nie leise wurde in der Halle
Ach, das war schon Zeiten, mit all dem Konfetti und nie endenden Schlachtgesängen. Heutzutage ist jeder Song nach 20 Sekunden wieder vorbei. Allerdings muss man schon sagen, dass sich die Chaos-Jungs extrem ins Zeug legen. Was hier an Fahnen/Schildern gebastelt wurde zeugt schon von nem gewissen Fanatismus und die 5 Trommeln vorne rocken ganz schön ordentlich. Zudem wurden wir doch auch vom einen oder anderen neuen Song ordentlich überrascht. Tja, kaum setzt man mal eine Saison aus, bekommt man gleich 4 oder 5 neue Kompositionen zu hören. Teilweise sogar mehrstrophige Kreationen, alle Achtung. Es hat also durchaus wieder Spaß gemacht, inmitten all den Fans zu stehen, auch wenn wir inzwischen etwa doppelt so alt sind wie der Durchschnitt
In der Overtime ging es jedenfalls gleich wieder mal heiß her auf dem Eis. Es wurden einige Strafen ausgesprochen und irgendwann hatten die Gastgeber auch glatt wieder zwei Mann mehr auf dem Eis. Diese Chance nutzte dann Michi Lampert mit einem feinen Schlagschuss aus – 3:2 Sieg für Feldkirch! Huch, das war ja auch bitternötig. Wir ham noch ein bisschen bei den Siegessongs mit eingestimmt und gingen noch ins Panchos. Dort gab’s nen feinen Cocktail und ne ordentliche Portion Chips und Guacamole. Nach etwa zwei Stunden brachte uns dann Mike nach Hause, wo wir gegen halb zwei ins Bett huschten.
Vor Jahr und Tag..
- Unterricht bei IPD - 2008
- Pokerbonus eingesackt - 2007
- Datum: 14. März 2009
- Kategorie: Sportliches, Hockey
- Wortanzahl: 823 Wörter