Animations-Seminar und Alpinale JHV
Den Donnerstag nutze ich eigentlich immer dazu, ein bisschen länger zu schlafen. Ich habe immer erst ab 11:30 Unterricht und so kann ich mal problemlos bis 9:30 ausschlafen. Während dem Duschen hatte ich dann auch eine eventuell ganz witzige Idee. Ich dachte darüber nach, wie wir die nächsten beiden 3D-Einheiten gestalten sollten. Zum einen sollte es definitiv nochmals eine Fragerunde geben, zum anderen aber vielleicht auch mal was komplett anderes. Der Begriff “offene Runde” flüsterte sich mir ins Ohr und daraufhin kam mir die Activity-Idee. Keine Ahnung, ob das Sinn und Spaß macht, aber vermutlich wär’s mal einen Versuch wert. Ich könnte mir das so vorstellen, dass es zB vier Teams gibt und jede Runde offen gespielt wird, es dürfen also immer alle mitraten. Der Trick dabei ist, dass es entweder darum geht, Begriffe aus dem Bereich der Computeranimation (ähnlich wie sie in der Prüfung vorgekommen sind) darzustellen, zu zeichnen oder zu beschreiben oder dass man einen ganz normalen Begriff in Maya darstellen muss. Letzteres ist vermutlich ein bisschen happig, allerdings würde die Sache dem Spiel gleich eine komplett neue Komponente geben. Witzig fände ich beispielsweise Begriffe wie “der springende Punkt” oder “Rotkäppchen” oder sowas. Gefährlich ist hier halt, dass es ziemlich fad werden könnte, wenn man sich in Maya verirrt. Insofern wäre es sehr wichtig, ganz einfach zu erstellende, aber nicht unbedingt einfach zu erratende Begriffe zu definieren. Werde das mal mit Megi besprechen
Im Seminar ging es heute dann jedenfalls wieder um Animation und Rendering. Zum Thema Rendern habe ich nicht mehr allzu viel erklärt. Licht und Schatten sowie Raytracing hatten wir bereits letztes Mal durchgebracht, jetzt fehlten eigentlich nur noch die Kameras und ein kleiner Einblick in Mental Ray. Zu letzterem kam ich leider zeitlich nicht mehr dazu. Zum Bereich Animation gab ich einen Einblick in Bewegungspfade, Dynamics und Kinematik. Letzteres wollte ich eigentlich eher sein lassen, aber da wir eine entsprechende Frage in der Prüfung gestellt hatten und es recht offensichtlich ist, dass keiner auch nur im Ansatz verstanden hatte, was er dort geschrieben hat, empfand ich es doch als ganz vernünftig, zumindest mal einen kurzen Blick auf dieses Gebiet zu werfen. Ich kann mich erinnern, wie ich damals während des Studiums bei der 3D-Prüfung zum Thema Kinematik rum stammelte, ganz einfach, weil ich das noch nie selbst ausprobiert und drum keinen Plan von der praktischen Anwendung hatte. Es wurde heute dann auch kritisiert, dass man eben die Prüfung erst machen sollte, nachdem man alle Inhalte im Seminar durchgemacht hat. Okay, das war ja eigentlich auch so vorgesehen, allerdings haben wir dann diese Wiederholungs/Vertiefungsrunde eingeschoben, die wir für akut wichtig hielten.
Irgendwie ist es halt schon schade, dass das mit dem eigenständigen Lernen einfach überhaupt nicht funktioniert hat. Megi hat über Google Spreadsheets versucht, eine kollaborative Web-basierte Arbeit aufzuziehen, aber mit nur marginaler Moderation scheint sowas nicht zu fruchten. Wirklich hart finde ich dann aber das Gezicke, weil eine Frage kam, die in eben diesem Fragenkatalog von den Studs ignoriert bzw. nicht beantwortet wurde. Ich meine, hallo, wo sind wir eigentlich? Jeder, der sich auch nur eine Stunde mit Maya auseinander setzt, hätte die Frage innerhalb einer Minute in Maya nachvollziehen können und dann das Ergebnis gewusst. Und dass es eine F1-Taste sowie Google und Co gäbe, scheint auch kaum jemand zu wissen. Stattdessen kopiert man irgendwelche nichtssagenden Definitionen zusammen und knallt sie einfach ohne jegliche Reflexion als Antwort hinein. Schon traurig, aber naja, jeder geht halt den Weg des geringsten Widerstandes, was ja auch irgendwie verständlich ist. Allerdings ärgert man sich hinterher dann doch darüber, dass man so faul war. Insofern wäre es vermutlich notwendig, das gemeinsame Arbeiten noch mehr zu fordern und forcieren. Cool wäre eigentlich, wenn die Studs sich zu zehnt treffen würden und dann direkt live vor Ort die Fragen diskutieren. Dabei müsste jeder eine gewisse Verantwortung übernehmen und versuchen, gewisse Dinge so zu erklären, dass sie auch jeder versteht. Im Vordergrund stünde also das gegenseitige Lehren und das Verstehen. Na, mal sehen, ob man sowas nächstes Mal erzwingen kann.
Ich fuhr dann direkt nach dem letzten, teils schon ein bisschen mühsamen Seminar heim was essen. Von dort ging’s dann mit dem Rad zur Bärenkreuzung, wo mich Jonny und Hanna abholten. In Nenzing fand die Jahreshauptversammlung der Alpinale statt, wo ich seit heute auch Mitglied bin
Die Sitzung zog sich dann massiv hin, weil es ein paar Mitglieder gab, die bei dem Ideenworkshop nicht dabei waren. Der Grund dafür wurde dann teils auch recht schnell ersichtlich. Manche klammern sich halt immer noch an den ursprünglichen Ideen und Versuchen fest und versuchen, alles Neue massiv zu vermiesen. Das Problem dabei war meiner Ansicht nach eher die destruktive Art, weniger der Inhalt der Aussagen. Denn man sollte sich gewisse Anmerkungen definitiv zu Herzen nehmen. Klar, nur weil irgendwas ein Mal gescheitert ist, muss das noch lange keine Garantie für ein erneutes Scheitern sein. Aber aus gewissen Fehlern könnte man bestimmt lernen. Schräg war dann auch die extreme Verbissenheit im Bereich der Bildqualität und Filmformate. Okay, dass ein Film genau so gezeigt werden sollte, wie er vom Regisseur gedacht war, ist durchaus ein Argument. Und dass natürlich die bestmögliche Qualität und nicht nur eine normale DVD gezeigt werden soll ist prinzipiell auch klar. Nur die Frage ist natürlich, bis zu welchem Bereich solch ein Perfektionismus Sinn macht und insbesondere zahlbar ist. So haben sich dann doch einige ziemlich intensive Diskussionen über einige Neuerung ergeben, wobei ich eigentlich dachte, dass gewisse Dinge eh schon beschlossene Sache sind. Es wurde aber zu jedem einzelnen Punkt quasi eine Abstimmung verlangt, was natürlich viel Zeit kostete. Wir haben nach der offiziellen Session dann noch etwa ne Stunde geplaudert. Um zwölf war ich dann schließlich daheim, wo ich mich zuerst mal ganz intensiv um unser armes Kätzle kümmern musste. Noch ein Blick ins Internet, Saunasachen packen und ab ins Bett.
Vor Jahr und Tag..
- Datum: 13. November 2008
- Kategorie: Ausgang, Event, Arbeit, Unterrichten
- Wortanzahl: 970 Wörter