Grillen, Zocken, Filmfrühstück und neuseeländische Käsknöpfle
Letzte Woche versprach ziemlich stressig zu werden, allerdings sind dann doch ein paar Vorhaben ins Wasser gefallen. So hatte ich ein bisschen Zeit, ein paar Folgen “24″ zu schauen und sonstige wichtige Dinge zu erledigen. Mittwochs waren wir dann in Lustenau zum Grillen eingeladen. Martina und Böschly hatten Besuch von zwei alten Studienkollegen aus Wien. Meister Böschly hat klassischerweise in Profimanier den Grill angeworfen und Martina hat in gewohnt genialer Manier Kartoffeln und Gemüse ins Backrohr gesteckt. Leider war das Wetter fast die ganze Woche eher mopsig, sodass wir letztlich drinnen sitzen mussten. Der kleine Kilian wuselte anfangs noch wild in der Gegend rum und war natürlich der große kleine Star
Schon herzig, das Zwergle. Nach dem feinen Hauptgericht wurden noch Verdauungsschnaps und Kuchen gereicht. Irgendwann kamen wir dann noch kurz auf den anstehenden USA-Urlaub zu sprechen und irgendwie hab ich grad das Gefühl, dass eh schon die ganze Welt in Kalifornien war. So zumindest auch Moni und Andi. Sie haben uns noch einige verheißungsvolle Eindrücke geschildert – ich denke, unsere Route passt so ganz gut, wie wir sie geplant haben (Beitrag hierzu folgt noch). So gegen elf brachen wir dann auf und traten per Auto den Heimweg von Lustenau an.
Am Freitag hatte ich wieder mal sturmfrei, was ich ein weiteres Mal für einen ordentlichen Zockerabend mit Bernd ausnutzte. Vor dem Spielen recherchierten wir aber ganze drei Stunden lang wegen unseres geplanten langen Wochenendes Ende August. Heuer sollte auf jeden Fall ein kleiner gemeinsamer Urlaub durchgezogen werden. Von den ursprünglichen Marokko- oder Amsterdamplänen wichen wr aber zugunsten einer Weinreise ab, die nun wiederum einem klassischeren Badeurlaub weichen musste. Neues Ziel sollte nach den Gesprächen beim Brunch letzten Sonntag der Lago d’Iseo werden, der uns dann aber doch deutlich zu weit entfernt schien. Und so sahen wir uns dann nach vernünftigen Ferienhäusern am Comosee um, wohin man immerhin nur drei Stunden fahren muss. Die Suche erwies sich dann doch als ziemlich zäh. Ein einziges Haus entsprach dann unseren Kriterien: direkt am See, drei Doppelbetten, brauchbare Location und bezahlbar. Hoffen wir mal, dass das klappt. Um 1:00 Uhr nachts begann dann doch noch die große Zockersession. Da wir an den letzten beiden Abenden recht exzessiv Autorennen gefahren sind, wollten wir uns dieses Mal ein paar andere Spiele ansehen. Army of Two ist einer der wenigen Shooter, die eine Split Screen-Funktion bieten. Das gemeinsame Zocken ist dabei nicht nur ein nettes Zusatzfeature, sondern wie eigentlich bereits der Titel sagt das grundliegende Spielkonzept. So hat man Seite an Seite diverse Missionen zu erfüllen und dabei gezielt gemeinsam vorzugehen. So kämpft man sich beispielsweise durch eine Horde fieser Feinde, indem ein Spieler eine Autotüre als Schutzschild hält und der andere alles umnietet, was sich bewegt. Letzteres ist dabei gar nicht mal so einfach, da sich die Computergegner als ziemlich geschickt erweisen und sich nicht nur stupide hinter einer Mauer verbarrikadieren. Ein weiteres Coop-Feature ist die Räuberleiter: hier bestimmt der untere Spieler, wie lange der obere mit der Waffe drauflos schießen soll. Ein wichtiges Element ist auch das gegenseitige Heilen: man muss schon sehr viel gegnerisches Blei schlucken und vom Mitspieler ordentlich im Stich gelassen werden, um tatsächlich zu sterben
Die großen taktischen Finessen eröffnen sich schließlich durch das sogenannte Aggro-Feature. Während der eine Spieler wild auf den Gegner drauf los ballert, kann sich der andere praktisch unbemerkt von hinten heran schleichen und den tödlichen Schuss ansetzen. Alles in allem also ein Game, das zu zweit unheimlich viel Spaß macht und nicht nur stupides Geballere erfordert. Danach legten wir noch Little Big Planet ein, wo sich der Zweispielermodus anfangs aber doch eher als schwierig erwies. Lange spielten wir ohnehin nicht mehr, da es bereits halb fünf morgens war *g*
Samstags musse ich dann blöderweise ordentlich früh aus den Federn, da ich mit dem Zug nach Innsbruck huschte. Wie vor ein paar Wochen traf ich mich zuerst mit Nico und Lynn im Cafe Central. Wir setzten uns raus, wobei das wechselhafte Wetter nicht besonders gemütlich war. Um elf Uhr morgens Mittag zu essen ist schon ein wenig sonderbar, aber warum auch nicht. Ein richtiger Vorarlberger macht das ja jeden Sonntag so *grins* Die Serviettenknödel mit Pfifferlingen war ganz fein, aber doch ziemlich überteuert. Ein klassisches Problem der Gastronomie *sniff* Lynn war dieses Mal überraschend zurückhaltend. Sie zeigte mir zwar schon begeistert ihre tollen Scooterkünste, nahm mich aber nicht ansatzweise so in Beschlag wie beim letzten Mal. Nach dem Essen spazierten wir zur Eisdiele, wo wir uns noch ne leckere Tüte holten. Ein kurzer Spaziergang durch den Hofgarten ging sich auch noch aus, ehe ih die beiden verlassen musste und zu Opa ins Altersheim schlurfte. Ee hat grad noch geschlafen, als ich ins Zimmer kam, war aber überraschend schnell auf dem Damm. Ob er mich gleich erkannt hat, weiß ich nicht, die Frage “Bist du jetzt eigentlich berufstätig” wies jedenfalls schon mal auf die Gedächtnisprobleme hin
Als er noch einen Kaffee im Zimmer schlürfte, machte ich den “Fehler” den aktuellen Urlaub meiner Eltern in Skandinavien zu erwähnen. Klar, dass sich Opa auf das Stichwort gestürzt hat wie ein Geier und die alten Kriegsgeschichten aus Finnland wieder aufzuwärmen waren. Beim kleinen Spaziergang durch die Umgebung wurden mir dann weitere Klassikergeschichten wieder ins Gedächtnis gerufen. Scheinbar schließt er von sich auf die anderen und ist der Meinung, wir haben die Stories vom letzten Mal schon wieder vergessen *grins* Na, letztlich ist’s eh putzig, wie er ohne Unterbrechung labert und labert und labert. Wir ham uns dann noch hingesessen und was getrunken, ehe ich ihn noch zum Zimmer zurük begleitete. Dort wunderte er sich dann wieder mal, dass ihm eigentlich niemand erklärt, warum er nun hier ist und wie lange noch. Tja.
Gestern war wieder nichs mit Ausschlafen, also von wegen erholsames Wochenende. Ich hatte mich um halb zehn zum Frühstück beim Filmclub Feldkirch einzufinden. Der Alpinale-Vorstand hat das Filmfrühstück als kleines Pre-Event organisiert und immerhin etwa 40 Leute sind der Einladung gefolgt. Der Besuch der Veranstaltung hat sich auch absolut rentiert. Das Buffet war für den kleinen quasi privaten Rahmen echt genial. Neben einem ordentlichen Käse- und Wurstsortiment gab es auch einige feine süße Sachen sowie einen ordentlichen Fruchtsalat, an dem sich das Wirtshaus am See grad noch was abschauen hätte können
Nach dem gemütlichen Schlabern ging es dann in den Kinosaal des Filmclubs. Die Stühle waren jetzt nicht gerade besonders gemütlich und die (Lein)wand hat ordentlich gesuckt, aber irgendwie ist dieser Raum für etwa 50 Personen richtig kultig. Die gezeigten Filme waren solche, die es nicht ins Alpinale Hauptprogramm schafften. Einige waren auch wirklich Durchschnitt, bei manchen war ich dann aber doch sehr überrascht. Richtig gut war sogar dann der letzte Film von Vorarlbergern, der praktisch noch spaßhalber gezeigt wurde, weil er nicht bei der Alpinale eingereicht war. Aber alle Achtung. Die kurze Komödie über drei Möchtegern-Filmemacher war echt witzig und sauber inszeniert. Nach den Filmen wurden wir dann noch mit einem alkoholfreien Sekt überrascht. Dabei handelte es sich aber nicht um einen klassischen Kindersekt, sondern ein wirklich sehr angenehmes prickelndes und erfrischendes Edelgesöff quasi. Gegen 14:00 Uhr war ich dann erst zuhause, wo ich mich doch noch ein bisschen abliegen musste. Am Abend kam dann July vorbei. Wir spielten zuerst noch ein, zwei Games auf der Wii und PS3, ehe ich sie noch für die Zeit, in der wir in den USA sind, instruierte. Sie wird dort nämlich bei uns wohnen und sich unter anderem um Tiere und Pflanzen kümmern. Als um halb zehn dann noch Jonny Mauser auftauchte, legten wir den fünften Harry Potter ein. Demnächst kommt ja Teil 6 in die Kinos und so war das grad vernünftig.
Am heutigen Montag gab es die Premiere des Tupperware-Knöpflers. Wir haben Sandy und Dave eingeladen. Die beiden Neuseeländer sind ja nun doch schon einige Zeit im Ländle, aber ich habe sie bisher erst ein Mal gesehen. Daher wollte ich auf jeden Fall vor dem USA-Aufenthalt noch was machen. Das Wetter spielte Gott sei Dank auch mit und so konnten wir gemütlich auf der Terrasse speisen. Die Knöpfle wurden richtig 1A. Teig, Käse und Röstzwiebeln waren echt fein. Dazu gab’s den Pomelo Veltliner, den wir auf der Vinobile aufgeschnappt hatten. Da ich doch für sechs Personen aufgekocht habe, begnügten sich alle mit einem Schnaps zum Dessert
Anschließend stand noch ein Kreuzjass auf dem Programm. Die erste Partie haben Riki und ich leider recht klar verloren, obwohl wir nach dem kassierten Match postwenden selbst eines zustande brachten. Nachdem ich dann noch ein feines Feuer entfacht hatte, waren wir auch wieder besser im Rennen. Im Endeffekt gab es dann ein Fotofinish – ich habe für Gleichstand plädiert
Kurz nach elf verließen uns dann die Gäste und wir gingen auch recht bald mal pennen.
Vor Jahr und Tag..
- Datum: 13. Juli 2009
- Kategorie: Ausgang, Event, Medien, Offlinemedien, Ausgang, Privat-Event, bei Freunden, Ausgang, Privat-Event, bei uns
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