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Seebrunch und was für die Seele

12. August 2007, 36 Mal gelesen.
 


Früh aufzustehen ist ja nicht grad mein Ding, aber wenn ein geniales Buffet auf mich wartet, kann man sich ein bisschen einfacher überwinden. Wir fuhren mit dem 9 Uhr-Zug nach Götzis, von wo aus wir mit Tobster und Richi nach Bregenz fuhren. Dort trafen wir uns mit Sandy und Dave sowie Jonny und Sabrina zum Brunch auf der Terrasse des Wirtshauses am See. Es war echt unglaublich die Hölle los, was bei dem wunderbaren Wetter auch kein Wunder war. Eigentlich wär’s in der Sonne recht angenehm gewesen, davon bekamen wir aber leider nur wenig ab. Dafür umso mehr vom Futter. Alle Achtung, wie sie das wieder hinbekommen haben. Trotz des gigantischen Andrangs kam man Dank zusätzlicher Stationen sehr fein zum Essen hin, ohne lange warten zu müssen. Und so schaufelten wir uns halt wieder mal Schritt für Schritt die Teller voll. Wunderbare Käsesorten, herrlich frisches Kornbrot in verschiedenen Varianten, Eierspeisen und vieles mehr. Sensationell ist auch immer der Fruchtsalat und diesmal stand sogar ne Schüssel frischer Kirschen zur freien Entnahme da. Eignete sich besonders gut für Zwischendurch, wenn man eh schon genug hatte, aber halt einfach noch was in den Mund stopfen möchte. Die Krönung war dann, als wir uns alle noch einbildeten, einen Riebel essen zu müssen. Ja, kurz vor Zwölf noch schnell den Teller voll geschaufelt und noch gegessen, bis man beinahe platzt.

Dafür ham wir anschließend noch was für die Figur getan. Wir spazierten recht zielstrebig zum Bootsverleih und mieteten für eine halbe Stunde ein Tretboot. Eigentlich zwei, denn wir waren ja acht Leute. Jonny und ich hatten unsere zwei Fraukes hinten auf der Sonnenbank und strampelten uns halb die Seele aus dem Leib (das ist jetzt aber noch nicht der Seelen-Teil aus der Überschrift *g*). Besonders anstrengend war’s, wenn wir ein kleines Rennen gegen das andere Boot wagten. Hatte irgendwie das Gefühl, wir spuhlen durch, anstatt wirklich vorwärts zu kommen ;) Beim Bootodrom sahen wir dann leider alt aus. Wir schafften es nicht, die anderen zu rammen, sie aber hingegen fuhren uns mal schön in die Seite. Spaß war’s aber allemal und eben sicher toll für den Fettabbau. Anschließend schlenderten wir noch den Steg nach vor direkt zum See. Faszinierend, wie viele Sandler und Alkis sich’s hier gemütlich machen – nicht grad einladend. Aber vorne in der Sonne war’s schon sehr angenehm. Entwickelten ein paar lustige Marketingideen wie Allgäuer’s Käsknöpfle in der Dose für Neuseeland ;) Gegen drei oder so fuhren wir schließlich mit Sandy im Auto zurück heim. Dort musste ich dringend noch Energie tanken und ein bisschen abliegen.

Viel Zeit zum Entspannen blieb aber leider nicht, denn gegen halb acht holte mich Mike ab, um dann nach Hohenems zu fahren. Seit längerem gönnten wir uns doch mal wieder ein gemeinsames fettes Konzert und zwar im Tennis Center. Nette, kleine Location, aber doch deutlich größer als das Sohm. Zuerst heizte uns “Sektor 7″ ein. Ist eine Vorarlberger Band, die ich eh schon in Lustenau gesehen habe. Besonders faszinierend und auch großes Kompliment an die Band ist die Tatsache, dass ich mich ziemlich gut an jedes einzelne Lied erinnern konnte. Sind also wirklich eingängige Songs mit ein paar echt genialen Stellen. Der DJ bringt noch ein sehr cooles Element in den Metal rein und gemeinsam rocken die Jungs wirklich satt dahin. Mike war auch ganz begeistert und wir schüttelten mal ganz dezent unser Köpfchen. Nach ca. einer halben Stunde und etwas mehr als 20 Minuten Wartezeit, die wir mir Weiß-Sauer und Posieren für dornbirn.com verbrachten, kam dann der Hauptact. Wolfi von der FH erzählte uns davor noch, wie er grad ein Interview mit Sänger Max geführt hatte und wie cool der sei. Und auf der Bühne war er wahrlich auch cool. Schräges Outfit und cooles Gerotze. Hier waren sie nun also, Soulfly (Seelenfliege *g* und somit was “für die Seele”). Gerockt wurde von Anfang an, beinahe ohne Pause. Teilweise merkte man schon, dass die anderen Fans ähnlich kaputt waren wie wir und so war das Gepoge zwischendurch schon ab und zu flaumig. Aber bei den meisten Liedern ging es richtig fett ab und alles im grünen Bereich. Zwar gab es schon ein, zwei Freaks, die waren letztlich dann aber doch eher harmlos. Einer war halt so ne Type, die mit Fäusten und Füßen wild um sich herumschlagen und -treten. Aber noch halbwegs rücksichtsvoll, sodass es kein Problem war, ihn ein bisschen rumzuschubsen. Einige Songs waren mir eh ganz geläufig, besonders cool waren natürlich die zwei Sepultura-Songs. Leider nicht “Arise” und “Territory”, welche meine absoluten Faves sind, aber dennoch gute Lieder. Nach etwa 80 Minuten war dann der Spaß vorbei. Ziemlich kurz, aber letztlich auf Grund der hohen sportlichen Betätigung lang genug ;) War jedenfalls wieder völlig durchnässt und viel fitter schien Mike auch nicht mehr zu sein. Amüsant war am Ende noch das Geraufe um ein T-Shirt des Soulfly-Sängers. 10 Leute stürzten sich auf das Teil, lagen am Boden, rissen am Stoff und verwüsteten das Teil sowieso. Wir bespöttelten sie nur mit dem Gesang “Ihr macht’s nur das Shirt kaputt, Shirt kaputt, Shirt kaputt” ;) und liefen gemütlich zum Auto. Heim ging’s, unter die Dusche, eine Folge Beverly Hills und erschöpft ins Bett fallen.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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