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Haptik, Drehbüchlein, Maya, 24

12. Mai 2006, 91 Mal gelesen.
 

Heute Vormittag erarbeitete ich ein kurzes Drehbuch für die ZF Animation, wobei ich meine PreViz als Vorlage hergenommen habe. Irgendwie ist mir der Übergang von der einen zur anderen Technik immer noch nicht ganz vor Augen, ich hab’s jetzt aber noch ein wenig anders geschrieben als es in meiner Viz ausgesehen hat. Anschließend versuchte ich leider vergeblich im VR Labor die 360°-Kamera anzuwerfen. Michael Kneidl ist letzte Woche ja mit einem Problem an mich herangetreten, das ich glaub eh hier beschrieben habe. Jedenfalls hab ich mit Walter schon darüber gesprochen und er ist der Meinung, dass sich mittels Apple Script die Automatisierung der Quicktime VRs etc. recht leicht bewerkstelligen lässt. Eine Beispieldatei, wie sie die Kamera erstellt, wäre aber mal hilfreich. Habe ich bei Michael Kneidl angefragt, zack, steht die ganze Kamera bei uns im Labor. Jössas, naja, warum eigentlich nicht. Ist eh interessant, wie das Teil funktioniert. Leider hat das dann aber mit der Software nicht ganz geklappt. Habe einen Link mit Passwort bekommen, wobei der Downloadbereich leider recht leer war. Jetzt muss ich also noch auf Treiber und Software warten.

Zur Haptik hatte ich letztens auch einiges recherchiert und auch heute nochmals genauere Infos bekommen: Von Sensable gibt es ja zwei verschiedene Geräte: Das Phantom Desktop, das wir haben und ein Phantom Omni, wobei letzteres viel weniger Kraft erzeugen kann und daher um einiges billiger ist. Spezialsoftware wurde soweit nur für die billigere Variante angeboten, ein Newsletter hat mich dann aber auf eine neue Softwareversion hingewiesen, die es nun auch für unser Gerät gibt: Freeform Modeling Tools: Im Prinzip so ziemlich genau das, was wir mittels Motion Capture-Sensoren entwickeln wollen, aber noch nicht sonderlich benutzerfreundlich und funktionstüchtig ist. Der Ansatz, freie Formen über den Haptikstift zu erstellen, scheint sehr nahe liegend: Wie mit echtem Ton kann man Oberflächen verformen und spürt dabei direkt die Form, die man modelliert. Diese Tools bieten eine Latte an Optionen und professionellen Features, die aber in der Plus-Variante nochmals gesteigert werden. Leider haben diese hohen Ansprüche insbesondere bezüglich Einbindung in einen Produktentstehungsprozess seinen Preis: Die normalen Tools kosten schon satte 10.000 €, die Plus-Variante 28.000€! Ist also definitiv uninteressant für uns. Dennoch gäbe es eine Billigvariante von der ganzen Sache: Die Claytools. Diese sind schon länger auf dem Markt und haben von Beginn weg sehr vielversprechend geklungen. Es handelt sich dabei um eine abgespeckte Variante der Freeform Modeling-Tools, die für professionelle Projekte eher weniger brauchbar ist. Für spielerische Anwendungen wäre das System aber sich ganz cool, immerhin kann man wirklich auch mit virtuellem Ton interagieren. Nur die Weiternutzung in 3D-Paketen läuft nicht so astrein, soweit ich weiß werden nur Nurbskurven generiert, die dann im Nachhinein wieder mit einer Oberfläche versehen werden müssen. Zusätzlich zu dieser Software ist aber auch noch ein Plugin für Maya integriert, das es erlaubt, die Haptik dort in Echtzeit einzusetzen. Die Funktionen lesen sich spitzenmäßig, so scheint es z.B. möglich zu sein, Gegenstände in Maya zu betasten und auch mit physikalischen Parametern zu belegen. Auch andere Tools lassen sich direkt durch die Haptik steuern, was viel Experimentierraum verspricht. Gerade die Möglichkeit, Objekte mit physikalischen Kräften zu belegen und direkt spürbar zu machen, würde unsere Virtual Prototyping-Anwendung um einige Schritte weiter bringen. Diese beiden Software-Tools kosten zusammen mit dem schlechteren Haptikgerät gerade mal 3000€. Ärgerlich halt, dass man die Hardware mitkaufen muss, wenn man schon eine bessere Version hier hat. Keine Ahnung, ob dieses Paket wirklich für uns in Frage kommt, ich hab jedenfalls mal die nötigen Infos zusammen getragen. Am Nachmittag muss ich mich jetzt endlich an das Verfassen des TLV-Skriptums zum Thema Animation machen. Dabei werde ich zuerst nochmals die gestalterischen Prinzipien durchgehen und danach die technischen Belange angehen. Wird wohl ein etwas ausführlicherer Teil werden, werde mich aber einfach mal auf das Nötigste beschränken.

24 Season 5Am Abend stand dann endlich mal unsere große 24-Session an. Ich habe mir die fünfte Staffel in edelster Qualität organisiert. HDTV und AC3 5.1, also ziemlicher Knüller. Grad gestern nochmals getestet und es sieht auch auf dem Fernseher echt supi aus. Inzwischen wurde in Amerika schon die 21. Folge ausgestrahlt und Jonny und ich hatten ja schon lange vor zusammen mit den holden Weiblichkeiten die ersten Folgen anzusehen. Ist sich zeitlich aber nie ausgegangen und wir werden zukünftig dann eh getrennt weiter sehen. Dann können die zwei und wir zwei schauen, wann immer grad Zeit dafür ist, sei’s auch nur mal eine einzelne Folge. Will man gemeinsam schauen, müssen es schon zumindest 4 Folgen am Stück sein, damit sich die Fahrerei rentiert. Und so kamen die zwei also heute zu mir, Riki natürlich auch, und wir sahen uns ein paar Folgen vom Beginn weg an. War spannend, ob man ohne Untertitel was mitbekommt. Bei Staffel 4 waren wir schon um die englischen UT der UK-DVDs froh, muss ich sagen. Aber es hat letztlich super geklappt. Logisch versteht man nicht jeden Satz, manchmal hört man auch einfach nicht mehr hin, weil’s zu anstrengend wäre. Aber der Plot ist recht einfach nachzuvollziehen soweit. In Staffel 5 geht’s auch recht straight zu: kaum Schauplatzwechsel, wenig Verstrickungen, Maulwürfe werden sofort entlarvt, Jack’s Wiederauferstehung ist das Natürlichste auf der Welt, etc. Also wird nicht viel Spannung künstlich aufgebaut, sondern es geht gleich immer zur Sache. Schon in der ersten Folge 2 sehr schockierende Augenblicke, die man eigentlich gar nicht so richtig realisiert, weil eben gar nicht viel Tamtam drum gemacht wird. Schräg irgendwie, aber man ist dennoch von vornherein voll involviert und fiebert mit Jack mit. Fünf Folgen haben wir mal geschafft. Ich hätte durchaus noch mehr durchgezogen, aber egal. Jetzt sehen wir uns die nächsten Folgen im Laufe der kommenden Wochen unabhängig voneinander an.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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