Beachturnier und Haare
Blieb heute ein bisschen länger liegen und saugte dann mal brav die Wohnung durch. Hat sich doch wieder einiges angesammelt, zumal Piet aus jedem Eck einen Staubknäuel rausfischt, wo wir nicht mal hingucken
Hab mich dann schon halb auf einen gemütlichen Nachmittag eingestellt, an dem ich mich ein bisschen um Hase’s Hochzeit kümmere und so, doch das war wohl nix, denn es stand ja das interne Mixed-Turnier am Nofler Strand auf dem Plan und das Wetter schien doch ein bisschen besser zu werden. Naja, natürlich hat es zu regnen begonnen, als ich mich auf’s Rad setzte und runter rollte. Schließlich kam ich auch völlig nass dort an, um einen völlig übermotivierten Organisator und ein paar demotivierte Teilnehmer anzutreffen
Rene bestand jedenfalls drauf, die Sache durchzuziehen und sein Mut sollte wenig später belohnt werden. Der Regen gab nach und der Rest des Turniers konnte wunderbar im Trockenen durchgezogen werden. Ich spielte wie beim letzten Turnier mit Karin Polt, die seither leider nicht mehr im Sand stand und so mein spielerisches Defizit auch nicht wirklich aufheben konnte
So verloren wir das erste Match nicht gerade überraschend und unverdient gegen Rene und Sonja mit 16:21. Naja, war ja eh noch ganz passabel, doch dann folgte eine ziemliche Klatsche. Gegen zwei Jungspunde, die wir eigentlich klar dominieren müssen hätten, gab’s ordentlich eins auf die Fresse. Wir führten anfangs ganz klar und machten uns eigentlich auch keine Gedanken. Doch plötzlich kamen wir nach einer 11:5 Führung in Bedrängnis und brachten einfach nichts mehr auf die Reihe. Echt jämmerliches Spiel, das uns grad schon wieder ein bisschen demotivierte. Doch es sollte besser werden: so konnten wir beinhart alle 5 folgenden Spiele für uns entscheiden. Besonders hervorzuheben war der sehr überraschende Sieg gegen Bernd und Karin, die bis dahin fantastisch spielten, aber gerade gegen uns viele Fehler machten. Wir blieben dabei zunehmend fehlerfrei und konnten so das Spiel recht deutlich für uns entscheiden. Stolz konnten wir auch auf das Match gegen Mathias und Theresa sein, denen es aber allgemein nicht allzu gut lief heute. Beim letzten Spiel gegen das bisher ungeschlagene Team Gunzi und Lisi ging’s für uns eigentlich noch um einen Medaillenplatz. Diesem Druck hielten wir aber natürlich nicht stand
Gunzi vernichtete uns beinahe im Alleingang, hätte nicht auch Lisi so gehässig serviert, dass wir binnen weniger Minuten 1:11 hinten waren! Tja, aus die Träume vom Podest, Jesus, war das übel! Immerhin konnten wir dann halbwegs mithalten und ab dem Zeitpunkt quasi gleich viele Punkte wie die Gegner machen. Das machte das Resultat aber auch nicht schöner
Aber wir waren doch auch schon mit dem vierten Gesamtrang sehr zufrieden.
Allzu lang blieb ich dann nicht mehr, denn zum einen hatte ich ja nicht viel von der Grillerei und zum anderen musste ich nachher noch weiter. Also radelte ich kurz vor sieben recht verschwitzt nach Hause, wo ich mir ne Pizza ins Rohr schob und gleich unter die Dusche hüpfte. Schnabulierte dann recht schnell, da wir doch ein bisschen stressten – letztlich natürlich völlig umsonst. Wir liefen zur Poolbar runter, wo um 20:30 Riki’s Bruder mit Band auftreten hätte sollen. Nunja, wir setzten uns zuerst mal recht gemütlich hinaus ins Freie und tranken ein bisschen was, da recht offensichtlich war, dass es nicht pünktlich beginnen wird. Dort konnten wir noch eine freakige Show eines Oberpsychos angucken, der dann von der Polizei weggeschickt wurde. Jesus, kranke Socken streichen hier herum
Wir sahen immer wieder mal zur Pooltür, die sich aber partout nicht öffnen wollte. Irgendwann kam dann auch glatt mal Harri raus – offensichtlich war die Band also bereit, doch die Poolbar noch nicht. Später lief mir auch Conny, Ex-FH-Studentin über den weg, die ich schon in Lustenau getroffen hab. Sie hat sich grad no furchtbar über das Openair aufgeregt, ts. Naja, irgendwann konnten wir dann wenigstens mal in den Poolbereich, eine Stunde hatten sie ja schon Verspätung. Doch es sollte mehr werden. Dachte, das gibt’s doch nicht. Auf was warten die Pfeifen denn nun noch? Soundcheck war ja offensichtlich erledigt, die Bühne war bereit, doch keine Harris und keine Haare kamen daher. Dann, nach gesamt fast 2 Stunden endlich der Start: Die Formation mit Gitarre, Bass, zwei Saxophonen, Orgel, Percussion, Schlagzeug und Bratsche rockte von Beginn an dahin! Einzig Klemens konnte man die ersten zwei Songs überhaupt nicht hören, letztlich hat’s der Soundfuzzi aber doch noch gecheckt und das Ganze klang richtig geil. Gerade die ersten paar Lieder waren kleine Gassenhauer mit höchstem Tanzpotenzial. Es folgten ein paar langsamere Stücke, in denen va. die Bratsche zur Geltung kam. Alles in allem war ich echt positiv überrascht, da kam echt Stimmung auf, trotz der teils doch komplexen Songs. Kurz vor elf war die Sache dann vorbei, nicht mal mehr ne Zugabe war drin, was angeblich dem Tonmeister zu verdanken war, da er vor dem Konzert noch meinte, er müsse noch gemütlich essen und uns warten lassen. Ich war ja sowas von angepisst, was für ein Arschloch. Wollte dann gerne einen Cocktail trinken gehen, doch Riki wollt noch auf Klemens warten und daher draußen im Poolbargarten was trinken. Ich war eh schon genervt, aber naja, es war dort eigentlich eh ganz okay, und immerhin bekam ich noch einen gegrillten Maiskolben frisch vom Feuer. Coole Sache. Mit Klemens plauderten wir dann noch ne Weile, ehe wir gegen Mitternacht wieder von dannen zogen. Es wären zwar noch zwei Bands gekommen, doch das war uns alles deutlich zu mühsam, zumal ich sowieso schweinemüde vom Nachmittag war.
Auf der Nofler Webseite gibt es einige Fotos zum heutigen Volleyballturnier.
Vor Jahr und Tag..
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- Datum: 11. August 2007
- Kategorie: Allgemein
- Wortanzahl: 919 Wörter