Exkursionen
Heute war großer Exkursionstag, der fachlich gesehen wohl das Highlight der Reise darstellt. Vormittags gingen wir in einen Wald, um das Harvesting der Bäume zu beobachten. Ein Förster hat uns das ganze Prozedere des Abholzens vor Ort recht genau erklärt, ein anderer Typ zeigte und dann, wie so ein Abholzfahrzeug aufgebaut ist. Absolute Hightech-Aktion, echt wild. Alles läuft über Internet und GPS. Durften dann das Fällen der Bäume aus sicherer Distanz angucken, was ziemlich beeindruckend war. Die Maschine machte sich über die Stämme her wie ein Raubtier. Packen, umreißen binnen weniger Sekunden und dann Entästen. Hat kränky ausgesehen. Spazierten dann noch durch den Rest des Waldes, um verschiedene Holzvarianten zu sehen und Informationen zu hören. Anschließend fuhren wir mit dem Bus zu einer Produktionsfabrik. Dort gab es zuerst mal reichhaltiges Mittagessen mit anschließendem typisch finnischem Eis. Alles wunderbar, auch die Führung war absolute Sahne. Einzig übel waren die Funkkopfhörer, die man eigentlich brauchte, da es in den Produktionshallen sehr laut war. Die Teile haben aber nie wirklich funktioniert, weshalb viel Insider-Information vom Lärm verschluckt wurde. Schade, die Exkursion war dennoch sehr beeindruckend. Dazwischen gab’s auch mal Tee und Süßigkeiten, also auch recht angenehm
Daheim stürzte ich mich gemeinsam mit den anderen drei Staff-Mitgliedern in den See hinter der FH. Das Wasser war schon ziemlich moorig und kalt, aber dennoch super angenehm bei den immer noch recht hohen Temperaturen. Schwamm zu so einem kleinen Floß, wo ich dann von Einheimischen angeredet wurde. Plauderte mit denen ein bisschen und nahm das Angebot, ein paar Schlückchen vom Jägermeister zu probieren, dankend an. Danach brachen wir aber recht bald auf und trafen uns mit ein paar anderen unserer Gruppe, um gemeinsam etwas gehobener und eher finnisch-style essen zu gehen. Im Fransmanni genoss ich dann einen sweet pepper mit Kartoffeln und so Zeugs. War echt lecker und nett dort.
Mit Stefanie und Markus zog ich dann wieder mal zum Amarillo Margaritas trinken – eh klar
Trafen dort auch noch den Rest der Truppe, mit denen wir dann gegen zehn Uhr in einen Club zogen. War eh einiges los, also ziemlich vernünftig. Der absolute Hammer ist halt, dass hier in jeder Bar ein Black Jack-Tisch steht. Absolut krankhaft, aber da fühlt man sich doch gleich noch viel wohler. Zockte also ne Runde, wobei ich anfangs eher abloste. Von der genialen Musik wurde ich dann verleitet, nach hinten auf die Tanzfläche zu stürmen. Dort wurde ich aber leider enttäuscht, denn es lief ne andere Musik. Nix mit Nirvana + Co, sondern ziemlich purer Techno. Tja, also weiter ging’s mit Black Jack. Später betraten wir dann doch die Tanzfläche und shakten ordentlich. Wirklich abgefahren war’s aber im oberen Stock, wo exklusiv finnische Musik lief. War wohl ein schräges Bild, wie ein Haufen offensichtlicher Touris lauthals finnische Texte mitzugröhlen versuchte. War jedenfalls ein ordentlicher Spaß. Am Ende drang es mich nochmals zum Black Jack-Tisch, wo ich auch tatsächlich noch 20 Euro einsackte. Mit Stefanie lief ich dann nach Hause. Taxi wäre zwar schon angenehmer gewesen, die 40 Minuten Frischluft tat uns aber definitiv nicht schlecht. Um 3 schmiss ich mich dann recht k.o. ins Bett.
Fotos von meinem kompletten Finnland-Aufenthalt gibt es in der entsprechenden Fotogalerie.
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