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Volleyball-Drama

11. März 2009, 85 Mal gelesen.
 

Aua, jetzt ist es passiert – die Volleyball-Meisterschaft ist für uns nun gelaufen. Jetzt dürfen wir Mitte April noch um den fünften Rang spielen, worauf natürlich niemand Bock hat ;) Dabei hätten wir uns dieses Jahr echte Chancen auf den Titel ausgemalt – und das war gar nicht mal so illusorisch. Die letzten Jahre hatte es ja leider immer nur für den Vizemeistertitel gereicht und eigentlich haben sich die Teams heuer nicht übermäßig dramatisch verstärkt. Klar, bei der einen oder anderen Mannschaft kann auch schon ein neuer Spieler viel frischen Wind rein bringen, was ja gerade beim VBC Feldkirch offensichtlich ist. Und die jungen Wolfurter konnten heuer endlich mal ihr gigantisches Potenzial richtig ausschöpfen. Aber auch wir haben Verstärkung bekommen und gerade zu Beginn der Saison richtig aufgedreht. Besonders nach dem ganz klaren Sieg gegen den letztjährigen Meister Dornbirn waren unsere Erwartungen für die Saison entsprechend hoch. Insbesondere der Wechsel von Patrick von der Mitte auf die Außenposition schien ein Goldgriff zu sein und der konstante Einsatz eines Liberos stabilisierte unser Spiel immens. Die Wolfurter zeigten uns dann allerdings auch gleich mal, wo der Hammer heuer hängt und dass wohl wirklich alles möglich ist. Entsprechend verliefen auch die anderen Spiele in der Meisterschaft. Jeder schlug jeden und sehr oft gab es spannende und ausgeglichene Spiele, wenn auch nicht immer auf Top-Niveau. Prügelknaben waren nur die Neueinsteiger aus Egg – aber auch die Wolfurt Juniors krabbelten in den letzten Saisonen am Tabellenende herum, nur um heuer ganz vorne mit dabei zu sein. Die Tabelle war dann auch entsprechend eng. Der VBC ganz überraschend Erster, Wolfurt Zweiter und dann ganz eng aneinander Dornbirn, Höchst und wir. Etwas abgeschlagen, aber immer für eine Überraschung gut der SSK und mit Null Punkten dann noch Egg. Gerade in der Mitte war bis zum letzten Saisonspiel noch alles offen.

Vergangene Woche mussten wir dann eben gegen den Tabellenführer antreten. Hätten wir das Spiel gewonnen, wären wir auf den dritten Platz gekommen. Leider konnten wir trotz großem Einsatz und richtig gutem Spiel das Match nicht für uns entscheiden. Zu verschlafen agierten wir in den ersten beiden Sätzen. Und zu dumm waren wir dann im vierten Satz, als wir es nicht schafften, satte vier Satzbälle zu verwerten. Tja, das scheint ohnehin eines unserer Hauptprobleme zu sein: wir schalten immer wieder mal völlig auf Standby. Zwar fokussieren wir inzwischen schon ein bisschen schneller wieder auf das Wesentliche, aber dafür kann es dann eben auch mal zu spät sein. Und so erging es uns im Viertelfinale gegen Höchst. Gestern spielten wir zuhause und mussten eine 0:3-Niederlage einstecken. Dabei war das Spiel alles andere als klar. Die Sätze endeten allesamt mit gerade mal zwei Punkten Unterschied, wobei wir teils klar vorne lagen. Leider haben wir dann wieder die entscheidenden Punkte verschenkt. Absolut ärgerlich! Noch übler wurde es dann aber beim heutigen Retourspiel in Höchst. Der erste Satz hätte einfach unbedingt an uns gehen müssen. Wir hatten einen ordentlichen Vorsprung heraus gespielt, ehe wir den Satz dann in der entscheidenden Phase wieder völlig unnötig abgaben. Der zweite Satz war leider recht klar und so schien es auch der dritte zu sein. Allerdings kämpften wir uns doch nochmals zurück. Plötzlich war noch mehr Biss in der Mannschaft zu spüren und bei den Gegnern lief es nicht mehr ganz so prächtig. So konnten diesmal wir einen Rückstand aufholen und einen Satzgewinn einfahren. Dramatisch dann aber der vierte Durchgang. Bis zum Spielstand von 20:21 war noch alles völlig offen. Und dann passierte es: Servicefehler, technischer Fehler (der aber in der Phase nie gepfiffen hätte werden dürfen..), Servicefehler und Angriffsfehler. Tja, so kann man ein Spiel auch verschenken. Der letzte Punkt ging noch ganz groß auf meine Kappe. Meine Güte. Dass wir ein paar Nervenbündel im Team haben ist ja kein Geheimnis, dass ich da aber voll dazu zähle tragisches Fakt. Es ist echt zum Kotzen. Man könnte meinen mit meinen fast schon 20 Jahren Volleyball-Erfahrung könnte ich mal in prekären Situationen etwas Routine ins Spiel bringen, aber denkste. Während des Sprungs komme ich auf die große Idee, ich könnte den Ball kurz hinter den Block schupfen – er landete weit vor dem Block. Voll im Netz. Peinlicher war da nur, als ich extra zum Service für Reini eingewechselt wurde und der Aufschlag fast schon unter dem Netz durchgagelte. Aua. Nun ja, das war’s also für heuer. Beim Cup sind wir zwar immerhin im Halbfinale, allerdings werden wir dort nur mit sechs Leuten auffahren. Zudem sind nicht mal alle Positionen besetzt. Na, mal sehen.

Vor Jahr und Tag..

 
 

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