Ein Besuch bei der Alpinale
Jonny überzeugte mich heute davon, doch mal der Alpinale einen Besuch abzustatten. Davor lud ich noch zu einem kleinen Cocktail bei uns ein. Ich machte wieder mal an einen Drink mit frischem Obst. Fand meine letzten Versuche mit Banane und Kiwi ja allesam genial, also gab’s heute einen Banana Royal. Schmeckte auch bestens und ist ja nicht sonderlich schwierig zu mixen. Mit der Kokosmilch hab ich ein wenig beschissen und stattdessen einfach einen entsprechenden Sirup reingetan, was die Sache natürlich ein bisschen süß, aber nicht weniger gut macht. Jonny, Sabrina, Claudia und Tobster schlürften mal recht zufrieden
Piet gesellte sich überraschend zu uns und pflanzte sich auch glatt auf Jonny’s Schoß zum Pennen. So um halb neun fuhren wir dann aber los Richtung Nenzing. Auf der Fahrt erzählte Jonny noch von der letzten Culinaria-Card-Erfahrung in eben jenem Kaff. Lustigerweise wollten Riki und ich ja auch mal ins Gasthaus Kreuz dort, gaben dann aber doch der Krone in Bludesch den Vorzug. Na, jedenfalls ist das Teil eh der volle Hoiler
Weniger Hoiler war dann das Event vor dem Ramschweigsaal. Alleine die aufblasbare Leinwand war der echte Hingucker, wow, was für ein cooles Teil und riesig noch dazu. Wir krallten uns mal die Bewertungszettel und ne Sitzunterlage und machten’s uns mal in einer der vorderen Reihen halbwegs gemütlich. Die Reihen füllten sich dann langsam aber sicher und los ging’s mit der Anmoderation und den ersten paar Kurzfilmen. Es erwartete uns eine tolle Mischung aus den verschiedensten Ländern mit nur wenigen wirklichen Nieten. Der Einstieg war aber noch ein bisschen schwach. Sowohl der spanische als auch französische Film wussten nur sehr bedingt zu gefallen, gerade der zweite war echt ein bisschen schwach, zumal für mich die Pointe irgendwie nicht ganz passte. Doch es folgte gleich eines der Highlights des Abends. Ein serbischer Film über den Krieg, der mit seinen 22 Minuten richtig Tiefgang und Charakter hatte. Man konnte wirklich eine Beziehung zu den Darstellern aufbauen und die Story war durchaus authentisch, echt super Film. Es folgten noch zwei recht professionelle Streifen, die von der Optik her echt der Hit waren, aber geschichtenmäßig nicht viel zu bieten hatten. Da punktete dafür der letzte Film vor der Pause. Eine herrliche kleine Komödie über eine Revolution im Saarland, echt köstlich in Szene gesetzt. Die Filmemacher gaben dann auch noch ein Interview, haute jedoch gleich danach ab. So tranken wir unseren Pausenglühwein halt alleine
20 Minuten später ging’s aber schon wieder weiter mit zwei verdammt coolen deutschen Produktionen, wobei insbesondere die Liebesgeschichte zwischen einer Mitte-20erin und einem Neunjährigen echt einfuhr – genial! Zwischendurch gab’s mal einen eher schwachen studentischen Beitrag, bevor der Abend mit zwei spitzenmäßigen Animationsfilmen zu Ende ging. Der erste war unglaublich stylisch, der zweite optisch nicht so aufregend, aber sensationell witzig.
Wir hätten danach noch in den Harley Club können, wo sich anscheinend klassischerweise die Elite danach noch trifft. Aber die Motivation ließ doch ein bisschen aus und so fuhren wir doch gleich zurück nach Feldkirch. Lustigerweise hatten alle noch Hunger – naja, bei mir war’s nicht mehr wirklich lustig, denn ich hatte den ganzen Tag nix gegessen. Jedenfalls fuhren wir dann noch zum McDonalds in der Stadt, der doch glatt bis 1:00 offen hatte und uns daher noch was Leckeres servieren konnte. Es sind grad italienische Wochen und so kam ich auch ein bisschen auf meine Kosten. Denn die Gitterpommes mit Gewürzen sind schon sehr lecker und die Mozzerella-Sticks sowieso. Wobei mich bei letzteren echt nervt, dass sie so teuer sind. Für fünf so kleine Stückchen legt man 3 Euro hin, das find ich echt übertrieben. Naja, Jonny führte mich dann heim und ich ging dann eh nach nem kurzen Besuch bei Piet ins Bett.
Vor Jahr und Tag..
- Pokerhelden - 2010
- Filmbrunch - 2008
- First Day in Jyväskylä - 2006
- Datum: 10. August 2007
- Kategorie: Allgemein
- Wortanzahl: 613 Wörter