Windows Neuinstallation
Gegen 9:00 Uhr kam Riki vom Nachtdienst retour, weshalb ich dann auch bald mal aufstand. Es dauerte dann ne Weile, bis wir uns ein Auto organisierten, um damit nach Frastanz zu fahren. Zuerst machten wir einen Abstecher in den Lidl, der aber nicht sonderlich ergiebig war. Der Käse, den ich einpackte, erwies sich hinterher ohnehin als nicht gerade besonders gut. Kann man sich also getrost schenken, das Zeug. Mal sehen, wie sich dann so der Vegi-Burger macht, den ich auch noch einsteckte. Danach ging’s schräg gegenüber zum eigentlichen Ziel der Reise, nämlich zum Lutz. Ich brauchte dringend einen neuen Bürostuhl, nachdem mein alter ja vor kurzem in sich zusammen gebrochen ist und mich rücklings auf den Boden plumpsen ließ. Wir streiften zuerst mal ein bisschen planlos in der Gegend rum und sahen uns sonst so ein paar Möbel an. Dabei entdeckten wir auch schon eine Couch für unsere nächste Wohnung, oder dem Preis nach zu urteilen wohl eher für unser nächstes Leben. Satte 4.500€ hätte das Edel-Teil gekostet. Echt Leder natürlich. Das wiederum ist aber eher schlecht, wenn wir mal an die Krallen unseres Pietis denken. Zudem wäre die helle Farbe ohnehin ein K.O.-Kriterium, da einem dort ja der kleinste Dreck und insbesondere Katzenhaare regelrecht entgegen leuchten. Na, das Ganze war ohnehin nur eine kleine Spinnerei, aber sollte es irgendwann mal ernst werden, halten wir definitiv nach was Ähnlichem Ausschau. Wir schlüpften dann in die Büroabteilung, wo ich mit Hilfe einer Mitarbeiterin an die zehn Stühle ausprobierte. Manche waren schlichtweg so hässlich, dass ich mich nicht mal reinsetzte, der Rest war dann leider meist ziemlich unbequem. Neu in Mode sind Netzbespannungen für den Rücken, was ich eigentlich ziemlich genial finde. Zum einen sieht der Stuhl dadurch recht “leicht” aus, zum anderen passt sich die Rückenlehne angenehm an den Rücken an und verhindert auch übermäßiges Schwitzen. Leider waren die Lehnen aber alle genau so niedrig, dass mir der Rahmen fein in die Schultern drückte. Bei anderen Stühlen ergab sich ein ähnliches Größenproblem, indem mir die Kopflehne in die Schultern drückte. Ja, hallo, Zwergenparty oder was? Im hinteren Kämmerlein hätte ich schließlich einen sehr feinen ledernen Stuhl gefunden, der mir ganz gut gepasst hätte – vom Preis mal abgesehen. Es war ohnehin schockierend, wie viele Bürostühle satte 300 Euro kosten. Das Problem war dann, dass genau dieser Stuhl eine Lieferzeit von 6 Wochen gehabt hätte, was mir dann schlichtweg zu blöd war. Ich beschloss daher, in anderen Möbelhäusern wie Kika und Co zu schauen. Notfalls kann ich ja immer noch zu dem Teil hier zurück kehren, wobei ich eh lieber einen mit Netzbespannung haben möchte. So viel mal zu den spannenden Erlebnissen den heutigen Vormittags. Wir schlossen unsere Tour dann noch mit einem Mittagessen in der obersten Etage ab und genossen das angenehme Wetter auf der Terrasse. Das Essen selbst war dann leider nicht so der Bringer, aber wer konnte das schon wissen *g*
Riki verkrümelte sich dann recht bald mal ins Bett, während ich mich an meinen PC hockte, der mir so langsam ziemlich auf den Keks ging. Ich hatte mir hier ja mal einen ziemlich gehässigen Virus eingefangen, den ich eigentlich nie wirklich los geworden bin. Mit Hilfe vieler verschiedener Tools konnte ich ihn zumindest so eindämmen, dass man großteils normal arbeiten konnte. Aber die Windows Updates funktionierten genauso wenig wie diverse Programme. Gestern ist mir der Sack dann sogar beim simplen Kopieren vom USB-Stick einfach krepiert. Daraufhin habe ich mich dazu entschlossen, das Scheißerchen endgültig neu aufzusetzen. Diese Prozedur ist natürlich immer recht zeitraubend. Zuerst musste ich mal sämtliche relevante Daten sichern. Ich habe Gott sei Dank eh schon länger meine Eigenen Dateien auf eine eigene Partition ausgelagert, aber gewisse Programmeinstellungen und Settings verstecken sich weiterhin auf dem Bootlaufwerk. An und für sich möchte ich die ganzen Einträge dort ja eh loswerden, aber manche Programme schreiben dort doch wichtige Infos rein, die ich weiternutzen möchte. Während des Kopierprozesses setzte ich mich ein bisschen auf die noch ziemlich sonnige Terrasse hinaus. Dann wurde es langsam ernst: Windows-CD rein und das Laufwerk C komplett formatieren. Alles andere hätte nichts gebracht, zumal ich eh schon mal eine Drüberinstallation gemacht hatte. Danach hieß es wieder mal sämtliche Einstellungen neu zu treffen, die wichtigste Software zu installieren und die ewige Update-Kacke über sich ergehen zu lassen. Letzteres konnte ich Dank spezieller Windows-Version, in die schon alle Updates bis Juni implementiert waren, ziemlich im Zaum halten. Aber zumindest für das Office-Paket gab es etwa 300 MB große Updates, pfui. Leider hatte ich auch seit längerem meinen Archivordner verloren, weshalb ich nun auch nach all den Treibern Ausschau halten musste. Denn bei einem großen Teil der Hardware ist es noch weit her mit Plug’n'Play. So hab ich mir sämtliche Gerätetreiber aus dem Internet gezogen, die ich dann auch gleich archiviert hatte. Immerhin gibt es für einige Geräte ohnehin keine Updates mehr, also kann ich die Treiber auch weiterhin nutzen. Im Laufe des Abends hatte ich dann auch glatt alles am Laufen und mein Kätzchen schnurrt endlich wieder brav vor sich hin. Der Bootvorgang ist wieder deutlich schneller, Aktionen im Explorer laufen wieder zackig, ach wie ist das schön. Das Wichtigste ist jedoch, dass derzeit auch mein SATA DVD-Brenner wunderbar akzeptiert wird. Dieser brachte bisher mein System ja immer wieder mal zum Aussetzen, weshalb ich ihn großteils ganz ausstecken musste. Das ist ja nicht Sinn der Sache
Seit der Neuinstallation mit neuen Chipsatz-Treibern und allem drum und dran läuft das System vorerst aber mal schön rund. Dabei hat sich auch glatt schon wieder was Virenähnliches im system32-Ordner festgesetzt. Keine Ahnung, wo die dll herkam, langsam frage ich mich sowieso, was fucking Sophos Antivirus eigtl. tagsüber so treibt. Das Tool mag zwar hin und wieder einen Virus entdecken, oft aber schlichtweg zu spät. Ich schätze, ich muss auch den On Access-Schutz während des Schreibens von Daten aktivieren. Sofern das die Performance nicht zu negativ beeinflusst sollte das Viren massiver am Einschleichen hindern. So gegen halb zwei war ich dann für heute mit praktischen allen Installationen fertig und huschte ins Bett.
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- Datum: 9. August 2008
- Kategorie: Allgemein
- Wortanzahl: 1002 Wörter