Flug nach Finnland
Gehässiger Wecker: Kurz nach 4:00 hat’s schon geklingelt, nach gerade mal 2 Stunden Schlaf. Hab das Aufstehen natürlich ewig rausgezögert, musste es dann aber doch noch wagen. Schnell duschen, Müsli reinstopfen, zusammenpacken und ab nach unten, wo das Taxi auf mich wartete. Musste schon um 5:30 zum Zug. Tja, eigentlich wär’s gemütlicher auch möglich gewesen, wenn ich nicht Gott sei Dank noch gesehen hätte, dass der normale Zug entfällt. Echt wild – auf der ÖBB-Seite war ein entsprechender Hinweis, auf der SBB aber nicht. Jetzt hatte ich gestern Nacht extra noch bei der sauteuren Hotline angerufen, um herauszufinden, dass die Schweizer einfach Vollpfeifen sind und den Ausfall des Zugs schlichtweg nicht registriert haben. Nun musste ich also 3 Stunden nach Zürich zum Flughafen tuckern. Ein echtes Elend, da ich auch schweinemüde war, aber jede Stunde den Zug wechseln musste. Da bin ich dann schon immer wieder mal weg geknackt, so richtig erholsam war das aber nicht, da ich gleich wieder aufgezuckt bin, schließlich wollte ich ja ein Verpassen des Umsteigbahnhofs keinesfalls erleben!
Nach dieser mühsamen Fahrt traf ich dann pünktlich in Zürich ein, war eh deutlich zu früh. Hab dann gleich eingecheckt, wobei das mit dem Handgepäck ja überhaupt kein Problem war. Dachte zuerst, 2 Stücke sind zu viel und zu schwer ist es sowieso, aber der Typ wollte meinen Laptop und das Proviant eh nicht mal wiegen. Schlenderte noch kurz durch ein paar Shops und fuhr dann mit der ‘Metro’ zu Gate E. Wow, das hat mich echt weggeputzt, wie groß dieser Flughafen ist. Wahnsinn! Durch die Kontrollen und dann setzte ich mich gemütlich wo hin und fing an, am Laptop ein bisschen zu bloggen, halt nur offline, da man am Flughafen fürs WLAN zahlen muss. Ich wurde dann kurz vor dem Boarding auch von der Begleitperson der Reise erkannt, also stieß ich zum Rest der Truppe. Wir saßen im Flugzeug auch alle zusammen und ich verstand mich mit meiner Sitznachbarin Susanne auch gleich von vornherein prächtig.
Der Flug war auch bestens. Sehr faszinierend die Displays bei den Finnair-Teilen. Die Sicherheitserklärungen werden mittels 3D-Animationen vorgezeigt, echter Brüller! Danach gab es immer wieder ein paar Informationstafeln und dann sogar Blicke durch die Außenkamera, die vorne über’m Cockpit montiert ist. Nach dem Abheben wurde sogar auf ne Bodenkamera umgeschaltet, letztlich auf eine Landkarte, in dem unser Flugzeug eingezeichnet war. Echt coole Sache. Als dann irgendwelche Filmchen über Finnland liefen, versuchte ich mit ein wenig Jack Johnson im Ohr zu pennen. War ja doch hundemüde. Nach etwa 3 Stunden landeten wir dann ruhig in Helsinki. Hatten dort sehr viel Wartezeit, die ich aber mit einem ziemlich enttäuschenden Lernvideo und einem sehr aufschlussreichen Schmökern im Maya Rendering-Buch verbrachte. Dann der Flug nach Jyväskylä, unserem Zielort, wo wir von zwei Abgesandten abgeholt und zur Unterkunft gebracht wurden. Die war dann ziemlich Ostblock-mäßig unterwegs. D.h. eigentlich sind’s ziemlich coole Studenten-Appartments, doch die Bude war so saumäßig dreckig, dass es einem echt verging. Naja, hatten eh nicht lange Zeit, den Saustall anzusehen, denn wir trafen uns schon zur Arbeit Richtung Stadt, wo wir gemeinsam was essen gingen. Davor gab’s draußen noch bei sehr angenehmen Temperaturen einen ekelhaften pseudo-Sekt-Begrüßungsdrink. Drinnen war’s dann besser: Spicy Raspberry Margarita samt Chili, wow, genial! Gegessen habe ich wunderbare vegetarische Fajitas. Die sind einfach immer und überall super. Und verdammt viel, da musste noch ein zweiter Drink her. War genial!
Dann fuhr ich eh so um Mitternacht heim, wobei sich das noch als schwieriges Unterfangen darstellte. Warteten verzweifelt auf die Buslinie, mit der wir hergekommen sind, war aber nix. Irgendwann fragten wir bei einem anderen Bus mal nach, der uns erklärte, dass unser Bus schon weg ist und sich als andere Linie getarnt hatte. Mui, das Konzept hier ist echt ein Hammer, zudem sind die Tickets mit 2,60 € ein absoluter Wucher! Die spinnen, die Finnen. Nun, letztlich machten wir uns noch auf die verzweifelte Suche nach einem Taxi. Irgendwann kam mal eins und hat auch glatt alle fünf von uns mitgenommen. Die anderen 4 waren ohnehin woanders unterwegs. Die Fahrt hat dann toll geklappt und kaum war ich daheim, trudelte auch der Rest ein. Wir gingen dann noch zu den anderen auf den Balkon ein bisschen plaudern. War alles zusammen noch recht amüsant, um 2:00 gingen wir dann aber doch ins Bett. Immerhin über 20 Stunden wach, das war schon ein anstrengender Tag.
Fotos von meinem kompletten Finnland-Aufenthalt gibt es in der entsprechenden Fotogalerie.
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