Wordpress Onkel Andys Tagebuch|Filme |Spiele|Fotos
 

Joy Of Use

7. Juli 2008, 40 Mal gelesen.
 

Ich musste heute ein klein wenig ausschlafen, ehe ich mich auf den Weg an die FH machte. Ursprünglich hätte ich mir einen Homeoffice-Tag geben wollen, was aber durch einen Termin am Nachmittag vereitelt wurde. Ich musste mich heute explizit auf die “Joy of Use”-Recherche konzentrieren, da nun morgen endgültig die Präsentation dieses Themas ansteht. Ich habe also am Vormittag nochmals sämtliche Internetseiten durchforstet und wurde zumindest geringfügig nochmals neu fündig. Nach zwei Google Ergebnisseiten war dann aber schon vorbei und auch hier waren bereits einige Doppeltreffer und Doppelnullen vorzufinden. Übermäßig viel Literatur gibt es zu dem Thema also nicht, aber dafür konnte ich zwei doch hochwertige Dokumente in Form einer Master- und Bachelorarbeit mit ordentlichem Umfang finden. Die jeweils über hundert Seiten schickte ich dann gleich mal an den Drucker, genauso wie ein paar kleinere Arbeiten und Präsentationen, die meist kommerzielle Interessen verfolgten und daher nicht übermäßig brauchbar erschienen. Schließlich musste ich in den U-Trakt rüber, wo ich zu einer kleinen Bachelorpräsentation eingeladen war. Manuel, ein Informatikstudent, der meine Maya-TLVs besucht hatte, ist lobenswerterweise bei dem Thema 3D geblieben und schrieb seine Bachelorarbeit über “Distributed Rendering in Maya“. Betreuer der Arbeit sind Thomas und natürlich Mr. “Grid” Marco vom PPE, ich durfte heute aber auch ein wenig Input loswerden. Manuel zeigte uns zuerst mal den Workflow: ein Pythonscript schickt einen Renderauftrag über Condor an die unterschiedlichsten Rechner an der FH, die grad freie Ressourcen haben. Das Ganze funktioniert derzeit nur auf Linux, dort aber recht offensichtlich prächtig. Natürlich noch mit einigen Einschränkungen, aber vom Konzept her eine geniale Sache. Man stelle sich vor, dass dadurch bald StudentInnen in der Lage wären, Renderjobs in der ganzen FH zu verteilen und die errechneten Bilder nachher automatisch wieder auf dem eigenen Rechner vorzufinden. Die ganze Rechenpower in den Pools wäre so wenigstens mal ordentlich genutzt und möglicherweise wären so auch noch deutlich bessere Studentenabgaben möglich. Mal sehen, bis wann die ganze Sache wirklich “marktfähig” ist – vorerst werde ich auch mal ein paar Tests machen und die Kapazität des Linux-Clusters durch die weiteren FH-PCs erweitern – genial.

Nach der doch eineinhalbstündigen Besprechung ging ich noch ins Büro rüber, um meine Ausdrucke zu sammeln – danach machte ich mich auf den Heimweg. Eigentlich dachte ich, dass um 17:00 unsere potenzielle Putzfrau zur Besichtigung unserer Wohnung kommt, was dann Riki aber doch verschoben hat. Ja, wir haben langsam die Schnauze voll vom Putzen bzw. von der dreckigen Wohnung ;) Piet hinterlässt überall seine Haare, Staub verfängt sich in jeder Ecke und Kieselsteine sowie Katzenstreu verteilen sich über den ganzen Boden. Ab und zu erwischt mich zwar der Putzteufel, aber im Großen und Ganzen ist die Putzerei einfach nur nervig und massiv zeitraubend. Dabei muss ich die Zeit ja für andere sinnlose Dinge wie Bloggen, Wii Fit und Co investieren. Wie auch immer, der Termin fand nicht statt und ich hatte eben besagte Zeit für mein Fitnessprogramm. Der Körpertest zu Beginn demotivierte mich zwar gleich, weil ich über das doch sportliche Wochenende zugenommen habe. Aber nur nicht aus der Balance bringen lassen – ich hab brav meine Übungen gemacht, sowohl die happigen als auch die lustigen. Balancespiele habe ich zwei neue hinzu geschalten, die beide echt sehr kultig sind. Ein ausführlicheres Review zum Wii Fit gibt es dann nach einer längeren Testphase und dem Freischalten aller Features. Piet wollte übrigens unbedingt mitmachen, weshalb ich ihn wie von meinem Balance Board empfohlen, bei den Balanceübungen in den Arm nahm *g* Anschließend hab ich dann mal begonnen, die verschiedenen Texte durchzulesen, wobei ich ziemlich langsam voran kam. Zwischendurch musste man natürlich auch noch was zu Essen machen und Selbiges dann auch verspeisen.

So wurde es doch 21:00 bis ich mal richtig zu meiner Aufgabe kam. Ach, ich hasse es – ich brauche immer den ultimativsten Druck, um mal in die Gänge zu kommen. Dann hab ich aber richtig hart die Texte zum Thema Joy of Use durchgeackert und fand einige spannende Ansätze. Ich muss sagen, dass mir das Lesen großteils Spaß gemacht hat. Heftig war nur, dass ich bei zwei Arbeiten drauf gekommen bin, dass hier ganz übler Plagiatismus betrieben wurde. Zwar steht meist ein [vgl ..] dahinter, die Textpassagen sind aber offensichtlich 1:1 aus einem anderen Text entnommen. Wow, und das bei einer Masterarbeit, das ist aber schon richtig heftig. Naja, soll in dem Sinn nicht mein Problem sein, zumal ich die Vorlage, auf die sich die Autoren beziehen ja nicht kenne. Ich habe dann versucht, die Essenz der beiden langen Texte in ein paar Powerpoint-Folien zu packen und werde dabei sämtliche Regeln für eine gute Präsentation missachten: es gibt ein einziges verschissenes Bild, massig viel Text pro Folie und ich mach mich als Präsentator durch die ausführlichen Texte fast überflüssig. Ich bleibe auch bei meiner Art, Teile von Folien erst durch einen Klicken anzuzeigen und somit den Inhalt der Folie dem Gesprochenen zeitlich anzupassen. Mit dem neuesten Outlook kam ich überhaupt nicht zurecht, das ist echt ein typischer Fall für schlechte Usability. Das Teil mein zu wissen, was ich will und handelt praktisch auf Eigeninitiative hin – echt furchtbar. Um halb vier speicherte ich das File dann endlich auf meinen USB-Stick und klappte völlig übermüdet ins Bett.

Vor Jahr und Tag..

 
 

Kommentiere