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Film und Theater auf hohem Niveau

7. Juni 2009, 103 Mal gelesen.
 

LandestheaterLetzte Woche stand wieder mal eine Mens Night im Cineplexx an. Nachdem Jonny im Urlaub, Bernd auf Dienstreise und Smi beim Klettern war, war ich umso froher, dass Filipe Zeit hatte. Wir trafen uns bereits um sieben, um zuvor noch im Kohldampf was Feines zu essen und uns gegenseitig halbwegs auf den aktuellsten Stand zu bringen. Wir haben uns ja leider auch schon länger nicht mehr gesehen. Schließlich düsten wir dann in den Kinosaal, der von oben bis unten mit Testosteron gefüllt war (inklusive ein paar waghalsige Damschaften). Immer wieder unpackbar, dass bei der Männernacht so viel los ist. Die Trailer konnten dann meiner Meinung nach unpassender nicht sein. Es gab praktisch nur Vorschauen zu Komödien und Animationsfilmen. Hat nicht gerade optimal auf den Hauptfilm eingestimmt, aber bitte. Der vierte Terminator ging dann gleich fett los und schaffte es eigentlich schon während der Opening Credits die relevante Stimmung zu erzeugen. Am Ende der Credits kamen dann auch tatsächlich noch die musikalischen Key-Elemente vom zweiten Teil, der mir einfach jedes Mal wieder eine Gans über die Haut jagt. So was von genial. Der Film selbst hielt dann eigentlich voll was der Trailer versprach: pure Action mit einem Schuss Humor und Apokalypsenfeeling. Sowohl vom Look als auch Inhalt her läutet Terminator Salvation definitiv eine neue Ära der „Serie“ ein. Und gerade diese Eigenständigkeit hat mich sehr positiv überrascht. Der Film erzählt an und für sich solide die Trilogie weiter. Dabei musste natürlich auch die absurde Vorstellung verfolgt werden, dass John Connor aus der Zukunft seinen eigenen Vater in die Vergangenheit schickt, damit dieser dann mit seiner Mutter ein Kind zeugt. Aber nicht irgendeins, sondern eben John Connor selbst. Aber Zeitreisefilme dürfen ja durchaus ein klein wenig unlogisch sein ;) Wie auch immer. Im vierten Teil steht weniger ein spezieller Terminator als Bösewicht im Mittelpunkt als vielmehr die Maschinen im Allgemeinen. Insofern mangelt es vielleicht ein klein wenig an Spannung, aber die vielen Verfolgungsjagden und Kampfszenen rocken echt ordentlich dahin – und diese Action ist hier einfach von Anfang an im Vordergrund. Besonders gelungen sind dann die kleinen feinen Hints auf die früheren Teile, beispielsweise ein Song von Guns’n’Roses, der ultimative Spruch des ersten Films (I’ll be back) oder ein Auftritt von Noldi – erste Sahne.

Eine Spur niveauvoller und keineswegs weniger unterhaltsam war dann das heutige Theaterstück. Zuerst sahen wir uns aber noch mit Mike und Bella bei Smikis die Fotos des Vulkanurlaubs an. Nachdem Lerchi noch zu uns gestoßen ist ging es dann ins Viva in Bregenz. Gewohnt gutes mexikanisches Essen, das aber meiner Meinung nach inzwischen viel zu teuer geworden ist – 14 Euro für Gemüse mit ein paar Tortillas ist echt ein Scherz. Gott sei Dank hat der unheimlich üble Regen, durch den wir vorher noch rennen mussten, inzwischen nachgelassen, sodass wir dann doch trocken im Landestheater ankamen. Hätten wir nicht wieder von Lerchi die Karten geschenkt bekommen, hätten wir ein echt großartiges Theaterstück versäumt. Weingartners Überraschungsfilm Die fetten Jahre sind vorbei wurde für die Bühne umgeschrieben. Leider habe ich den Film immer noch nicht gesehen, was ich aber nächste Woche nachholen werde. Die Aufführung konnte jedenfalls von Beginn an durch einen coolen Humor, coole Ideen und ein sympathisches Ensemble überzeugen. Die Geschichte selbst regt durchaus ein wenig zum Denken nach, auch wenn es teils zu klischeehaft zugeht. Genial war jedenfalls, dass sich das Stück selbst nie übermäßig ernst genommen hat. So brachen die Schauspieler immer wieder mal aus ihrer Rolle aus und bezogen das Publikum mit ein oder machten sich gegenseitig darauf aufmerksam, dass sie zu jener Szene auf der Bühne nichts verloren hätten. Nach der etwa 90minütigen Vorstellung (ohne Pause) nahm noch der bisherige Intendant offiziell Abschied. Seine Rede war echt ganz gelungen, aber auf das anschließende Buffet haben wir trotzdem verzichtet ;) Alles in allem war das heute für mich das bisher interessanteste Stück, das ich auf einer Theaterbühne gesehen habe: innovative Ideen, solide Story, ordentlich Humor und Sympathie. Absolut empfehlenswert. (Foto:Ostevent.ch)

Vor Jahr und Tag..

 
 

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