Poolbar mit Sofl
Bei der Arbeit passierte heute soweit nicht viel Spannendes. Ich habe heute meinen Teil der Auswertung der Tennisstudie abgeschlossen und zur weiteren Verarbeitung bereit gestellt. Es interessiert mich schon noch, wie man nun mit all diesen Daten umgeht und was man dann auch wirklich nutzt, um die finalen Aussagen zu treffen. Immerhin haben wir an die 40 Stunden Videomaterial, was ein bisschen mühsam zum Durchsehen wäre. Vermutlich genügt es aber auch nur bei besonders suspekten Physiologiedaten an der entsprechenden Stelle die Videoaufzeichnung zu checken. Ich denke mal, dass ich nächste Woche noch einen genaueren Einblick erhalten werde. Wir hatten heute übrigens Besuch im Forschungszentrum und ich zeigte im VR-Labor spontan noch ein paar Dinge. Erst hinterher bin ich dann drauf gekommen, dass zwei der drei alten WTK-Beispiele doch auch auf dem besseren Rechner laufen. Das war ja immer so ein Hickhack. Die Hersteller haben ihrer Bibliothek ein ganz gehässiges Registrierungssystem verpasst, das explizit auf eine CPU anspricht. Möchte man das Tools an einem anderen Rechner nutzen, hat man keine Chance. Man kann aber normalerweise die fertigen Applikationen frei verbreiten, wenn man sie entsprechend am ursprünglichen PC freigeschalten hat. Der Hammer an der Sache: die Codes funktionieren nur ein Jahr! Nun kann man zwar das Datum des Betriebssystems einfach nach hinten stellen und der Mechanismus ist ausgetrickst, aber auch das ist schon eine echt nervige Sache. Zu allem Überdruss gibt es das Produkt gar nicht mehr, weil die Entwickler bereits vor geraumer Zeit in Konkurs geschlüpft sind. Jetzt stünde demnächst mal an, die alten Sachen von uns in einer anderen Umgebung neu zu erschaffen. Wenn ich da an unsere Lichtdemos denke, ist das ja auch völlig problemlos möglich. Dafür braucht es bei Gott kein 3D/VR-Tool, aber damals schien dies der einfachste Lösungsweg zu sein, zumal wir auch Sensoren als Steuerpult eingebunden hatten. Okay, jedenfalls bin ich nun drauf gekommen, dass gewisse Demos von uns doch auch auf unserem Hauptrechner funktionieren, eines aber weiterhin nur in der Mono-Variante. Keine Ahnung warum, aber immerhin ist es ja auch schon gut, die anderen Sachen schön in Stereo zu zeigen. So viel mal dazu.
Am Abend ging ich dann mit Sofl in die Poolbar. Ich hatte ja schon an der Aktion gezweifelt, als es bereits halb zehn war und wir eigentlich schon vor ner halben Stunde die Abfahrt angepeilt hatten. Aber letztlich waren wir doch so gegen zehn vor Ort. Echt unglaublich, wie viele Leute sich insbesondere draußen herum tummelten. Das Wetter war noch ganz okay, wenn auch ein bisschen frisch. Aber auch wir pflanzten uns mal gemütlich in Liegestuhl und Co. Von der ersten Hauptband des Abends bekamen wir leider nur noch den letzten Song mit, der eigentlich ziemlich vielversprechend war. Tolle Stimme, cooler Sound, alle Achtung. Im Pool war da aber noch nicht viel los, da eben die meisten noch die frische Luft genießen wollten. So gegen halb elf kam dann bereits der nächste Act: Any Major Dude. Wow, ich sag nur wow. Was hier Christoph Linher zusammen mit seinem Keyboarder auf die Bühne gezaubert hat, war schlichtweg umwerfend. Ich kann mir zwar gut vorstellen, dass der Sound für einige zu depressiv und die Stimme doch zu nervig wurde. Aber wenn man sich mal auf die Performance eingelassen hat, konnte man die genialen Songs in jeder Faser spüren. Man hatte teilweise das Gefühl, irgendein Weltstar stünde vor einem, so eindringlich war insbesondere die Stimme, aber auch die gesamte musikalische Darbietung. Wer sich von der wie gesagt zwiespältig betrachtbaren Performance ein Bild machen möchte, soll sich das unten angefügte Video ansehen. Wer hat den Song erkannt? Tja, es handelt sich um einen Coversong von Nirvana. Na? Okay, mehr als der Text ist von About a Girl wirklich nicht übrig geblieben, aber das braucht keinen zu stören
Der Hauptact hatte dann recht pünktlich um 23:45 seinen Auftritt. Ja, die Sache geht schon immer recht lange, aber irgendwie finde ich es grad schade, dass ich mittwochs nicht öfters hier war. Ich glaube, es gab heuer vier solcher Abende, an denen man gratis lokalen Bands lauschen konnte. Letztes Jahr spielte in solch einem Rahmen ja Harris Haare mit Rikis Bruder – damals gingen wir dann aber nach eben dieser Band schon nach Hause, weil sämtliche Auftritte fast zwei Stunden Verspätung hatten – wie in meinen Blogeintrag von damals zu lesen ist. Aber auch dort waren wir von der gebotenen Klangkulisse durchaus positiv überrascht. Ja, auch auf dem Lustenau Openair wird immer wieder unter Beweis gestellt, dass sich hier im Ländle viele musikalische Talente tummeln. Es ist schon immer interessant, wie es eigentlich kommt, dass gewisse Bands große Erfolge feiern können und andere wiederum eigentlich deutlich talentierter sind und trotzdem immer noch in ihren Schilfhütten spielen müssen *zwinker* Wie auch immer – nun standen also ehemalige Musikerkollegen von Sofl auf der Bühne und zwar Darby & Joan. Ehrlich gestanden hatte ich von denen noch nie was gehört, die meisten Besucher aber scheinbar schon. Der Sound war dann komplett anders als eben zuvor, aber doch auch deutlich massenkompatibler. Die Musiker konnten allesamt ordentlich überzeugen und gaben an die fünfzehn teils ohrwürmige Songs zum Besten. Manchmal chilliger, manchmal rockiger, alles wirklich gut und beinahe professionell. Nach dem tollen Konzert zogen wir uns noch ne Weile ins Wohnzimmer zurück, gegen eins fuhren wir dann aber heim.
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