Wordpress Onkel Andys Tagebuch|Filme |Spiele|Fotos
 

Music em all

5. September 2008, 35 Mal gelesen.
 
Dieser Beitrag ist der 6. von 8 in der Serie Medienplayer
 

Auch heute hatte ich mir noch fein frei genommen und den Tag für allerhand sinnloses Zeugs genutzt. Recht viel Zeit hatte ich für das mp3-Tagging verschwendet, wo ich wieder mal viel zu akribisch ran ging. Hatte eine ganz coole Seite gefunden mit einigen Tipps und Hinweisen zum mp3 Tagging, welche ich dann auch gleich ausprobieren wollte. So beispielsweise der Tagger MusicBrainz Picard. An und für sich nutze ich ja den sehr flexiblen mp3tag, der in dem Bereich wohl auch Standard ist, aber bei gewissen Alben hat man hier doch Probleme, wenn man nicht alles manuell eintragen möchte. Die freedb-Verbindung funktioniert bei mir leider ohnehin nur 1 von 10 Malen und sowohl Discogs als auch Amazon sind als Quelle für Tags auch nicht immer optimal. MusicBrainz geht hier einen ganz interessanten Weg und nutzt so genannte Fingerprints. Ich hatte zwar mal davon gehört, beschäftigte mich dann aber erst heute mit der Sache detaillierter. Gerade weil es auch speziell für foobar ein Plugin gibt, das diese Fingerprints als IDs in die Tags speichern kann. Da habe ich natürlich gleich damit begonnen, weil ich das Konzept recht lustig finde. Ähnlich wie es mit Bilderkennungsverfahren möglich ist, verschiedene Werke auf Ähnlichkeiten zu vergleichen, können auch Musikstücke auf Ähnlichkeiten untersucht werden. Durch einen bestimmten Algorithmus erhalten die Stücke also einen einmaligen Fingerabdruck, der die Art des Musikstücks repräsentiert. Im Anschluss lassen sich dann verschiedene Songs auf Ähnlichkeiten vergleichen, entweder um Duplikate heraus zu finden oder um mal spaßhalber zu checken, wie gleich Songs des gleichen Albums eigentlich klingen ;) Wie gut das dann wirklich funktioniert, muss ich noch intensiver testen. Wirklich genial wäre ja, wenn man auf diese Art verschiedene Versionen des gleichen Songs finden könnte. Also Remix, acoustic Version, Live-Version, etc. Aber das wird wohl definitiv nicht funktionieren, da die Songs dann einfach viel zu anders klingen, auch wenn der eigentliche Aufbau gleich sein mag. Anyhow, jetzt bin ich also grad dabei diese IDs analysieren und speichern zu lassen. Picard nutzt solche Abdrücke dann eben dazu, Songs zu identifizieren und die Infos dazu anzuzeigen. Ganz lustiger Ansatz, der mit sehr hoher Wahrscheinlichkeit auch die richtigen Ergebnisse liefert, weil eben nicht nur Song-Länge und mögliches Album hergenommen werden. Die oben erwähnte Seite weist auch auf den BPM-Analyzer hin. Den hatte ich mir glaub ich auch mal angesehen, heute habe ich das Tool aber mal gleich über ein paar Songs gejagt. Hier werden also die Beats per Minute analysiert und in einen eigenen Tag gespeichert. Das sollte letztlich Aufschluss darüber geben, wie schnell ein Song ist. Balladen könnten auf diese Weise also ähnlich schnell identifiziert werden wie akustische Versionen oder Death-Metal-Knaller. Könnte aber auch sein, dass das Ganze nur bei elektronischer Musik wirklich gut funktioniert und die Analyse anderer Genres versagt. Das werde ich aber recht bald mal genau unter die Lupe nehmen.

JamsBioÜber meine Social Networking-Feeds stieß ich dann auch noch auf eine ganz witzige Seite namens JamsBio. Diese Seite bietet die Möglichkeit, Erinnerungen der besonderen Art festzuhalten. Jeder kennt es: kaum hört man einen bestimmten Song, kommen gewisse Erinnerungen dazu hoch. Um diese Verknüpfung von Song und Erinnerung geht es also auf dieser Seite. Man gibt einfach das Lied an und kann in der riesigen Datenbank die genaueren Infos dazu einlesen und sogar einen kurzen Abschnitt davon anhören. Dann trägt man seine kleine persönliche Geschichte zu dem Lied ein. Das kann so banal sein wie “hörte ich im Sommer 69 zwei Monate lang jeden Tag” oder auch mehr in die Tiefe gehen. Ich habe mal zwei Erinnerungen eingegeben, bin mir aber ehrlich gesagt nicht sicher, ob mir das nicht doch zu persönlich ist. Jaja, Mr. Blog-Stripper hat gesprochen ;) Aber vermutlich werde ich gewisse Memories einfach privat verstecken und dann passt das. Der interessante Teil ist natürlich der Networking-Faktor: man kann einsehen, was andere Leute mit den Songs verbinden und so einige interessante Geschichten lesen. Die Frage ist natürlich, was einen die Stories von wildfremden Menschen interessieren könnte und die Antwort dazu weiß ich auf die Schnelle nicht. Aber vielleicht macht’s ja Spaß ;) Spaß hat man auf jeden Fall mit den zwei kleinen Spielen auf der Seite, in denen man sein Musikwissen unter Beweis stellen kann. Bei einem Game muss man aus 12 Covern 9 den entsprechenden Albentiteln zuordnen. Das scheint im Prinzip ganz einfach zu sein, weil auf den Covern ja meist sowohl Künstler als auch Titel zu lesen sind. Die Abbildungen sind dann aber meist doch so klein, dass man nichts lesen kann und nur auf den visuellen Inhalt gehen muss. Ziemlich witzige Sache wie ich finde. Noch cooler ist aber das zweite Spiel, bei dem man drei kurze Stücke von Songs hört und dann aus einer Auswahl bestimmen muss, von welchem Album das Lied kommt. Ab und zu ist das sogar so fies, dass der gleiche Künstler zwei Mal auftaucht und man also wirklich das Album richtig zuordnen muss. Nun, meine Metal-Kenntnisse scheinen gar nicht so schlecht zu sein und so habe ich mich gleich mal massiv dahinter gesetzt und am temporären Highscore gearbeitet. Super sinnlose Sache, da der gleich in der nächsten Stunde wieder weg ist, aber um einen Screenshot zu machen rentiert sich das halt doch *g* Na, immerhin hielt ich auch den Tagesrekord bei dem Spiel. Man muss hier aber ganz klar sagen, dass es leider viel zu limitiert ist. Die Songs sind jetzt zwar vielleicht nicht immer die gleichen, aber die Bands wiederholen sich doch ständig. Kaum mal, dass irgendwas Ausgefallenes daher gekommen wäre und bei manchen unbekannten Songs kann man doch schon auf Grund des Covers die korrekte Verbindung herstellen (Grunzen und Kreischen = viel Blut am Cover *lol*). Wie auch immer. Im Vordergrund stehen aber eigentlich die Erinnerungen zu den Songs, wobei das spaßhalbe Browsen nach anderen Stories nicht übermäßig komfortabel gelöst wurde. So scheint es keinen direkten Link von den eigenen Memories zu anderen Geschichten zum gleichen Song zu geben. Vielleicht hab ich aber auch nur nicht genau genug geschaut, da es doch schon langsam spät wurde…

Vor Jahr und Tag..

Series Navigation«Extreme Foobarfoobar Sunday»
 
 

Kommentiere