Interview-Marathon
4. Juni 2008, 21 Mal gelesen.
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Um halb sieben aufzustehen ist ja nicht gerade meine Spezialität, machte mir heute aber keine größere Schwierigkeiten, da ich am Morgen eh nur noch blöd rumgelegen bin. Mit Bus und Zug ging es dann zur FH. Um acht bezog ich schließlich im B-Trakt Stellung und sah mir die Mappen durch. Worum ging’s? Derzeit läuft das Aufnahmeverfahren zum Mediengestaltungsstudiengang. Interessanterweise vermochten die Gerüchte aus der Presse nur wenige Bewerber abzuschrecken und somit standen auch heuer wieder deutlich mehr Leute auf der Liste als angenommen werden können. Neben der Hausarbeit und dem Reihungstest müssen die Bewerber auch noch ein Interview erfolgreich überstehen. Und genau dafür war ich dann heute zuständig. Zusammen mit Claudio Hils aus der Fotografie-Ecke bearbeiteten wir heute 15 junge Leute. Ich muss sagen, es hat wieder viel Spaß gemacht. Ganz an die Aktionen vor zwei Jahren, als ich mit Johannes Leitner die Interviews durchführte, kam es natürlich nicht heran. Das war damals wirklich ganz großes Kino
Die Atmosphäre war aber auch heute schön locker - einzig meine auf dem Tisch stehenden Kekse wurden primär ignoriert. Ich hab sie auch nicht aktiv angeboten, sondern wartete darauf, dass jemand danach frägt. Traute sich aber offensichtlich niemand oder die Teile waren nicht exklusiv genug. So war ich selbst mein bester Kunde und futterte die Dinger im Laufe des Tages fast alleine weg. Bei den Bewerbern war eigentlich wieder mal alles dabei. Die richtige Hardcore-Type wie letztes Mal - einer wurde von Gott zu uns geführt - gab es soweit aber leider nicht
Dennoch hatten wir die ganze Palette von richtig unbrauchbar bis extrem intelligent und motiviert dabei. Hart waren natürlich die Situationen, wo wir einen neuen Spitzenreiter fanden und direkt im Anschluss die Vollniete auftauchte. Bei einem konnte ich mir dann während seiner Argumentationsrede das Lachen nur sehr mühevoll verkneifen. Das war einfach zu köstlich. Klar, die Aufgaben waren teilweise wieder mal richtig übel und schwierig. Daran sind auch wirklich viele heute gescheitert. Entweder kamen haarsträubende Argumente, falsch adressierte Ideen oder einfach nur der Satz “Ich möchte sie heute von .. überzeugen. Punkt” und aus. Derartige Aktionen machen es uns ja Gott sei Dank ziemlich leicht. Immer wieder interessant zu beobachten waren dann so die verschiedenen Arten, uns die Motivation für das Studium nahe zu bringen. Bei gewissen Leuten hatte man rein vom Motivationsschreiben ausgehend echt das Gefühl, die wollen das auf jeden Fall. Allerdings konnten sie das dann im Gespräch in keinster Weise unter Beweis stellen. Nun, ich hoffe, wir haben uns da bei niemandem geirrt, denn ich traue mich fast zu behaupten, dass wir zu zweit die BewerberInnen recht gut einschätzen und bewerten konnten. Klar ist der eine oder andere Unterpunkt eher schwierig zu bewerten, die Gesamtnoten konnten wir aber ziemlich problemlos festlegen.
Nach anstrengenden zehn Stunden hatten wir’s dann für heute geschafft. Ich hatte anschließend ein wenig Probleme mit der Zugverbindung heim. Dachte, der Bus wäre schon weg und lief im Stechschritt der Ach entlang zur Haltestelle. Natürlich wäre der Bus noch gekommen und hätte mich pünktlich zum Bahnhof gebracht und natürlich fuhr mir der Regionalzug dann vor der Nase weg. Hatte meine Laufgeschwindigkeit doch ein wenig überschätzt, wobei meine Hoffnung ja nie groß war *g* So lümmelte ich halt fast eine halbe Stunde an der Haltestelle herum. Ich konnte die Zeit wenigstens dazu nutzen, die letzten Tage kurz und prägnant im Blog festzuhalten. Viel ist ja wirklich nicht passiert und rein prinzipiell hätte ich mir die Einträge schenken können. Interessiert keine Sau und mich eigentlich auch nicht
Aber ich zieh die tägliche Berichterstattung beinhart durch. Sollte nur langsam wieder drauf achten, dass die Texte beim Lesen mehr Spaß machen. Momentan sind sie wohl alle eher fad geschrieben, aber was soll’s. Ich hab übrigens immer noch ein paar Lücken im Februar zu füllen. Ich möchte die ich mit Reviews zu Medienplayern stopfen, wobei ich hier definitiv nochmals genauer in iTunes und den Mediaplayer von Microsoft hineinschauen muss. Erst nach dem Checken verschiedener Plugins kann ich meine ausführliche Kritik schreiben, wie ich sie schon für Winamp verfasst habe. Auch zu meinem derzeitigen Favoriten foobar habe ich einen ausführlichen Bericht geschrieben, aber noch nicht veröffentlicht, weil er den Abschluss der Mini-Serie darstellen soll. Wie auch immer, ich kam heute dann praktisch zeitgleich mit Riki um halb acht heim. Ich warf uns dann eine Pizza ins Rohr und bereitete die frischen Erdbeeren samt Schlag zu. Juhuuu, unser toller Isi Sahneboy kam somit zum ersten Mal seit nem Jahr oder so wieder zum Einsatz *lol* Schmeckte aber alles wunderbar. Theoretisch wäre ich dann bettreif gewesen, ich musste mir aber noch ein paar Dinge am Rechner ansehen und überarbeitete auch noch ein paar alte Blogberichte, ehe ich dann gegen elf ins Bett ging.
Vor Jahr und Tag..
- letzter Photoshopkurs und Online-Poker - 2007
- Extreme Umziehing - 2006
- Datum: 4. Juni 2008
- Kategorie: Arbeit, Medien, Onlinemedien
- Wortanzahl: 782 Wörter












Hallo, Onkel Andy!
Ach nett, gab es wieder Kekse? Wahrscheinlich habt ihr dieses Jahr einfach zu gute besorgt, die dann (höchstwahrscheinlich) ausschließlich (unterbewusst natürlich!) in den Mägen von Claudio und dir gelandet sind? Wer kann es euch verübeln, bei diesem teilweise “Popcorn-reifen” Unterhaltungsprogramm - ich kann es nur bestätigen, das war eine echt spitze-Interviewrunde vor 2 Jahren mit dir. Den Prediger werde ich wohl mein ganzen Leben nicht mehr vergessen…
Alles Liebe aus Kuala Terengannu
Hannes
*gg* Ja, ich gebe zu, die Kekse waren gut und ich hatte Hunger
Danke für deinen Kommentar und sanfteste Grüße nach Malaysia,
Andy