Therme Konstanz und Billard
Um neun Uhr morgens stiegen Riki und ich in den Citroen und wir machten uns auf den Weg nach Konstanz. Meine wellende Leinwand hatte ich gestern mit der Hilfe der Daddies abmontiert und geschickt im Auto verstaut. Ohne Karton passte das Teil haargenau ins Autoinnere, ich musste also nicht wie beim letzten Mal mit offenem Kofferraum herumfahren. Beim Grenzübergang Hohenems wusste ich dann eh schon Bescheid. Ich streckte den Zollbeamten 300 Franken Depot entgegen und konnte nach wenigen Minuten schon wieder weiter fahren. Knapp eine Stunde später verließen wir die Schweiz wieder und passierten den Grenzübergang Kreuzlingen. Der deutsche Zöllner jagte mir einen kleinen Schrecken ein. Ja, ich solle bei den Schweizern mein Depot holen und dann wieder zu ihm kommen und die deutsche Mehrwertsteuer zahlen. Hallo!? Es wurde ihm dann Gott sei Dank doch bald klar, dass dies eine Schnapsidee war, da es sich ja immerhin um ein deutsches Produkt handelte *grins* Das Postfachservice Mailboxes habe ich dann noch ne Spur schneller als beim letzten Mal gefunden und die neue Leinwand lag bereits für mich bereit. Nun packten wir das Teil aus, verstauten es professionell im Auto und steckten die alte Leinwand in die Verpackung. Das Ganze hat schon ziemlich lange gedauert mit all dem Verpackungsmaterial und so, um halb zwölf konnten wir mit der neuen Ware weiterfahren.
Ursprünglich hätten wir noch einen Sprung in die Stadt gehen wollen, allerdings waren wir dafür doch zu spät dran. Ich wollte mir nämlich jetzt wo wir schon da sind unbedingt mal die neue Therme hier in Konstanz ansehen. Wir lösten eine 3 1/1-Stundenkarte um 15 Euro und zogen uns gleich in der separaten Saunaumkleide um. Von Beginn an auffallend war die geringe Besucherzahl. Trotz Samstag war selbst nach der Mittagszeit sehr wenig los, was natürlich herrlich war. Der erste Eindruck der Anlage hingegen war dann doch etwas enttäuschend. Allzu viel schien hier nicht angeboten zu werden. Keine Außensauna, keine Spezialaufgüsse, keine Liegewiese. Im Vergleich zu Meersburg stinkt die Anlage hier wirklich ganz ordentlich ab. Für sich betrachtet hat sie dann aber doch einige positive Aspekte. Die Architektur kann auf jeden Fall überzeugen und die Gänge, Ruheräume, etc. haben durchaus Stil. Nach der Entdeckung des zweiten Stocks wussten wir dann auch, dass es zumindest eine Liegeterrasse im Freien gibt und eine weitere Sauna. So gibt es doch immerhin drei Schwitzkästen, ein Dampfbad und ein Sanarium. Mehr braucht es ja eigentlich auch nicht. Die zwei Aufgüsse, die ich mir gönnte, waren ganz okay, aber nicht gerade der große Bringer.
Aufgrund der unspektakulären Aufgüsse war bald klar, dass man hier eh nicht zwingend länger als drei Stunden bleiben muss. Denn auch der Thermenbereich war nicht ganz so beeindruckend, dass man Stunden darin verbringen müsste. Wir waren dennoch länger dort, weil wir uns auch noch ein Mittagessen gönnten. Die Auswahl und Qualität der Speisen war wiederum hervorragend, alle Achtung. Peinlich nur, dass es zwar hochmoderne Spints mit tollen Chipuhren gibt, die man dann aber nicht mal zum Bezahlen nutzen kann. Man muss also beinhart Bargeld bei sich haben, was natürlich sehr nervig ist. Wir setzten uns in die Sonne und genossen das Essen, ehe wir noch ein bisschen im warmen Wasser rumplantschen. Diese Aktion kostete mich leider über elf Euro, weil ich schlauerweise keine Badehose mit im Gepäck hatte und an der Kassa eine kaufen musste. Dass das Teil an Tragekomfort und Look kaum zu überbieten war, muss ich hier vermutlich nicht extra erwähnen. Jesus. Nach einer feinen Abschlussphase im Saunabereich verließen wir die Bude wieder und traten den Heimweg an. Wie gesagt, mit der Bodenseetherme in Meersbrug kann die Anlage nicht im Ansatz mithalten, weshalb sich die Fahrt hierher nicht wirklich rentiert. Aber für ein paar feine, entspannende Stunden ist es hier durchaus gut genug.
Ich hatte mich dazu entschieden, diesem Zollgekacke mit Depot und Co aus dem Weg zu gehen, auch wenn es am Vormittag ganz gut geklappt hatte. Der deutsche Zöllner machte mich dann auch ein bisschen unsicher, sodass wir oben rum fuhren. Mit der Fähre ging es also mal nach Meersburg. Hier schockierte mich der hohe Preis für die zwanzigminütige Überfahrt. Satte 12 Euro musste ich für diese kurze Strecke löhnen, absurd. Die Strecke bis Lindau war dann eigentlich ganz brauchbar, jedoch landeten wir beim Pfändertunnel übel im Stau. Vierspurig standen die ganzen Autos hier, wobei die rechten beiden Spuren Gott sei Dank zum Vignettenverkauf ausfuhren. Dennoch benötigten wir für die kurze Strecke vor dem Tunnel eine satte halbe Stunde. Tja, war dann wohl doch keine besonders gute Idee, nicht über die Schweiz zu fahren. Insgesamt waren wir dann doch über zwei Stunden unterwegs. Eine halbe Stunde auf dem Schiff, eine halbe im Stau. Die reine Fahrstrecke wäre also etwa vergleichbar mit dem Weg über die Schweiz. Daheim half mir Dad beim Rauftragen der Leinwand. Wir haben sie auch gleich auf der Decke montiert, juhu.
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Kurz nach sieben stiefelte ich dann zum Bus, mit dem es zum Gewerbepark in Rankweil ging. Dort traf ich mich mit Tobster und Andrea sowie Lerchi. Nach einer feinen Pizza in der Costa Smeralda zogen wir einen Stock höher ins Patrick’s. Dort gibt es grad ein paar neue Cocktailkreationen, die ich natürlich gleich ausprobieren musste. Durchaus lecker, muss ich sagen. Auf den Billardtisch mussten wir nicht lange warten und schon legten wir vier los. Tobster wollte natürlich seiner Freundin ein wenig unter die Arme greifen und trat mit Andrea gegen Lerchi und mich an. Nach den ersten paar Partien wechselte er dann aber doch mal zu mir. Der Fall war klar: sollten wir verlieren, heißt das nichts Gutes. Und tatsächlich ging sofort das erste Spiel verloren. Ich habe kläglicherweise grundsolide die schwarze Murmel frühzeitig in ein Loch geschickt. Tja. Dafür lief es nachher wieder ganz gut und wir konnten doch noch ein paar Siege einfahren. Große Profispieler werden wir aber wohl alle nicht. Beim Dart sah es auch nicht unbedingt vielversprechender aus. Das Gute an dem Spiel ist aber, dass man auch ohne Zielen durch ein bisschen Glück ordentlich Punkte machen kann. Voraussetzung ist natürlich, die Scheibe zu treffen, gell, Tobster
Um Mitternacht wurde ich noch zum Bahnhof geführt, von wo aus ich mit dem Schnellzug heim fuhr. Dass am Bahnhof noch ein Liechtensteiner Bus gestanden wäre, habe ich wieder mal nicht kapiert. Tjo, wer’s nicht im Kopf hat, hat’s in den Beinen.
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- Datum: 4. April 2009
- Kategorie: Sportliches, Ausgang, Unterwegs, Erholung, Wellness
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