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July kommt zum Wii-Zocken

3. Juli 2008, 137 Mal gelesen.
 
Dieser Beitrag ist der 4. von 23 in der Serie Spielekonsolen
 

Nach einem nicht allzu spektakulären Vormittag, wo ich noch kurzfristig bei einer der Untersuchungen mithelfen musste und mit Megi ein paar Noten für MMS zu diskutieren hatte, kam Phil noch im Labor vorbei. Wir managten seine komplette Datenabgabe für den Benningerauftrag, ehe er mich dann liebenswerterweise zum Mediamarkt führte. Ich hatte vor einer Woche etwa für Edith eine Wii Konsole und das Balance Board über Amazon bestellt. Jetzt kam die Bitte vom Einkauf, dass ich die Ware selbst direkt im MM organisiere, da sie dann nicht nur schneller hier ist, sondern auch die Bezahlung deutlich einfacher wäre. Wir möchten die Konsole und va. das Balance Board in Hinblick auf zukünftige Projekte checken und möglicherweise gleich als alternatives Eingabemedium nutzen. Ich hab mir dann also im Messepark die Konsole gekrallt und gleich mal angefragt, ob sie nicht auch das Balance Board hätten. Siehe da, sie hatten gerade eine neue Lieferung erhalten! Der Verkäufer shipperte dann eine Ladung aus dem Lager her und ich krallte mir gleich ein Stück. Okay, so hätte ich mir den Trip zum Libro gestern wohl ganz sparen können, weil hier im Mediamarkt auch für mich privat ein Board dabei gewesen wäre, aber was soll’s ;) Für packte ich zumindest den Zapper ein, den ich ja gestern schon kaufen wollte. Die Bezahlung war dann doch noch ein wenig komplexer. Ich hatte nämlich einen Bestellschein von der FH, der eine Bezahlung per Rechnung ermöglicht. Dazu muss man aber das Ding von allerhand Leuten unterschreiben lassen, die natürlich im ganzen Laden verstreut sind. Zwar hat das eh ein Berater ganz gut gemanagt, aber warten musste wir dennoch ne ziemliche Weile. Dann klappte aber alles und ne halbe Stunde später konnte ich mit Walter die Konsole schon in Gang setzen. Yes! Ham gleich alles eingestellt und getestet. Soweit passte alles wunderbar, interessant war nur, dass das Datum der Konsole auf 2006 voreingestellt war.. sehr suspekt.

July zappt am WiiBis July am Abend zu mir kam, konnte ich noch schnell den Wii Zapper ausprobieren und das zugehörige Spiel Link’s Bogenschule antesten. Es hat von Beginn an ordentlich Spaß gemacht, muss ich sagen. Nun, der Zapper selbst ist ja nichts anderes als ein Stück Plastik. Der Nunchuk wird hinten raufgesteckt, dessen Kabel im Griff der “Pistole” eingewickelt und schließlich mit der Wii Remote verbunden. Diese wiederum wird einfach oben eingesetzt und fixiert, wobei man leider die Schutzhülle abziehen muss. Das Gerät liegt dann aber spitzenmäßig in der Hand und ist für einen ordentlichen Shooter wohl absolutes Pflichtprogramm. Das zugehörige Spiel hat mich eigentlich auch angenehm überrascht, wenn man den Gesamtpreis von 30 Euro für den Zapper und das Game bedenkt. Zwar gibt es keinerlei Story, aber das war ja bei einer Bogenschule auch nicht zu erwarten. Was einem aber geboten wird, ist eine sehr solide visuelle Präsentation und eine Reihe an durchwegs kreativen Zielscheiben-Spielchen. Diese kann man sowohl Multiplayer als auch einzeln durchspielen, wobei sich neue Szenarien erst nach und nach freischießen lassen. Zockt man alleine, kann man sich durch die erschossenen Punkte Medaillen erkämpfen, die dann weitere Levels frei schalten. Und diese sind wirklich sehr abwechslungsreich: von normalen Zielscheiben in diversen Locations gibt es auch Skelette, Goblins, Vögel, Spinnen oder sogar Raketenwürmer abzuknallen, wobei sich alle diese Ziele ganz unterschiedlich verhalten und bewegen. Ich kann somit das Spiel samt Plastikwaffe uneingeschränkt empfehlen, zumal die Pistole ja auch für einige andere Spiele einsetzbar ist.

Mit July spielte ich die Bogenschule dann auch noch an, sie fand das aber nicht sonderlich spaßig. Viel mehr fuhr sie auf die Sportspiele, für die wir aber gar nicht mehr viel Zeit hatten. Denn der Abend ging eigentlich primär für das Wii Fit drauf. Wir erstellten zuerst mal natürlich einen hübschen Mii und machten das komplette Programm durch: Körpertest, Balanceübungen und dann die verschiedenen spielerischen Anwendungen. So probierte sich July an den diversen Spielen wie Kopfball, Skifahren oder Skispringen und machte sich insbesondere bei den zweiten Versuchen immer sehr gut. Ganz fetzig waren dann auch die Aerobic-Übungen. Die Joggingrunde unternahmen wir zu zweit, das Simple Step probierten wir hintereinander. Denn das kannte ich auch noch nicht. Hier muss man im Rhythmus auf das Board steigen und im richtigen Timing auch wieder runter. Damit’s ein wenig interessanter wird, gibt es dann auch noch Seitwärtsschritte, bei denen ich ziemlich durcheinander kam. Damit man in etwa weiß, was zu tun ist, kann man sich sowohl an den grafischen Icons als auch an den Miis auf der Bühne orientieren. Insofern hat man also immer eine passende Referenz, die man nach der ersten vollständigen Runde aber eh nicht mehr braucht. Insgesamt zockten wir knappe drei Stunden Wii Sports, Fit, Play und eben die Bogenschule. Machte viel Spaß, wobei ich gerade bei den Splitscreen-Games einen größeren Screen vermisst habe. Die Anschaffung eines Beamers wird dadurch wirklich immer konkreter. Ich hatte ja doch wieder ein wenig Zweifel wegen der Sinnhaftigkeit einer solchen Anschaffung. De facto schau ich mir derzeit im Schnitt maximal eine DVD pro Monat an, den Fernseher nutze ich ohnehin nie. Die Zockerei wäre aber auf einer großen Leinwand definitiv viel fetter und so würde sich eine entsprechende Anschaffung gesamt vielleicht doch lohnen. Ich werde mich hier also nochmals vermehrt umsehen. Im Internet bin ich eher in einer Sackgasse – es kristallisieren sich zwar ein paar Projektoren als sinnvoll heraus, aber letztlich ist der Grundtenor doch, dass man sich die Dinge selbst im Fachhandel ansehen muss. Mal sehen, ob ich in der Nähe einen guten Händler mit viel Auswahl finde.

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