Alpwegkopf und Filmeabend
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Zu Mittag gab es heute in Tosters noch feine Penne, ehe ich dann mit meinen Eltern nach Furx hinauf fuhr. Irgendwie hatten wir uns das mit dem Wetter ein bisschen anders vorgestellt. Während im Tal unten irgendwie noch alles ganz schön war, landeten wir nun mitten im kalten, grausigen Nebel. Dieser hielt uns dann aber nicht davon ab nach Höherem zu streben und siehe da. Nach etwa einer halben Stunde Aufwärtshatsch wurden wir für die Beharrlichkeit fürstlich belohnt: Sonne! Wow, wir genial war das denn, ein gigantisches Nebelmeer unter uns und rundherum wie gewohnt das hammermäßige Panorama. Dazu herrlicher Sonnenschein im glitzernden weißen Schnee, fast schon kitschig. Oben trafen wir dann Angy, Martin und Luca. Die drei hausen derzeit in einer kleinen Hütte in Furx und machen von dort aus diverse Ski- oder Wanderausflüge. Auf der Gastterrasse wärmten wir uns dann ua. mit heißer Schokolade auf, ehe es dann gemeinsam wieder runter ging. Luca hatte seinen Bob dabei und die erste Hälfte der Strecke bretterte ich mit ihm hinunter, danach wurde ich von Martin abgelöst. Auf der ziemlich kultigen Hütte musste mir mein Neffe dann gleich die großen Sprung-Stunts auf der Matratze im Dachboden vorführen, danach alberten wir noch ein bisschen in der gemütlichen Stube herum. Natürlich durfte auch ein Anstoßen auf das neue Jahr nicht fehlen. Bevor dann gegen sechs wieder heim fuhren, wurden wir noch mit genialen Baguettes verwöhnt: gewürfelte Paprika und Tomaten mit Ei und Käse verquirlt, auf Aufbackbrote geschmiert und ab in den Ofen. Echt genial.
Daheim verging dann nicht allzu viel Zeit, ehe schon Richi auftauchte. Unser Exil-Wiener ist ja auch immer seltener im Lande und so war ein kleines Treffen dringend nötig. Mike und Bella gesellten sich kurz darauf auch zu uns. Nachdem wir noch ein paar aktuelle Neuigkeiten ausgetauscht hatten ging’s dann mit dem Filmeabend los. Natürlich stellte sich die Wahl der Filme wieder mal als gar nicht trivial heraus. Der eine kennt den Film, der andere das Buch davon, dann mag man diesen und jenen Schauspieler nicht und so weiter *lol* Ne, wir haben uns diesmal eh recht zügig auf zwei Filme einigen können. Los ging es mit Sin Eater, den ich irgendwie mal durch einen Tausch oder so in meine Sammlung aufgenommen habe. Irgendwie stehe ich eigentlich schon auf solche religiöse Thriller a la Stigmata oder End of Days. “Düster, dämonisch und okkult” hieß es auf dem Cover, allerdings konnte der Streifen dieses Versprechen kaum halten. Mein erster Eindruck war an und für sich gar nicht mal so schlecht, da einige Locations doch recht ansprechend waren und der Look des Films doch zu überzeugen wusste. Richtig gelangweilt habe ich mich eigentlich auch nie, allerdings war ich auch zu keinem Zeitpunkt von der Geschichte gefesselt. Irgendwie plätschert die Suche nach dem “Bösen” so vor sich hin, die Verkettung der Ereignisse ist dabei teilweise ziemlich hanebüchen, was man aber durchaus noch akzeptieren kann. Was dem Film wirklich fehlt ist das Dämonische und va. die Spannung, die er nämlich zu keinem Zeitpunkt auch nur annähernd aufbauen kann. Die Hauptfiguren sind dem Zuseher einfach viel zu sehr egal, als dass man sich für den Verlauf der Geschichte interessieren würde. Zwar bekommt man es hier mal mit einem weniger offensichtlichen Gut/Böse-Schema aus, aber richtig funktionieren tut das dann auch nicht mehr. Fazit: Fade Sache. Deutlich besser schnitt dann Bad Santa ab. Der nur ansatzweise weihnachtliche Film überzeugt vor allem durch einen genial spielenden Billy Bob Thornton und eine ordentliche Prise an schwarzem Humor. Der Protagonist ist eigentlich ein versoffenes, gefühlsloses Arschloch, das dann aber doch noch die eine oder andere Menschlichkeit entwickelt und so langsam Sympathien für sich gewinnen kann. Die Scherze sind teilweise ein bisschen tief und übertrieben, aber für einige richtig herzhafte Lacher ist auf jeden Fall gesorgt. Definitiv ein Weihnachtsfilm der anderen Art, der von Anfang bis Ende für Unterhaltung und die eine oder andere böse Überraschung sorgt. Nach den beiden Filmen war dann für heute eh schon Schluss. Um Mitternacht strichen die Segel und ich werkelte noch ein kleines bisschen am Jahresrückblick-Blogeintrag.
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- Datum: 3. Januar 2009
- Kategorie: Erholung, Ausflug, Medien, Offlinemedien, Sportliches, Wandern
- Wortanzahl: 677 Wörter